Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

1.964 Beiträge in diesem Thema

"Gefragt" würde ich bejahen. Mir jedenfalls sind so gut wie keine Fachinformatiker bekannt, welche Probleme hätten, einen Job zu bekommen oder direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit gehen müssten. Gerade im Junior-Bereich.

"Gut bezahlt" und "Karriere". Darüber kann man streiten. Das steht auf einem anderen Blatt und ist eine Frage der Perspektive.

Gemessen an vielen anderen Berufen sind die Jobchancen für Fachinformatiker aber in der Tat gut.
Da gibt es, finde ich, kein Vertun.

bearbeitet von Errraddicator

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Solange die Fachinformatiker einigermassen qualifiziert sind, sehe ich deren Berufschancen auch als relativ gut an. Man darf sich halt nur nicht mit Niedriggehältern abspeisen lassen, wobei das auch stark von der Branche / Firma und Region abhängt, wieviel sie bereit sind zu zahlen.

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Am 16.2.2017 um 13:26 schrieb Errraddicator:

"Gefragt" würde ich bejahen. Mir jedenfalls sind so gut wie keine Fachinformatiker bekannt, welche Probleme hätten, einen Job zu bekommen oder direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit gehen müssten. Gerade im Junior-Bereich.

 

Davon gibts leider genug. Im Junior und Senior Bereich.

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Am 16.2.2017 um 13:36 schrieb Crash2001:

 Man darf sich halt nur nicht mit Niedriggehältern abspeisen lassen,

Letztens IT Sales Teilzeit Raum München für 700 € Brutto.

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Am ‎18‎.‎02‎.‎2017 um 17:51 schrieb spix:

Letztens IT Sales Teilzeit Raum München für 700 € Brutto.

Davon kann man sich ja nicht einmal eine eigene Wohnung leisten und Nahrung kaufen hier in München... selbst ein 12m²-Zimmer in einer Zweck-WG (Zimmer wurden vom Vermieter vermietet) hat mich 2006 schon 300€/Monat gekostet (da war aber Strom / Wasser / Heizung / Internet / Fernsehen schon mit drin)

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vor 20 Stunden schrieb Graustein:

2h die Woche?

Ich glaub es waren knapp 20 Std die Woche.

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vor 39 Minuten schrieb Gurki:

Ich hab jetzt nur den Teaser-Text gelesen, aber mit 36 sollten man halt schon eine gewisse "Nische" gefunden haben, so dass man sich dann nicht mehr auf Einstiegspositionen bewerben muss auf denen man dann mit wesentlich jüngeren, die dennoch evtl. schon mehr Erfahrung haben, konkurrieren muss.

Dann kommen halt auch noch so Punkte wie persönliches Auftreten und in welcher Region man sucht dazu.

Und am Ende hat der Kerl vielleicht auch einfach nur Pech...

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Ich möchte mal darauf aufmerksam machen, dass es offensichtlich eine große Diskrepanz zwischen der Anzahl gesuchter Fachkräfte und der tatsächlich am Markt befinden Arbeitnehmer geben muss. Und das nicht wie man zunächst denken würde, es gäbe prinzipiell nicht genug Personal, dass suchen würde. Das Gegenteil ist offensichtlich der Fall. Es gibt wohl nicht genug Personal, dass den fachlichen oder persönlichen Ansprüchen der Unternehmen genügt. Und dabei glaube ich nicht mal, dass die Ansprüche der Unternehmen einfach unrealistisch hoch sind, wie auch öfters mal neckisch mit Kommentaren ("25 Jahre alt, 10 Jahre Berufserfahrung, Master Abschluss" ;) ) geantwortet wird.

Wir brauchen uns doch nur mal an die eigene Nase fassen und hier im Forum schauen. Gefühlt jeder zweite (vielleicht sind es sogar > 70% ?) aller Anträge hier genügen nicht den fachlichen Ansprüchen an ein IHK Projekt. Die Leute sagen sogar selbst, dass sie Schwierigkeiten haben ein Projekt zu finden das der fachlichen Tiefe genügt. Und das ist übrigens nicht nur ein Bild was dieses Forum abgibt, in meiner Berufsschulklasse war das genau so.

Wir sollten uns mal klar machen was das bedeutet: Hier werden Massenhaft Fachinformatiker ausgebildet, welche den fachlichen Ansprüchen die der Beruf einfordert nicht gerecht werden können weil der Betrieb dafür gar nicht das richtige Umfeld bereitstellt (?!). Wieso lässt die IHK Betriebe ausbilden, wo sowas möglich ist? Sowas darf doch einfach gar nicht passieren.

Die Leute saugen sich dann irgendein Projekt aus den Fingern, was ich menschlich total nachvollziehen kann - würde ich genauso machen - können aber trotz Bescheinigung ein Fachinformatiker zu sein nicht das fachliche Niveau haben, womit der nächste Arbeitgeber "weiter machen" kann. Ich bin davon überzeugt, dass für die meisten Arbeitgeber eine Einarbeitung mit einkalkulieren - es geht ja gar nicht ohne, den Arbeitgebern kann man aber auch kaum vorwerfen, dass sie sich davor grämen jemanden Vollzeit einzustellen und dann praktisch erstmal neu auszubilden weil die wirklich vom Beruf erforderten Basics fehlen. Das ganze kann man nur mit exponentiellen Selbstengagement wett gemacht werden, wobei ich glaube, dass dies wiederum keine Fleißsache ist, sondern eine Sache des Charakters. Man wird dann eher wegen dem Potential eingestellt als wegen der Tatsache, dass man sich viel Zuhause beigebracht hat. Den Charakter kann man sich aber nicht aussuchen.

Hinzu kommt das viele Berufsschulen scheisse sind (meine beispielsweise, die praktisch alles was und der GH1 gefordert wird nicht unterrichtet hat! Wir hatten bis heute kein Subnetting, Routing, DMZ, etc... Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll). 

Dann gibt es noch die persönliche Komponente bzw. allgemeines Bild, dass der Bewerber vermittelt. Ich hatte z. B. auf 20 Bewerbungen 18 Vorstellungsgespräche bzw. Einladungen. Ich habe mir nur 4 Firmen angeschaut und hatte direkt 4 Zusagen. Andere in meiner Klasse berichten, dass sie über 130 Bewerbungen schreiben mussten. WTF?!

Wenn ich jetzt beobachte (ich sitze relativ nah dran), gibt es auf eine Admin Stelle bei uns fast 100 Bewerbungen pro Monat - da ist vom Berufsanfänger bis zum durchspezalisierten Vollprofi alles dabei und oft wird davon niemand eingestellt... Wir haben Admin Stellen, die sind seit Monaten unbesetzt. Ein ähnlich restriktives Verhalten bei den Ausbildungen. Vor mir gab es 4 Jahre keinen Auszubildenden und 3 Jahre nach mir (Stand heute) gibt es auch keinen, obwohl ein Azubi budgetiert ist ?!?!

Auf eine Entwicklerstelle sind es nicht mal 1/4 so viele Bewerbungen (und wir sind ein bekannter Softwarehersteller).

Was sagt mir das alles? Offensichtlich passt hier irgendwas überhaupt nicht zusammen. Viele. haben extreme Probleme auf dem Jobmarkt, sowohl eine Ausbildung als auch später einen fachadäquaten Job  zu finden. Zahlenmäßig gibt es aber bei weitem genug verfügbares Personal. Also kann es nur sein, dass die Ausbildung des Fachinformatikers heute bei weitem nicht mehr den beruflichen Bild entspricht. Als würde man Köche ausbilden die nach der Ausbildung trotzdem nicht kochen können ...
Es ist einfach eine Farce und das ständige "nach Fachkräften schreien" erzeugt natürlich extremen Frust bei den vielen Leuten, die richtige Probleme haben was zu finden, auf der anderen Seite beleuchtet man nicht mal im Ansatz die etwaigen Probleme dessen Grundsteine bereits in der Ausbildung gelegt werden. Wo ist denn das "konkurrenzlose Ausbildungssystem" in Deutschland im Bereich der Informatik?!

Sorry. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Traingscentren z. B. in den USA die Administratoren speziell für Enterprise IT ausbilden deutlich fachadäquater ausbilden als die meisten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Ich wünsche, ich hätte ein anderes Bild.
 

 

 

POD und YAnnIFreaK gefällt das

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Ja, es läuft viel falsch bei der Ausbildung - sowohl von den Firmen her, als auch in der Berufsschule und vom Rahmenlehrplan, der absolut nicht mehr up to date ist und nicht den Anforderungen an die Berufe entspricht, als auch im Betrieb, in dem die Azubis oftmals nicht das vermittelt bekommen, was sie vermittelt bekommen sollten.

Genauso werden meiner Meinung nach oftmals Azubis ausgebildet, die vorher mit IT noch nie wirklich etwas zu tun hatten, außer am PC zu zocken und dann wundert man sich, wieso die Leute kein Verständnis für PCs haben. Ja, der Bedarf ist vermutlich höher als die verfügbaren sinnvollen Ressourcen, aber wenn Firmen nur nach Zeugnisnoten und Auftreten filtern, statt nach Interesse für die Materie und Engagement / Motivation, sich ein Leben lang weiterzubilden, dann hat man nachher oftmals lustlose Mitarbeiter, die sich vorher gar nicht darüber klar waren, was das Arbeiten in der IT eigentlich auf Dauer bedeutet und mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Leute, die nicht mitdenken / über den Tellerrand schauen (können oder wollen).
Ich würde mir viel mehr Leute wünschen, die bei neuen Problemen sich nicht ins Schneckenhaus zurückziehen, sondern versuchen eine Lösung zu finden, die auch mal proaktiv handeln, die aus ihren Fehlern lernen, die die Materie mit der sie zu tun haben verstehen, nicht nur ein beschränktes Fachwissen haben, sondern auch über den Tellerrand schauen, Leute, die entsprechend ihren Qualifikationen eingesetzt sind. Die findet man leider nur sehr selten.

Die Forderungen der Firmen kann ich einerseits verstehen, wenn man sich so manche Mitarbeiter einmal genauer anschaut. Anderseits gibt es aber auch sehr oft einfach überzogene Forderungen für viel zu niedrige Gehälter - da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn man für das Budget niemanden findet. Wer qualifiziert ist, kann sich mehr oder weniger aussuchen, wo er arbeiten will - und da wird vermutlich sehr oft dann die Wahl auf die Firma fallen, die besser zahlt und die modernere Arbeitsumgebung zur Verfügung stellt. Natürlich sind z.B. Konzerne hier im Vorteil gegenüber kleinen Firmen.


Nur weil die Anträge den fachlichen Ansprüchen der IHK nicht genügen, heißt das übrigens im Umkehrschluss nicht automatisch, dass die Azubis, oder ihre Ausbildung nicht qualifiziert wäre.
Das Problem ist halt oftmals, dass die Azubis keine genauen Vorstellungen haben, was für Anforderung an das Abschluss Projekt gestellt werden bzw. noch nie ein entsprechendes Projekt durchgeführt haben und sich daher damit schwer tun, die entsprechenden Anträge auszufüllen.
Zudem ist ja auch noch ein zusätzliches Problem, dass das Projekt im Normalfall im Betrieb ausgeführt werden soll - und dort nicht automatisch pünktlich zur AP entsprechende Projekte anstehen, so dass die Azubis sich oftmals ein Projekt aus den Fingern saugen müssen. Das heißt aber auch wieder nicht, dass der Betrieb sie nicht qualifiziert genug ausbilden würde. Läuft alles einwandfrei und ist auf dem aktuellen Stand - wieso sollte man dann etwas umstellen?
Genau die Situation, dass eine Problemstellung existiert, die nicht gelöst ist, benötigt ein Azubi aber eigentlich für sein AP. Bei einem Systemhaus / Softwareentwickler mag das kein Problem sein - da stehen genügend Projekte an. Bei einer kleineren Firma gibt es jedoch viel seltener dafür in Frage kommende Projekte. Da muss man dann kreativ sein und etwas finden, was man als Projekt verwenden kann. Hier sehe ich aber eigentlich auch die Betriebe in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass ein entsprechendes Projekt zur Verfügung steht für die AP. Mein Betrieb hat zumindest dafür damals gesorgt, bzw. es stand schon eine ganze Weile vorher fest, was ich machen soll als Abschluss Projekt.
Natürlich kann nicht jeder Betrieb ein ideales Umfeld bereitstellen - das ist z.B. im Handwerk aber ja auch nicht anders (z.B. hat nicht jede Firma jede Maschine und die meisten Firmen sind ja auf irgend etwas spezialisiert). Bei den HWK-Berufen gibt es aber noch die überbetrieblichen Lehrgänge. Genau so etwas fehlt meiner Meinung nach bei den IHK-IT-Berufen. Grundlegende Kurse, in denen ein Mindestmaß an Wissen vermittelt wird, das man von einem z.B. FISI erwarten kann, da nicht sichergestellt ist, dass dieses im Betrieb unbedingt vermittelt wird. Also für FISI z.B. aus den 4 Bausteinen "Linux Server", "Windows Server", "Windows Client", "Netzwerk". Damit würden zumindest die Grundlagen abgedeckt. Einen bestimmten Anteil sollte ja eigentlich die Schule abdecken - jedoch werden hier derart unterschiedliche Qualitäten geboten, dass man sich darauf genauso wenig verlassen kann, wie auf die Betriebe.

 

vor 21 Minuten schrieb halcyon:

[...] Ich bin davon überzeugt, dass für die meisten Arbeitgeber eine Einarbeitung mit einkalkulieren - es geht ja gar nicht ohne, den Arbeitgebern kann man aber auch kaum vorwerfen, dass sie sich davor grämen jemanden Vollzeit einzustellen und dann praktisch erstmal neu auszubilden weil die wirklich vom Beruf erforderten Basics fehlen. [...]

Eine Einarbeitung ist eigentlich immer notwendig - alleine schon, damit der Mitarbeiter die Prozesse in der Firma kennen lernt und welche Einstellungen z.B. gesetzt werden. Klar kann so etwas auch in einem Betriebshandbuch stehen, aber ein BHB durcharbeiten zähle ich mit zur Einarbeitung.
Wenn die Basics fehlen, dann hat die Firma wen falsches für den entsprechenden Job eingestellt, oder muss damit leben, da sie niemand besseren finden für das Budget und selber aus-/weiterbilden....

Die Firmen, die am lautesten schreien, dass sie keine Fachkräfte finden würden, sind aber oftmals auch diejenigen, die am wenigsten Azubis ausbilden. Es gibt natürlich auch Firmen, die ausbilden, und denen die Azubis danach "weglaufen", da sie wo anders besser verdienen können.

vor 21 Minuten schrieb halcyon:

Dann gibt es noch die persönliche Komponente bzw. allgemeines Bild, dass der Bewerber vermittelt. Ich hatte z. B. auf 20 Bewerbungen 18 Vorstellungsgespräche bzw. Einladungen. Ich habe mir nur 4 Firmen angeschaut und hatte direkt 4 Zusagen. Andere in meiner Klasse berichten, dass sie über 130 Bewerbungen schreiben mussten. WTF?![...]

Das kann aber verschiedene Ursachen haben. Angefangen von den Zeugnissen über das Passfoto, das Anschreiben, bis hin zum Zeitpunkt der Bewerbung.
Wer ein gutes Zeugnis hat, hat hier natürlich Vorteile. Jemand der keine guten Noten hat, wird bei vielen Firmen direkt aussortiert - natürlich muss man dann mehr Bewerbungen schreiben.

vor 21 Minuten schrieb halcyon:

Wenn ich jetzt beobachte (ich sitze relativ nah dran), gibt es auf eine Admin Stelle bei uns fast 100 Bewerbungen pro Monat - da ist vom Berufsanfänger bis zum durchspezalisierten Vollprofi alles dabei und oft wird davon niemand eingestellt... Wir haben Admin Stellen, die sind seit Monaten unbesetzt. Ein ähnlich restriktives Verhalten bei den Ausbildungen. Vor mir gab es 4 Jahre keinen Auszubildenden und 3 Jahre nach mir (Stand heute) gibt es auch keinen, obwohl ein Azubi budgetiert ist ?!?![...]

Wenn sich doch so viele Leute darauf bewerben - da sollte sich doch irgendwer finden lassen für die Positionen. Oder sind die nur dafür da, damit man Argumente hat, dass man ja kein qualifiziertes Personal findet? Oder meinst du allen Ernstes, es liegt daran, dass es keine qualifizierten Bewerber auf die Stellen gibt? Wenn dann gehe ich eher davon aus, dass die Firma nicht dazu bereit ist, ausreichend zu zahlen, oder überzogene Anforderungen an die Bewerber hat.

vor 21 Minuten schrieb halcyon:

[...]Sorry. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten Traingscentren z. B. in den USA die Administratoren speziell für Enterprise IT ausbilden deutlich fachadäquater ausbilden als die meisten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Ich wünsche, ich hätte ein anderes Bild.

Es kommt immer auf das Ziel an, das erreicht werden soll. In Konzernen ist die Ausbildung oft viel strukturierter und sie haben auch entsprechende Schulungen, um z.B. auch die Enterprise-Umgebung kennen zu lernen. Ein kleiner Betrieb hat diese Anforderung jedoch gar nicht. Ein Kleinbetrieb braucht niemanden, der eine riesige Serverlandschaft verwalten kann, sondern jemanden, der sich mit dem einen Server auskennt, den die Firma hat. Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Natürlich wäre es schön, wenn er zusätzlich noch weiteres Wissen hat, aber vom Betrieb her beigebracht wird das dann eher nicht. Das dann eher autodidaktisch oder auf Anforderung durch Schulungen.

Mttkrb gefällt das

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vor 4 Stunden schrieb halcyon:

Wenn ich jetzt beobachte (ich sitze relativ nah dran), gibt es auf eine Admin Stelle bei uns fast 100 Bewerbungen pro Monat - da ist vom Berufsanfänger bis zum durchspezalisierten Vollprofi alles dabei und oft wird davon niemand eingestellt... Wir haben Admin Stellen, die sind seit Monaten unbesetzt.

Dann besteht das Problem doch nicht auf Bewerberseite, sondern die Personalbeschaffung ist fehlerbehaftet oder die Stelle ist gar nicht vakant!

Wieso ist bei 100 Bewerbern auf eine Stelle niemand dabei, der die Stelle besetzten kann? Ist es wirklich wirtschaftlicher die Stelle unbesetzt zu lassen. Wer erledigt die Arbeit in der Zwischenzeit? Und nächsten Monat wieder 100 Bewerbungen sichten, Einstellungsgespräche führen und dann wieder nur Absagen verteilen?

 

Gruß Bockreiter

bearbeitet von Bockreiter
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Wie anscheinend immer, ist heutzutage der Arbeitnehmer, Steuerzahler und Wähler schuld, wenn irgendwas nicht läuft im Land. Auf Seiten der Inhaber, Anbieter, Schulen, Parteien oder generell "des Systems" kann es natürlich nicht liegen, denn das hat (wie wir alle wissen) immer Recht. :D

Wer arbeitslos ist, muss ein fauler Hund sein oder hätte schließlich was ordentliches Lernen können.
Wer es nicht zum Millionär geschafft hat, hat es einfach nur nicht richtig gewollt.
Wer keine Jobangebote bekommt, schreibt falsche Bewerbungen, verkauft sich oder verhandelt nicht richtig.
Wer nicht die Bezahlung bekommt, welche er sich wünscht, hat falsche Erwartungen.
usw. usf.

Eigenverantwortung über alles.
Seltsamerweise gilt diese nie für Unternehmen.
Ist ja nicht so, als könne man die gleichen Argumente nicht auch den Arbeitgebern vorwerfen. ;)

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