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Gehalt bei Übernahme


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Hallo,

ich bin auf der Suche nach Rat oder hilfreichen Tipps und hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann.

Mit Bestehen der mündlichen Prüfung im Juni/Juli schließe ich die Ausbildung zum FISI ab und werde übernommen. Nun steht die Gehaltsverhandlung an.

Die Firma:

Mittelständisches Unternehmen in München mit ca 70 Mitarbeiter in der Immobilienbranche. 

Zu mir:

28 Jahre, 6 Monate Praktikum und anschließend 2 Jahre Ausbildung. Die Firma wurde vor meiner Zeit von einem Systemhaus betreut und hatte jeden Tag einen Techniker vor Ort. Mit dem Praktikum und die Ausbildung habe ich sämtliche Administrative und Support Aufgaben übernommen, so dass momentan nur noch 1mal die Woche ein Techniker von denen bei uns vor Ort ist um mich etwas zu entlasten. Ich arbeite ca 45-50 Stunden in der Woche + ab und an am Wochenende. Ich bin also so gut wie alleine für alle Belange der IT verantwortlich. Über mir hab ich noch meinen Ausbilder und Abteilungsleiter, der zwar technisch versiert ist und die Abteilung leitet, die aber vieles umfasst (webentwicklung, Fotos, Webentwicklung, SEO...). Was die Systemadministration angeht bin ich alleine. Und da auch die Techniker des Systemhauses leider oftmals einen nicht so kompetenten Eindruck bei den Mitarbeitern hinterlassen haben, fällt so gut wie jede Arbeit an mich. Darüberhinaus helfe ich oftmals auch neben den normalen Bürozeiten (9-18), am Wochenende und an meinen Urlaubstagen bin ich oft wegen akuter Probleme ins Büro gefahren.

Meine Frage: Was kann ich verlangen?

Ich weiß von den anderen MA, dass es 12 Monatsgehälter und keine Boni gibt. Kein Urlaubs oder Weihnachtsgeld. Meiner Meinung stehe ich recht gut da, da ich viel Verantwortung trage, immer erreichbar bin, die Firma und die Arbeitsprozesse sehr gut kenne, keine Einarbeitung benötige und der Firma sehr viel Geld spare. Die Techniker des Systemhauses hab der Firma früher ca. 12k im Monat gekostet. 

Sind 40-42k realistisch als Einstiegsgehalt oder doch besser kleiner anfangen und Berufserfahrung sammeln und froh über die Stelle zu sein? Ich fühle mich sehr wohl in der Firma und habe sehr viele Freiheiten und kann eigenverantwortlich arbeiten.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

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vor 24 Minuten schrieb Tobias_L:

Sind 40-42k realistisch als Einstiegsgehalt oder doch besser kleiner anfangen und Berufserfahrung sammeln und froh über die Stelle zu sein? Ich fühle mich sehr wohl in der Firma und habe sehr viele Freiheiten und kann eigenverantwortlich arbeiten.

Ja, das sollte in München durchaus realistisch sein, zumindest kein unverschämter Betrag um in die Verhandlung zu gehen. Auf den ersten Blick hätte ich jetzt aber nicht das Gefühl, dass dein Unternehmen besonders großzügig wäre, das kannst du besser einschätzen.

Du solltest aber mal deine Arbeitszeiten ansprechen, wenn es so bleiben soll, dass du oft außerhalb der Arbeit nochmal mit anpacken musst kann man auf das Gehalt auch nochmal was drauflegen.

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Was glaubst Du, warum die externe Betreuung beendet oder zumindest aber stark eingeschräkt werden soll?

Es sieht danach aus, als wäre Geld der Grund. Und nun einmal unter Berücksichtigung aller Deiner Angaben (Kein Bonus, kein Weihnachts-/Urlaubsgeld) prognostiziert, was passiert wenn Du zu niedrig einsteigst? Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass sich dann da auch nichts mehr tun wird, es sei denn Du bleibst dann hart. Vll. solltest Du mal testen, was denen der Ersatz von 12k/Monat wert ist.

 

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Hört sich für mich so an, als hätte bei euch die IT einen sehr niedrigen Stellenwert und würde nur als Kostenfaktor gesehen.

Zudem ist deine Stelle eine typische "Mädchen für alles"-Position, wo Du dich auch noch mit 45 - 50h + Arbeit am Wochenende und im Urlaub ausbeuten lässt. Und ich würde darauf wetten, dass Dir deine Aufopferung maximal ein "Danke" eingebracht hat und Du die Mehrstunden höchstens 1:1 abbummeln darfst (obwohl Wochenende oder Urlaubstag geopfert). Wenn mal Luft ist, was i. d. R. kaum bis nie eintrifft.

Zum Thema: 40 - 45k halte ich in MUC nicht für zu hoch angesetzt. Höchstwahrscheinlich wirst Du aber beim Gehaltsgespräch eine Überraschung erleben. Meistens ist man bei sowas für die Verantwortlichen eine Art IT-Hausmeister, was sich mangels Würdigung auch im Gehalt widerspiegelt.

Ich würde mich kurz- bis mittelfristig darauf einstellen, sich mal etwas "vernünftiges" zu suchen und sich bei der Gelegenheit vielleicht auch etwas zu spezialisieren. 

Bearbeitet von Kwaiken
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Hallo,

erst einmal vielen Danke für die Antworten.

zum Thema Stellenwert:

Ich denke schon, dass die IT für die Geschäftsleitung wichtig ist, denn es wird vieles in neue Geräte, Technik und Entwicklung gesteckt. Und auch bei Investitionen die die Arbeitsprozesse optimieren werden gerne Gelder bereitgestellt. Aber ja du hast recht @Kwaiken: mehr als ein Danke bekomme ich nicht.

Die externe Betreuung wurde eingestellt bzw sehr minimiert weil ich die Aufgaben besser und schneller lösen konnte und einen besseren Bezug zu den Mitarbeitern im Haus und deren Arbeitsprozesse habe.

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Ich meine die IT inkl. ihrer Mitarbeiter.

Dass einem seine Investitionen in Form von Hardware wichtig sind und man den durch die IT bedingten und ständig verbesserten Arbeitskomfort schätzt, ist unbestritten. Aber oft wird sowas zum Selbstläufer und die GL merkt gar nicht, wie viel Arbeit in einem reibungslosen Betrieb steckt. Bis es mal wieder knallt. Nicht umsonst lassen findige IT-Leiter alle Jahre mal einen kleinen IT-Supergau (halbe Stunde kein Mailempfang beim Chef reicht meist schon aus, bleibt ja alles in der Queue) in der Firma losbrechen, der mal schnell mit großem Traram gefixt wird, um die Geschäftsführung regelmäßig an den Nutzen der IT-Abteilung zu erinnern. Sonst läuft alles nach dem Schema "Wozu neue Mitarbeiter? Läuft doch auch so..." - wie die MA sich für die zweite 9 hinter dem Komma bei 99,99% Verfügbarkeit krumm machen, sieht man nicht.

Andererseits kenne ich z. B. auch kleinere / mittlere Betriebe, die den Stellenwert der Inhouse-IT gut kennen, sich aber 24/7, Bereitschaft oder Schichtbetrieb einfach nicht leisten können. Da wird der MA aber im Wochenende mit Taxi hin- und zurückgefahren und darf sich Essen auf Kosten der Firma kommen lassen. Die aufgewendeten Stunden werden dann bei nächster Gelegenheit 2:1 ausgeglichen.

Geht alles, wenn man will und seine Mitarbeiter als Kapital und nicht bloß als Kostenfaktor begreift. Wer gesehen hat, was für ein Unterschied zwischen einem "Dienst nach Vorschrift"-ler und einem motivierten MA, der mal eben 300% aus dem Ärmel schüttelt (wenn die Rahmenbedingungen stimmen), herrscht, der wird über die notwendige Investition zur Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen nur müde lächeln.

Bearbeitet von Kwaiken
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Was man so lesen kann, würde ich in jedem Falle zusehen, dass man Dich nicht über den Tisch zieht.
Und im Zweifle auch mal Alternativen in Betracht ziehen.

Alleine die Arbeitszeiten sind meiner Meinung nach nicht normal.
Hinzu kommt, dass Du Mädchen für alles bist und das ist nie gut.
Weder für Dich, noch für die Firma oder Deine persönliche Entwicklung.

Mein Rat wäre fast schon, Dich eher nach Alternativen umzuschauen, wenn Du die Möglichkeit hast.
Gerade diese Mädchen-Für-Alles-IT ist ja bekannt und bringt am Ende kaum was.
Im Regelfall weniger Verdienst wie sonst wo und die Expertise um mal woanders als Senior einzusteigen, bekommst Du dort auch nach 20 Jahren nicht.

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Die 40-42k halte ich für mehr als realistisch, vorallem in München. Ich würde mir erstmal anhören was geboten wird.

Die kennen dich als Mitarbeiter und wenn du nicht bleibst ist es auch nicht günstig einen Ersatz zu finden.

In der Region wird gesucht und Lebenshaltungskosten sind einfach höher. 50-60qm² unter 1000€ warm sind nicht einfach zu finden.

Was deine Stundenzahl betrifft. Es kommt darauf an ob Überstunden bezahlt werden oder ein Ausgleich gewährt wird.

4 Wochen a 50 Stunden und du hast eine Woche umsonst gearbeitet.

Überstunden bleiben in der IT nicht aus wenn wirklich notwendig leiste ich diese auch gerne. Allerdings denke ich mir, wenn man seinen Job nicht innerhalb der vereinbarten Arbeitszeit schafft, macht man den Job entweder nicht effizient genug oder in der Firma stimmt etwas nicht. Mir ist klar das man sich am Anfang auch beweisen will nur sollte man darauf achten nicht ausgenutzt zu werden.

Bearbeitet von disarstar
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In München wurden mir 38k für reinen 1st-Level-Support mehrfach angeboten,  Das scheint in München die übliche Bezahlung zu sein. Von daher halte ich die 40-42k für absolut realistisch.  Deine Stelle geht deutlich über 1st-Level hinaus.  45k anfragen und dann ggf. runterhandeln lassen. Ggf. Gehaltserhöhung nach 6 Monaten vereinbaren, falls das Angebot als "zu hoch" abgespeist wird. In München wirst du sonst zügig was anderes finden. Zur Not annehmen,  sofern unbefristet und sich dann umschauen und "Marktwert checken", falls das Gehalt deutlich unter dem 40k Bereich liegt. 

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Also hier in NRW ist das typische Gehalt zwischen 1400€ und 1600€ Brutto im Monat.

Jedenfalls sind das alle Angebote, auf die ich stoße. 40 Stunden die Woche sind auch völlig normal.
Bei den derzeitigen Verhältnissen hoffe ich nach etwa 5 bis 10 Jahren Berufserfahrung auf etwa 2000€ Brutto im Monat zu kommen.

Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, bloß weil man übernommen wird, halte ich für gefährlich.

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vor 6 Minuten schrieb victorymon:

Also hier in NRW ist das typische Gehalt zwischen 1400€ und 1600€ Brutto im Monat.

Jedenfalls sind das alle Angebote, auf die ich stoße. 40 Stunden die Woche sind auch völlig normal.
Bei den derzeitigen Verhältnissen hoffe ich nach etwa 5 bis 10 Jahren Berufserfahrung auf etwa 2000€ Brutto im Monat zu kommen.

Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, bloß weil man übernommen wird, halte ich für gefährlich.

Jetzt trollst du aber, oder?

1400 - 1600€ Brutto im Monat typisch als Fachinformatiker in NRW?
In 5 - 10 Jahren auf etwa 2000€ Brutto kommen?

Verwechselst du vielleicht Brutto mit Netto?

Entweder das, oder das hast keine Ahnung vom Markt.

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vor 8 Minuten schrieb Panawr:

Jetzt trollst du aber, oder?

Wenn du mal nach ihm suchst wirst du schnell merken, entweder ein super Troll oder wirklich bitter trauriger Ernst was er schreibt... Wir hatten schon so viele Diskussionen mit ihm... Und man kann nur den Kopf schütteln wie ein FISI (selbst als Umschüler) so wenig Ahnung vom eigenen Wert hat und keinerlei Selbstvertrauen in sich selbst, dem können alle sagen das 1400-1600 BRUTTO nicht mal ansatzweise normal sind und ganz sicher kein Durchschnitt und er wird trotzdem der Illusion erliegen das wäre ein gutes Gehalt... Naja wenn er meint...

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vor 59 Minuten schrieb victorymon:

Also hier in NRW ist das typische Gehalt zwischen 1400€ und 1600€ Brutto im Monat.

Jedenfalls sind das alle Angebote, auf die ich stoße. 40 Stunden die Woche sind auch völlig normal.
Bei den derzeitigen Verhältnissen hoffe ich nach etwa 5 bis 10 Jahren Berufserfahrung auf etwa 2000€ Brutto im Monat zu kommen.

Eine Gehaltserhöhung zu verlangen, bloß weil man übernommen wird, halte ich für gefährlich.

Auch wenn ich dir nicht unterstellen will, ein Troll zu sein, muss ich dich doch bitten, so etwas nicht als Fakt darzustellen. Ich arbeite selber in NRW und sehe genug Stellenangebote, dass ich dir sagen kann, dass das einfach nicht stimmt. Wer in NRW als ausgelernter FI (egal ob SI oder AE) unter 2000€ brutto anfängt, verkauft sich unter Wert. Anpeilen würde ich als Berufseinsteiger locker mal 2.2k - 2.5k, bei entsprechenden Fähigkeiten und abhängig von der Branche auch durchaus mehr.

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Ich war selber in NRW als Fisi tätig.

Hab auch ettliche Angebote bekommen die ich direkt abgelehnt habe. Auch von Unternehmen wo ich sowas nicht erwartet hatte. Allerdings nie Angebote unter 24k im Jahr. Ich weiss aber auch von schlechteren Angeboten vorallem bei kleinen Computer Einzelhändlern.

Das Problem in NRW ist tatsächlich das irgendwie trotzdem Leute gefunden werden die das mitmachen.

Das eigene Wertgefühl kann definitiv darunter leiden. Ich hab dann damit angefangen meine Gehaltsvorstellungen auch in mein Anschreiben reinzuschreiben. Seit dem habe ich sowas auch nicht mehr erlebt. Es kommt eben darauf an das mein seinen eigenen Wert einschätzt und diesen auch vertritt. Es hilft auch wenn man etwas Luft hat beim suchen und nicht das erst beste annehmen muss.

Trotzdem sollte man sich gewisse Dinge vor Augen halten. An meiner alten Tankstelle in Dortmund hätte ich einen Stundenlohn von 12,50€ gehabt, macht im Monat 2.000 Brutto.

Wer als FISI für weniger arbeiten geht macht etwas falsch.

Falsche Region, Falsche Vorstellung, Falsche Branche, Falsche Selbsteinschätzung, fehlende Flexibilität.

Richtung Dortmund / Wuppertal / Düsseldorf / Köln ist mehr drinn. Selbst im öffentlichen Dienst ist mehr drin.

Von daher weiss ich das es sowas in NRW gibt, allerdings sind das eher Randerscheinungen die Ihre Leute verheizen.

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Also ich lebe auch in NRW bei Aachen in einem kleinen Kuhdorf, wo links und rechts nur Feld ist.
Selbst hier habe ich 10 Monate nach meiner Ausbildung einen neuen AG gefunden, der mich, obwohl ich fast keinerlei Vorkenntnisse in 
den für den Job relevanten Themen hatte, für knapp 35k Brutto Einstiegsgehalt eingestellt hat.

Keine Frage, dass man in manchen Gegenden mehr und in manchen weniger Verdient, aber wer sich so sehr unter Wert verkauft,
der macht einfach irgendwas falsch. 

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