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Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread

Empfohlene Antworten

vor 22 Stunden, skylake hat gesagt:

Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.

# Der Anfang #
Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

# Der Grind #
Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

# Auswanderung #
Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

# Switch in den Schuldienst #
Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".

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    Hoch interessant wie mein Thema hier aufgenommen wird und noch wesentlich interessanter wie manche Menschen darauf reagieren. Bei einigen Leuten hier muss man sich wirklich fragen ob sie im IT Bereich

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Ich finde doch einfach immer wieder krass, wie viel mehr man als Beamter bei gleichem Brutto hat @skylake :D Habe gerade mal geschaut, was so bei A16 als Beamter für NDS raus kommt. Da geht es ja irgendwie mit St.6 los. Weniger brutto als ich, aber mal eben knapp 1k netto mehr :D Und ich glaube kaum, dass die PKV so viel im Monat frisst :D

Aber gratuliere zur EG Erhöhung, ich glaube den Weg in die B-Besoldung würde ich auch nicht gehen. Zumal sich wohl kaum die Lebensqualität noch steigert bei dem Gehalt, dass den Freizeitverzicht rechtfertigen würde.

Von daher: Congrats! Bist du denn wirklich immer noch der Ansicht, dass ein Master-Abschluss nötig ist? In der Beamtenlaufbahn mit Sicherheit, aber auch wirtschaftlich? Ab welchen Punkt ist man denn dann für dich oben mit dabei? :D

Am 12.1.2026 um 11:57, DoctorB hat gesagt:

Und ich glaube kaum, dass die PKV so viel im Monat frisst :D

Das ist tatsächlich vernachlässigbar. Der Hauptunterschied ist die Pension. Für die Höhe müsstest du realistisch jeden Monat 1000 Euro in Aktien/ETFs stecken und selbst dann wäre noch ein Gap vorhanden. Also realistisch müsste man als angestellter über 150k Brutto verdienen damit er gleich ziehen könnte. Man unterschätzt einfach massiv was im Schuldienst verdient werden kann (das wusste ich zu Beginn meiner Karriere allerdings auch nicht. Meine Lehrer damals haben immer gejammert wie wenig Geld sie hätten und wie viel mehr sie in der Wirtschaft verdienen würden. Aber das ist oft einfach Quatsch).

Klar, mit meiner Laufbahn und allem wären auch die 150k in der Wirtschaft machbar aber zu deutlich schlechteren Rahmenbedingungen als im Staatsdienst.

Am 12.1.2026 um 11:57, DoctorB hat gesagt:

Von daher: Congrats! Bist du denn wirklich immer noch der Ansicht, dass ein Master-Abschluss nötig ist?

in Deutschland? Ja. Wie gesagt kenne ich zwar auch welche ohne Studium, die sehr, sehr gut verdienen aber IT-ler in der Region 150k die mir spontan so in den Kopf kommen haben alle einen Master (von seltenen Sonderfällen mit horrenden Provisionen und co. mal abgesehen. Aber eine Provision für Erfolg würde ich auch nicht in ein Standardgehalt mit einfließen lassen, da es nicht. gesichert ist).

Am 12.1.2026 um 11:57, DoctorB hat gesagt:

Ab welchen Punkt ist man denn dann für dich oben mit dabei? :D

Das ist ganz schwierig zu beantworten und hängt von deiner persönlichen Peergroup ab. Wenn deine Freunde alles Fachinformatiker sind, bist du wahrscheinlich mit 3,5k+ Netto schon sehr gut mit dabei. Wenn diene Peergroup aber bspw. nur aus Studiendirektoren besteht, bist du mit 5k Netto der Geringverdiener...

Deswegen kann ich die Frage nicht wirklich seriös beantworten. In meinem Freundeskreis sitze ich weit oben was aber auch einfach daran liegt, dass meine Frau ebenfalls eine sehr hohe Besoldung inne hat. Zwei Beamte im hD ganz oben verdienen soviel wie knapp 3 Familien. Wenn man dann noch Miet/Schuldenfrei ist, dann spielt Geld im eigenen Leben eine sehr untergeordnete Rolle und man ist eher darauf aus, dass zu tun was einem Spaß macht. Würde mir der Job keinen Spaß machen, hätte ich ihn nicht angenommen. Das schöne an so Gehältern ist der Punkt, dass man (je nach Bundesland und privater Konstellation) auch die Stelle flexibel reduzieren kann. Selbst mit 50% wäre das Gehalt noch über 3k Netto und das gibt einem unheimlich viele Freiheiten, wenn es mal gesundheitlich nicht mehr so gut gehen sollte.

Geld sollte wirklich nicht der primäre Faktor in der Entscheidung sein, eine Stelle anzunehmen. Das ist am Anfang vllt. noch der Fall wenn jeder 100er mehr in der Tasche einen großen Impact hat, aber in der Gehaltsregion in der man später (vllt.) mal unterwegs ist, interessieren einen 100 Euro oder auch 500 Euro einfach nicht mehr. Da geht es um Seelenfrieden, Passion und Sinn.

vor 15 Stunden, skylake hat gesagt:

Das ist ganz schwierig zu beantworten und hängt von deiner persönlichen Peergroup ab. Wenn deine Freunde alles Fachinformatiker sind, bist du wahrscheinlich mit 3,5k+ Netto schon sehr gut mit dabei.

Ich denke auch gerade hier ist die Altersgruppe interessant. Ich persönlich behaupte mal, dass ich in meiner Altersgruppe (25-30), schon sehr gut verdiene. Ich denke schon, dass 150k ohne Masterstudium möglich sind (auch für mehr Leute, als man vielleicht denkt) , aber noch lange nicht mit so einer Freiheit verbunden sind wie im Staatsdienst, wo dann das Masterstudium unabdingbar ist. Obwohl ich auch sagen muss, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass 150k ohne Führungsposition möglich sind. Ob man dann noch "IT"ler sagen möchte, steht auf einem anderen Blatt. :D

Ich persönlich würde es für mich als schwierig erachten, jetzt noch ein Master bzw. erstmal einen Bachelor zu machen, um dann in den Staatsdienst zu gehen, um dann vielleicht irgendwann auch in diese Region A14+ zu kommen. Das ist mir dann auch zu unrealistisch. Und ich kann mir auch so einen Job als Lehrer nicht vorstellen :D

vor 15 Stunden, skylake hat gesagt:

Geld sollte wirklich nicht der primäre Faktor in der Entscheidung sein, eine Stelle anzunehmen. Das ist am Anfang vllt. noch der Fall wenn jeder 100er mehr in der Tasche einen großen Impact hat, aber in der Gehaltsregion in der man später (vllt.) mal unterwegs ist, interessieren einen 100 Euro oder auch 500 Euro einfach nicht mehr. Da geht es um Seelenfrieden, Passion und Sinn.

Gehe ich mittlerweile auch voll und ganz mit. Auch wenn ich immer noch in einem Bereich bin, indem 500 Euro mehr sehr schön sind (was aber auch eher der Eigenheim Planung ergo den Rücklagen dafür zu Gute kommt). Aber bei deinem Netto denke ich auch, dass das egal ist. Vor allem wenn genau solche Positionen nicht (mehr) hat, macht man sich keine Gedanken mehr.

Danke dir für deine ausführliche Antwort!

Am 9.1.2026 um 22:06, skylake hat gesagt:

Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

@skylake Ich finde diesen Part als extremst spannend und merke diesen weichen Sozialfaktor auch immer mehr hinsichtlich der weiteren Karriereentwicklung. Leider tue ich mich da als introvertiert und auch etwas schüchterner Charakter noch etwas schwer. Magst du den Punkt vielleicht noch etwas detaillierter ausführen, was dir dabei geholfen hat. Ist es viel quatschen auf ner privaten Ebene, um die Bindung zu stärken? Oder muss man viel präsent sein auf irgendwelchen Events? Ist es mir ein Mindset-Thema?

Am 14.1.2026 um 07:27, DoctorB hat gesagt:

Ich denke schon, dass 150k ohne Masterstudium möglich sind (auch für mehr Leute, als man vielleicht denkt) , aber noch lange nicht mit so einer Freiheit verbunden sind wie im Staatsdienst, wo dann das Masterstudium unabdingbar ist. Obwohl ich auch sagen muss, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass 150k ohne Führungsposition möglich sind.

Das denke ich mit meiner Berufserfahrung tatsächlich nicht. Ich arbeite als Führungskraft IT in einem Ballungsgebiet im Finanzsektor. Das sind die besten Indikatoren für ein hohes Gehalt.

Kein Dev verdient bei uns 100k oder mehr, auch mit 30+ Jahren BE nicht. Selbst als Führungskraft sind 100k erst nach einiger Zeit machbar.

Das passt auch zu diversen Gehaltsstatistiken. Die Zahlen im gehaltsthread würde ich häufig hinterfragen, die sind teilweise absolut unrealistisch.

vor 10 Stunden, Emdo hat gesagt:

viel quatschen auf ner privaten Ebene, um die Bindung zu stärken?

Das weniger tatsächlich

vor 10 Stunden, Emdo hat gesagt:

Oder muss man viel präsent sein auf irgendwelchen Events?

this!

Paar Dinge habe ich einfach auch lernen müssen und die waren:
1. Auf keinen Fall Gossip Talk in irgendeiner Gruppe sofern man Führungstätigkeiten anstrebt. Das wirkt sehr schnell negativ, unprofessionell und sobald man den Stempel "nicht für Führung geeignet" bekommt, wars das mit der Karriere (zumindest in dem aktuellen Betrieb)

2. Präsenz zeigen, vor allem gegenüber diversen Entscheidern in der Firma. Wer unsichtbar ist wird nicht gesehen. Wer nicht gesehen wird, wird nicht gekannt und wen man nicht kennt, kann man nicht befördern.

3. Ich habe teilweise Leitungsaufgaben übernommen ohne dafür bezahlt zu werden. Damit konnte ich aber unter Beweis stellen, dass ich die den Aufgaben gewachsen bin und als die Gelegenheit kam, dann den eigenen Hut in den Ring geworfen. Es wird für die Vorgesetzten dann irgendwann sogar richtig schwer einen nicht zu befördern wenn man die 3 Punkte berücksichtigt.

4. Professionell auftreten bei Konflikten, egal wie absurd diese sind oder wie sehr man im Recht ist. Ein "mit Idioten umgehen können"-Skill ist für Führungsaufgaben einfach unerlässlich. Keiner möchte einen Chef haben, der Choleriker ist oder sich wegduckt. Daher sollte man vorher schon unter Beweis stellen, dass man Gesprächsführung beherrscht.

5. Kein schlechter Verlierer sein. Wenn jemand anderes befördert wird den Fakt einfach akzeptieren und weiter "grinden". Gute Verlierer strahlen häufiger eine Präsenz aus, die auch wahrgenommen wird. Natürlich gibt es immer die Überflieger oder die mit massivem Vitamin-B, die einfach an einem vorbeiziehen auf der Karriereleiter. Wer dann aber verbittert mit Mitarbeitern in der Runde steht und über die Person läsert (da wären wir wieder bei Punkt 1), verbaut sich schnell alles.

vor 10 Stunden, Emdo hat gesagt:

Ist es mir ein Mindset-Thema?

Mein Mindset war immer auf "grind-mode" ausgerichtet und das führte immer, egal wo früher oder später zum Erfolg.

vor 1 Stunde, sylenz hat gesagt:

Die Zahlen im gehaltsthread würde ich häufig hinterfragen, die sind teilweise absolut unrealistisch.

Sehe ich ähnlich wobei man differenzieren muss. Ja, Stellen mit 100k oder noch mehr sind deutlich seltener als so mancher hier im Forum das versucht glaubhaft zu machen aber ...

... es gibt sie. In meiner Region gibt es eine Firma, die einfach nur noch groteske Gehälter rausballert und dort sind die 100k tatsächlich relativ schnell machbar, auch mit "nur" einem Bachelor und paar Jahren BE und ein wenig Führungstätigkeit (also Teamleiter mit BE). Aber das ist definitiv nicht die Norm.

Ich hatte in einem anderen Thread mal geschrieben was die Azubis in meiner Region so nach der Ausbildung bekommen und es ist wirklich wenig. Zwischen 2,5 - 3,5k (brutto, nicht netto) pendelt das fast immer und die Steigerungen sind auch nicht die Welt. 3,5k => 42k/Jahr. Nach einigen Jahren krebsen dann viele irgendwo in der Region 50 - 70k herum.

Ich finde relativ realistisch ist hier im Forum die TvÖD - Eingruppierungsumfrage. Der größte Teil befindet sich dort auch zwischen E5 und E11 mit sehr wenigen Ausreißern nach oben aber auch hier ... die gibt es. Meine Stufe bspw. ist dort nicht mal mehr erfasst oder abbildbar, da es mehr ist als E15. Bekommt man das aber als Fachinformatiker? Eher nein.

100k+ Stellen sind selten. 150k+ Stellen sind Einhornstellen. In meinem Bereich bspw. sind von 130 Lehrern nur 7 A15 und ein einziger A16. Diese Verteilung kann man relativ gut auf die Gehälter in der freien Marktwirtschaft übertragen.

Ich sag Mal so: 100k+ geht natürlich, bspw. wenn man Richtung Sales unterwegs ist und erfolgsorientiert bezahlt wird. Oder wenn man in der Beratung ist (lange Arbeitszeiten) oder wirklich Spezialwissen hat das gerade am Markt extrem nachgefragt wird.

Aber als klassischer Entwickler: quasi keine Chance. Und da ist die Ausbildung komplett irrelevant mit BE > 3 Jahre - egal ob Ausbildung, Bachelor, Master oder Promotion. Das sind maximal Türöffner am Anfang der Karriere.

Keine Chance ist jetzt auch nicht richtig, in jeder IGM Bude gibt es 100k, IGChemie sollte auch so sein, dann Google, Apple, MS usw zahlen nochmal deutlich mehr, klar das sind jetzt nicht 60% aller stellen aber auch nicht nichts. Bei einigen Ing Dienstleistern gibt es das uA auch. BWI als DL der Bundeswehr kann man auch an 100k kommen.

100k sind in 2026 auch jetzt nicht mehr so viel wert wie vor Corona, jetzt bald auch schon fast 10J her (naja 7).

Klar nicht jede bumbsbude zahlt dem Frontend Entwickler 100k, aber doch mehr als man denkt. Auf jeden Fall nicht dass man sagt das gibt es nicht

vor 17 Minuten, Graustein hat gesagt:

Keine Chance ist jetzt auch nicht richtig, in jeder IGM Bude gibt es 100k, IGChemie sollte auch so sein, dann Google, Apple, MS usw zahlen nochmal deutlich mehr, klar das sind jetzt nicht 60% aller stellen aber auch nicht nichts. Bei einigen Ing Dienstleistern gibt es das uA auch. BWI als DL der Bundeswehr kann man auch an 100k kommen.

100k sind in 2026 auch jetzt nicht mehr so viel wert wie vor Corona, jetzt bald auch schon fast 10J her (naja 7).

Klar nicht jede bumbsbude zahlt dem Frontend Entwickler 100k, aber doch mehr als man denkt. Auf jeden Fall nicht dass man sagt das gibt es nicht

Da stehe ich dir voll bei, ABER wie abwegig ist es denn, dass du bei einem Big Player ohne großartige Weiterbildung (Bachelor, Master) 100k im Jahr verdienst?
Bin jetzt Mitte-Ende 20 und bei knapp 60k Brutto, weit weg von irgendwelchen Ballungsgebieten. Ich beschwere mich gar nicht bezgl. meines Gehalts, hab nur meine Ausbildung und paar (wertlose) Certs.
Denke da brauchst du einen guten Vertrag (IGM, IGC) & gute Vorkenntnisse um da wirklich auf die 100k zu kommen.

Ich sehe das ähnlich wie Graustein... 100k sind machbar aber werden einem eben auch nicht hinterher geschmissen... erst recht nicht in irgendwelchen Systembutzen...

Mit etwas Glück und/oder Geschick ist das aber machbar...

Bei uns bekommt ein Senior nach 30 Jahren (!) Betriebszugehörigkeit 90k (mit ein bisschen Verhandlungsgeschick auch früher :D ) Macht der jetzt noch einmal im Monat Rufbereitschaft hat der seine 100k... ich werd noch sechs Jahre und zwei bis drei Tarifrunden (kein IGM oder BCE) dafür brauchen... und bin nur ein kleiner SI mit nem MSITP... B)

Ich denke mal die ursprünglichen 100k Jobs sind jetzt die 150k Jobs...

vor 4 Stunden, Clxrk hat gesagt:

dass du bei einem Big Player ohne großartige Weiterbildung (Bachelor, Master) 100k im Jahr verdienst?

Oben steht ja die Ausbildung wäre egal, als Entwickler gibt es keine 100k, selbst nicht mit Master.

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