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Übernahmeangebot nach Ausbildung


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Hallo zusammen,

ich habe gestern ein Übernahmeangebot bekommen von meiner Firma. Verhandlungen fanden nicht wirklich statt, es wurde einfach genannt, wie die Rahmenbedingungen seien und ob ich damit einverstanden wäre wurde danach nicht mehr gefragt. Unterschrieben habe ich noch nichts, aber gesagt, ich würde bleiben wollen. Allerdings bin ich doch vom Gefühl eher unzufrieden mit dem Angebot, kann das aber aufgrund fehlender Erfahrung nicht gut einschätzen, daher wollte ich euch mal nach eurer Meinung fragen.

 

Alter: 25
Wohnort: Lübeck
letzter Ausbildungsabschluss: Voraussichtlich FIAE Ende Januar
Berufserfahrung: Keine bisher
Arbeitsort: Lübeck
Grösse der Firma: ca 40 Mitarbeiter
Tarif: n/a
Branche der Firma: Softwareentwickler
Arbeitsstunden pro Woche: 40
Gesamtjahresbrutto: 27.000
Anzahl der Monatsgehälter: 12
Anzahl der Urlaubstage: 27
Sonder- / Sozialleistungen: Firmensport, Jobrad
Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Softwareentwicklung des Hauptproduktes

 

Was denkt ihr darüber?

Ein wenig Hintergrund dazu ist, dass ich während der Ausbildung ziemlich viele Fehlzeiten hatte und es deswegen auch ein ziemliches Hin und Her war mit der Übernahme. Allerdings habe ich in der Berufsschule dennoch gute Leistungen erbringen können (Im letzten Zeugnis ein Schnitt von 1,2). Jetzt kann es natürlich sein, dass dieses Risiko, dass das Krankheitsproblem wieder auftritt, in das Angebot mit reinspielt. Es wurde auch (ohne ins Detail zu gehen) angedeutet, dass man nach der Probezeit (6 Monate) nochmal nachverhandeln könnte.

Schonmal Danke im Voraus.

 

Liebe Grüße

 

Balruch

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Hallo @Balruch,

wenn ich dein Gehalt runter breche komme ich auf round about 13€ die Stunde. Das erscheint zunächst nicht sonderlich viel, wo ich sagen würde, bei anderen Firmen könnte man bestimmt besser einsteigen.

Die Frage ist auch was deine Tätigkeiten umfassen. "Softwareentwicklung des Hauptproduktes" kann so ziemlich alles sein, von leichtem Bugfixing nach Anleitung bis hin zu Weiterentwicklung neuer Module, inkl. Projektleitung, Konzeptentwicklung und anschließender Anbindung und Integration beim Kunden inkl. entsprechender Verantwortung gehen.

Dementsprechend kann man das Gehalt so schlecht einschätzen.

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Sehe ich auch so, aber wir wissen auch noch nicht was "ziemlich viele Fehlzeiten" bedeutet. Wenn der Azubi 25% der Ausbildung gefehlt hat und in seiner Anwesenheitszeit nur Korrekturen, die aus dem First Level kamen, nach Anleitung des Ausbilders gelöst hat, würde ich auch nicht mehr anbieten - aber dann würde ich auch vermuten, dass, wenn der TE sich in der Probezeit gut entwickelt und weniger fehlt, der Betrieb auch schnell eine gute Steigerung zulässt.

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vor 52 Minuten schrieb Balruch:

Gesamtjahresbrutto: 27.000

Für die Probezeit OK, danach hoch auf minimum 30 oder 31k.

vor 52 Minuten schrieb Balruch:

Anzahl der Urlaubstage: 27

Wenn du dich woanders bewirbst bekommst du größtenteils 30 Urlaubstage, warum ziehen die da nicht mit ?

 

vor 52 Minuten schrieb Balruch:

viele Fehlzeiten hatte

Waren die Krankheitsbedingt ? Wenn ja, sollte das keine Auswirkungen auf das Gehalt haben. Entweder der Betrieb übernimmt dich für eine anständige Konditionen oder sie lassen es ein Mittelding ist für beide Parteien früher oder später schlecht.

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Moin,

die 27k würde ich erst einmal mitnehmen, dass schon die Nachverhandlung angedeutet wurde zeigt ja auch, dass die Firma weiß, dass das nicht zu den Top-Einstiegsgehältern zählt.

vor 36 Minuten schrieb Bitschnipser:

Was heißt "ziemlich viele Fehlzeiten"?

Das wäre auch meine Frage.

Falls es wirklich so viele waren, dass du für die Übernahme an sich zum Wackelkandidaten wurdest, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt wahrscheinlich nicht viel verhandeln.

 

Du kannst, und solltest, dich natürlich auch einfach noch bei anderen Firmen bewerben um zu sehen ob die deinen Wert etwas anders einschätzen.

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vor einer Stunde schrieb Balruch:

 Es wurde auch (ohne ins Detail zu gehen) angedeutet, dass man nach der Probezeit (6 Monate) nochmal nachverhandeln könnte.

Dann sag du willst im Vertrag stehen haben, dass nach der Probezeit Gehalt um xy erhöht wird. Versprechen oder Andeutungen sind Schall und Rauch. Wenn sie dann in der Probezeit merken, dass du das Geld nicht wert bist, dann wird man dich gehen lassen. Dafür ist die Probezeit da.

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Danke schonmal für die vielen Antworten.

 

Mit "vielen Fehlzeiten", die, da einer fragt, krankheitsbedingt waren, meinte ich ungefähr 30-40 Tage pro Jahr. Genaue Zahlen weiß ich jetzt nicht, da ich aktuell in der Berufsschule bin. Dass das absolut kein Zustand ist weiß ich natürlich und ich habe vieles versucht, vor allem die kleinen Wehwehchen loszuwerden und sehe mich da auch auf einem guten Weg. Aber dass das natürlich beim Arbeitgeber, der das alles mitbekommen hat, schlecht wirkt für die Zukunft, ist klar. Die Frage ist, wie viel "Malus" muss respektive sollte ich da erwarten und akzeptieren.

 

Zur Arbeit selbst: Während der Ausbildung habe ich noch nicht viel auf Kundenbasis gearbeitet sondern hauptsächlich interne Projekte, die aber jeweils sehr umfangreich und aus verschiedenen Gründen auch wirtschaftlich wichtig waren. Ab der Festanstellung werde ich wie die anderen "normalen" Entwickler quasi alles übernehmen, was zum Hauptprodukt gehört. Dazu gehört das Bugfixing, kleinere Scriptingaufgaben auf Auftrag aber auch größere Kundenprojekte über mehrere Wochen und Monate. So richtig getrennt ist das nicht. Außer, deswegen spreche ich auch vom Hauptprodukt, der neuen Produktbasis, die für die Zukunft mit neuen Technologien etc. entwickelt wird. Dafür bin ich aber afaik nicht eingeplant.

Andere Angebote hab ich bisher noch nicht. Ich hatte vor einiger Zeit ein Zwischenzeugnis von meiner aktuellen Firma angefordert und das trotz Nachfragen ausgerechnet erst am Ende des Übernahmegesprächs erhalten. Aber ich habe mich viel zu sehr auf den Zeugnis ausgeruht und mich daher nicht beworben bisher, das ist definitiv mein Fehler. Ich werde dann jetzt noch versuchen, ob kurz- oder mittelfristig noch etwas drinne ist, auch um meinen Marktwert im Vergleich zu dem Angebot jetzt auszuloten.

 

Edit:

Das Problem dabei, wo anders anzufangen, sehe ich bei der Programmiersprache. Ich kan durch die Firma eigentlich nur Delphi so wirklich, da sehe ich kaum die Möglichkeit, hier im Raum Lübeck eine Stelle zu finden. Und ich fühle mich sehr unsicher dabei, bei einer Firma mit einer anderen Sprache anzufangen, auch wenn es ja heißt, dass Adaptieren sei nicht so schwer, wenn man erstmal eine Sprache kann.

Bearbeitet von Balruch
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Mit den gegebenen Faktoren würde ich unterschreiben das >30k p.a. drin sein sollten. Aber deine Verhandlungsposition ist nicht sonderlich stark. Du kannst natürlich, wie hier auch schon genannt wurde, raushandeln das nach der Probezeit automatisch auf z.B. 33k p.a. angehoben wird - sollte dann logischerweise auch im Vertrag stehen.

vor 49 Minuten schrieb Balruch:

Das Problem dabei, wo anders anzufangen, sehe ich bei der Programmiersprache. Ich kan durch die Firma eigentlich nur Delphi so wirklich, da sehe ich kaum die Möglichkeit, hier im Raum Lübeck eine Stelle zu finden

Option A ) Bei Delphi bleiben und damit leben das du wenig Auswahl hast und wohl zunächst den Vorschlag der Firma annehmen.

Option B ) Du traust dich ins kalte Wasser zu springen und etwas neues zu lernen, wobei du gleichzeitig auch gute Chancen haben könntest ein höheres Gehalt zu erzielen.

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vor 38 Minuten schrieb treffnix:

da sehe ich kaum die Möglichkeit, hier im Raum Lübeck eine Stelle zu finden

Wenn Du in Lübeck bleiben willst/musst ist das Gehalt leider nicht unüblich. Wenn Du mobiler bist und es Richtung Hamburg hinbekommst sind 30+ drin ;) Lübeck ist Provinz ... aber eben auch günstig zu leben. 60 KM weiter ist grosse böse Stadt mit mehr Kohle, aber da kostet auch alles mehr. Auch darfst Du nicht vergessen, dass das Tingeln nicht jedermanns Sache ist ... ich sprech aus Erfahrung

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Ich komme auch aus dem Raum Lübeck und finde das Angebot unterirdisch schlecht. Es ist korrekt, dass hier im Norden niedrigere Gehälter bezahlt werden, aber unter 36k sollte auch hier kein FISI oder FIAE mehr anfangen. Daher... erst mal annehmen und dann weiter bewerben und ggf. privat schon mit dem Erlernen neuer Sprachen starten.

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vor 15 Minuten schrieb OkiDoki:

... unter 36k sollte auch hier kein FISI oder FIAE mehr anfangen.

Wenn 36k in Lübeck für Ausgelernte unterirdisch schlecht ist, was soll ich dann bitte in 1 1/2 Jahren 50km südlich von München erwarten? 45k?? Mich dünkt Ihr übertreibt etwas My Lord.

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@Bitschnipser 27k findet @OkiDoki unterirdisch und 36k sieht er als untere Grenze für das Einstiegsgehalt im Raum Lübeck.

Zu deiner Erwartungsmöglichkeit: 50km weiter nördlich würde ich sagen: ab 40k aufwärts. Aber außerhalb kann das Gehalt schnell fallen... (nicht wie die Mieten)

Bearbeitet von allesweg
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vor 3 Stunden schrieb Balruch:

Andere Angebote hab ich bisher noch nicht. [...] mich daher nicht beworben bisher

Variante 1: du verzichtest auf die Übernahme und kämpst ab SOFORT mit der Bundesagentur für Arbeit aufgrund drohender Erwerbslosigkeit, in welche du im Moment des Bestehns übergehst... Arbeitssuchendmeldung spätestens einen Monat vor Beendigung nicht vergessen!

Variante 2: du nimmst das Übernahmeangebot an und bewirbst dich aus einer Festanstellung heraus.

Variante 3: du schreibst JETZT neben Weihnachtsstress & Prüfungsvorbereitung Bewerbungen, in der Hoffnung, dass ein besseres Angebot so kurzfristig durch den HR-Prozess bei einem Unternehmen flutscht. Wenn das klappt: Lotto spielen, vielleicht hält die unglaubliche Glückssträhne an.

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das ist schon richtig, und ich freue mich auch, dass mittlerweile Berufsanfänger mit Ausbildung 36K bekommen können.

Ich habe vor knapp 10 Jahren mit 24K angefangen, das war zwar damals schon nicht gut, aber mehr als 30K hatte aus meiner Berufsschulklasse auch niemand bekommen.

Aber auch heutzutage, wenn ich mir meine jetzige und vorigen Firmen anschaue, sind 36K ein sehr gutes Einstiegsgehalt für Fachinformatiker und auch die meisten anderen Berufe, Ausnahmen nach oben wie unten gibt es immer.

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Könnte natürlich ein Grund sein, warum das Einstiegsgehalt so ein Lowball ist. Nicht groß investieren, falls sich das mit der Gesundheitssituation nicht bessert, weg damit, wenn doch, Gehalt erhöhen und auf normales Level bringen.

Uns ist jetzt natürlic hnicht bekannt, ob das was chronisches ist, oder er, bei jeder kleinen Unanehmlichkeit (leichter Husten, Nase zu, Achselhöhle juckt) zuhause bleibt.

vor 19 Stunden schrieb Balruch:

Mit "vielen Fehlzeiten", die, da einer fragt, krankheitsbedingt waren, meinte ich ungefähr 30-40 Tage pro Jahr. [...]Dass das absolut kein Zustand ist weiß ich natürlich und ich habe vieles versucht, vor allem die kleinen Wehwehchen loszuwerden und sehe mich da auch auf einem guten Weg.

 

Bearbeitet von Bitschnipser
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40 Tage von 220 Arbeitstagen sind fast 20%. Wenn wir das in Relation zu deinem Gehalt setzen, wären wir bei 20% mehr auf 32.000 EUR. Aus diesem Blickwinkel ist das Gehalt für die Region absolut im Rahmen, wie ich finde. 

PS: muss mich @GreenLemon aber anschließen. Wir hätten jemanden, der quasi nur eine 80% Stelle besetzt auch nicht übernommen. Da hast Du jemanden gerade drei Wochen lang eingearbeitet und dann fehlt er eine Woche. Kann man quasi wieder von vorne anfangen, wenn er wieder da ist. 

Bearbeitet von Kwaiken
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