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Wäre ein Wechsel ratsam?


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Hallo alle zusammen,

ich benötige mal eine kleine Gedankenstütze in meiner derzeitigen Situation. Ich bin 22 Jahre alt, habe im 1. Corona-Azubi-Jahr, demnach Sommer 2020, meine Ausbildung zum FISI bestanden und bin nun für 250 MA stellv. Hauptadmin, derzeit alleiniger Hauptadmin. Hauptaufgabe: Mädchen für alles, wie ihr es gerne beschreibt. Kommt dem aber schon sehr nah. Mir geht es seit langem nicht mehr gut, weshalb ich zu einigen Ärzten ging -> mittelgradige Depression lautet die Diagnose. Das kam mit unter von mehreren Sachen:

  • mangelnde Wertschätzung,
  • das Gefühl alleine gelassen zu werden,
  • kein großer Teamzusammenhalt,
  • Gefühl nicht ernst genommen zu werden,
  • hohe Arbeitsbelastung,
  • durch die Arbeitsbelastung erschuf ich mir ein zwanghaft erhöhtes Pflichtbewusstsein (hoher Stress bei Störungen/Anfragen).

Privat habe ich mein Leben soweit selbst auf die Reihe bekommen, weshalb ich seit Dezember mit meiner alleinigen Wohnung einen Rückzugsort gebildet habe.

Abteilung besteht aus:

  • Chef: Kümmert sich nur um Projekte, sehe ich nicht wirklich,
  • Programmierer: Geht Ende Januar, sehe ich nicht mehr,
  • EDV-MA: Hängt dauernd am Zipfel vom Chef und pflegt zu mir/uns die nötigste Kommunikation, ist nur vorort, wenn Chef vorort ist,
  • ehem. Ausbilder/IT-MA: Genau so fertig wie ich, öfter Homeoffice, höhere Abwesendheitsrate als ich,
  • meine Wenigkeit: ausgelernt Sommer 2020 (FISI).

An sich bin ich einfach interessiert ins Projektmanagement einzusteigen und mein technisches Knowhow damit zu verknüpfen. Das kommt bei der jetzigen Stelle definitiv zu kurz. Wir haben hier lokal wenige bis gar keine Stellen, die eine Projektmanagementstelle ausschreiben, die die technische Fassette als Voraussetzung definieren. Nachdem mir die Psychotherapeutin erklärt hatte, dass meine Chancen relativ niedrig sind alleine ohne eine Reha (wie KUR) wieder mental den geraden Weg zu finden, spiele ich mit dem Gedanken, die besagte Reha zu absolvieren und dabei 4-6 Wochen aus dem Tagesgeschäft raus zu sein. Natürlich sind da mit Wartezeiten zu rechnen usw. In Kurzform würde ich mich mental wieder auffrischen, versuchen drastisch herunterzufahren und mit dieser Genesung einen neuen AG aufsuchen. Auf der anderen Seite habe ich die Vermutung, dass eine neue Stelle auch sehr positive Aspekte haben kann und mir mehr positive Impulse setzen kann als Negative.

Ich habe als frisch Ausgelernter im vergangenen Jahr das Gespräch mit meinem Chef zwecks einer weiteren Arbeitskraft für die IT gesucht und auch geführt. Er war semi begeistert und ich habe nicht wirklich das Gefühl, dass sich da personentechnisch etwas tun wird. An sich halten mich dort die gut gelaunten Mitarbeiter bei denen man sich freut, den Hörer abzunehmen, wenn man den Namen liest (Keine Ironie).

Ich habe über einen Recruiter schon sehr attraktive Stellen bekommen, nur leider waren die gehaltlichen Aspekte oder die Entfernung zur Arbeitsstelle mehr das Problem.

Ich hoffe ihr könnt mir da eine kleine Hilfestellung geben zu dem Thema

 

Bearbeitet von varafisi
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vor 5 Minuten schrieb varafisi:

Mir geht es seit langem nicht mehr gut, weshalb ich zu einigen Ärzten ging -> mittelgradige Depression lautet die Diagnose.

Weg! Schnell und weit!

Entweder (längerfristige) Auszeit über gelben Schein - wenn nötig auch ins Krankengeld solange finanziell machbar und/oder Kündigen ohne neuen Job. Wenn mit ärztlichem Attest bestätigt wird, dass dich der Job krank macht und eine Kündigung ärztlich angeraten wird gibts auch keine Sperre.

Deine Gesundheit ist wichtiger als jeder Job der Welt und es ist leichter sie zu erhalten als sie wiederzubekommen wenn mal angeknackst.

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Ist alles gesagt worden. Dein Bauchgefühl gibt dir recht. Wechsel und schau nicht zurück. Es liegt bestimmt nicht an dir, es gibt leider immer solche Firmen und Menschen.

Wenn du in eine bessere Umgebung kommst dann merkst du ganz schnell, dass es nicht an dir liegt und deine Depression wird sich auch besser. Ich drücke dir fest die Daumen und denk immer dran, du bist nicht alleine mit diesen Problemen und auch nicht alleine dafür verantwortlich.

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vor 2 Stunden schrieb Maniska:

Entweder (längerfristige) Auszeit über gelben Schein - wenn nötig auch ins Krankengeld solange finanziell machbar und/oder Kündigen ohne neuen Job.

Die längere Auszeit wäre eine Alternative... ich mache mir dabei einfach zu viele Gedanken um meinen "Ruf" bei der GF und beim Chef. Ich stehe schlichtweg positiv da... scheinbar nur doch nicht als Arbeitstier... Naja dann kamen die Überstunden wohl mit dem Storch...

vor 2 Stunden schrieb Maniska:

Wenn mit ärztlichem Attest bestätigt wird, dass dich der Job krank macht und eine Kündigung ärztlich angeraten wird gibts auch keine Sperre.

Kannst du "keine Sperre" nochmal erklären? Damit kann ich gerade nicht all zu viel anfangen ...

vor 46 Minuten schrieb allesweg:

Warum bist du überhaupt geblieben und hast dich nicht direkt nach Ausbildungsende weg beworben?

Weil es zu meiner Projektzeit des Abschlussprojektes erst angespannt wurde, ich mich aus allem aber rausgehalten habe, weil vieles von mir unbewusst abgewendet wurde. Dort waren wir echt noch taffer in der Birne. Mittlerweile haben wir echte Schwierigkeiten was die Psyche angeht. Das ist wirklich sehr ungewohnt und erschreckend das Gefühl. Mit meinem Chef habe ich darüber noch nicht so offen gesprochen. Das werde ich am Dienstag auf jeden Fall noch tun.

vor 5 Minuten schrieb seeder666:

Ist alles gesagt worden. Dein Bauchgefühl gibt dir recht. Wechsel und schau nicht zurück. Es liegt bestimmt nicht an dir, es gibt leider immer solche Firmen und Menschen.

Die Angst ist zugegebenermaßen auch vorhanden, dass ich nicht d'accord mit den Aufgaben oder dem Betrieb werde. Also ich mich mit den Aufgaben nicht wohl fühle usw. Ich habe da leider zu wenig Berufserfahrung, um so was zu beurteilen oder abzuwägen.

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vor 1 Minute schrieb varafisi:

Kannst du "keine Sperre" nochmal erklären? Damit kann ich gerade nicht all zu viel anfangen

Wenn du kündigst, erhälst du kein Arbeitslosengeld, außer du hast aus gesundheitlichen Gründen nach -dokumentiertem - ärztlichem Rat gekündigt.

vor 3 Minuten schrieb varafisi:

Weil es zu meiner Projektzeit des Abschlussprojektes erst angespannt wurde, ich mich aus allem aber rausgehalten habe, weil vieles von mir unbewusst abgewendet wurde.

Mit dem Kopf so tief im Projekt, dass du das Umfeld ausgeblendet hast? Kann passieren...

vor 4 Minuten schrieb varafisi:

... wir ... wir ...

Nö. Wir ist jetzt alle. Jetzt gibt's nur noch "ich"! Kümmre dich um dich & deine mentale Gesundheit. Du kannst dich nicht auch noch um deinen Ex-Ausbilder kümmern.

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Ich verstehe ja die "Besorgnis" der anderen User hier, aber...22 Jahre und redet hier von Depressionen, weil er nach der Ausbildung etwas Stress hat?

Wie stellst du dir das in Zukunft vor? Bei jeder Kleinigkeit zusammenbrechen, die dich überfordert?

Ich würde einfach mal behaupten, dass du für dich einen Weg finden musst, mit Stress & Belastung richtig umzugehen.

Du bist quasi frisch ausgelernt, natürlich bekommt du da nicht die besten finanziellen Angebote und Optionen. Diese Recruiter interessiert die Berufserfahrung.

Wenn die Stelle keinen Spaß macht und du untergehst, ist das natürlich etwas anderes, aber ich würde versuchen die Situation realistisch zu betrachten und nicht gleich von Depressionen sprechen oder ähnliches, das wird leider heutzutage viel zu schnell als bequeme "Lösung" gewählt.

Bearbeitet von userbig
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vor 14 Minuten schrieb varafisi:

Die längere Auszeit wäre eine Alternative... ich mache mir dabei einfach zu viele Gedanken um meinen "Ruf" bei der GF und beim Chef. Ich stehe schlichtweg positiv da... scheinbar nur doch nicht als Arbeitstier... Naja dann kamen die Überstunden wohl mit dem Storch...

Hoppla, wo kommt denn der BurnOut her? Hat keiner gesehen, "wie konnte das passieren"? *surprised pikachu face* Schlimm schlimm so was... Hätte ich ja nieeeee gedacht...

Zitat

Kannst du "keine Sperre" nochmal erklären? Damit kann ich gerade nicht all zu viel anfangen ...

Wenn man eine Festanstellung selbstverschuldet verliert, in deinem Fall dann ggf. kündigt, wird an im Normalfall (bis zu) 12 Wochen für den Bezug von ALG1 gesperrt.

"Auf ärztliches Anraten" ist aber nicht selbstverschuldet und darf daher auch nicht finanziell sanktioniert werden.

vor 6 Minuten schrieb userbig:

Ich verstehe ja die "Besorgnis" der anderen User hier, aber...22 Jahre und redet hier von Depressionen, weil er nach der Ausbildung etwas Stress hat?

Ähm nein, wir reden hier von Depression weil diese als ärtzliche Diagnose im Eingangspost steht.

Zitat

aber ich würde versuchen die Situation realistisch zu betrachten und nicht gleich von Depressionen sprechen oder ähnliches, das wird leider heutzutage viel zu schnell als bequeme "Lösung" gewählt.

Ist jetzt aber schon starker Tobak... Depression ist eine anerkannte Krankheit und keine Lösung (für was auch immer).

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vor 9 Minuten schrieb allesweg:

Wenn du kündigst, erhälst du kein Arbeitslosengeld, außer du hast aus gesundheitlichen Gründen nach -dokumentiertem - ärztlichem Rat gekündigt.

Ah vielen Dank.

 

vor 10 Minuten schrieb allesweg:

Mit dem Kopf so tief im Projekt, dass du das Umfeld ausgeblendet hast? Kann passieren...

Tatsächlich liefen viele Dinge, die für die Zukunft anstanden im Hintergrund per Mailverkehr ab, die ich nicht sehen konnte. Zudem hat mein Ausbilder vermehrt im Homeoffice gearbeitet, weshalb ich nur die Anrufflut gesehen habe.

vor 8 Minuten schrieb userbig:

Ich verstehe ja die "Besorgnis" der anderen User hier, aber...22 Jahre und redet hier von Depressionen, weil er nach der Ausbildung etwas Stress hat?

  1. Kennst du weder mich persönlich, noch mein berufliches oder privates Umfeld.
  2. ist das kein Dummgeschwätz. Ich hab mich schon monatelang gesträubt eine Institution aufzusuchen weil es nicht normal ist. Eigene Schuld kommt vielleicht jetzt: Weiß' ich selber. Ich beheb's ja.
  3. Zusammenbrechen? Welchen Fred hast du gelesen?
vor 10 Minuten schrieb userbig:

Du bist quasi frisch ausgelernt, natürlich bekommt du da nicht die besten finanziellen Angebote und Optionen. Diese Recruiter interessiert die Berufserfahrung.

Das ist richtig. Momentan geht es mir eher darum für das selbe Gehalt wo anders hinzugehen, anstatt mehr zu verlangen. Ich kann das denke ich gut einschätzen, was das Monitäre anbelangt.

vor 11 Minuten schrieb userbig:

Situation realistisch zu betrachten und nicht gleich von Depressionen sprechen oder ähnliches, das wird leider heutzutage viel zu schnell als bequeme "Lösung" gewählt.

Das ist richtig. Ins erste Stadium der Depression zu rutschen geht fix. Ist auch eines der größten Krankheiten. Zu meiner mittelgradigen mit gefährdeter Erwerbsunfähigkeit zählt ne ganze Palette mehr dazu, die ich auf einem halben DIN A4 blatt Zuhause abgeheftet habe. Also bitte schubs mich da nicht in die Rubik mit den Leuten, die die beschissene Krankheit mal als Tageskrankheit haben.

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@varafisi Ich kann dir nur sagen, während ich mich in einer ähnlichen Eingangssituation finde, es ist ganz normal Angst zu haben. Du darfst dich davon aber auf keinen Fall einschränken lassen. Angst ist auch nicht unbedingt was schlechtes, nutze es um vorsichtig zu agieren und zu plannen aber lass dich nicht davon paralysieren! Am Ende schadest du dir selbst am meisten wenn du so einen Wechsel nicht als Chance siehst.

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vor 2 Stunden schrieb Maniska:

Weg! Schnell und weit!

So sehr ich das als Reaktion auf die Depressionsdiagnose verstehen kann, muss ich auch sagen: Depression wird heute so gerne diagnostiziert wie Antibiotika verschrieben werden. Bei so etwas sollte erst 'ne zweite Meinung eingeholt werden (bin mir nicht sicher, ob das mit "Ich ging zu einigen Ärzten" ausgedrückt werden soll?), bevor daraus irgendwelche Entscheidungen gefolgert werden. Also.. ernsthaft. Ein HNO-Arzt hat meinem Hausarzt vor 3-4 Jahren auch schon Antidepressiva für mich anempfehlen wollen, da er eine Depression als Ursache für einige Symptome gesehen hat. Komisch, wenn ich bedenke, dass ich nur 1x da war..

Ich lache heute noch darüber.

Da muss auch der Zumarztgeher mittlerweile echt vorsichtig sein.

vor 3 Stunden schrieb varafisi:

Ich habe über einen Recruiter schon sehr attraktive Stellen bekommen, nur leider waren die gehaltlichen Aspekte oder die Entfernung zur Arbeitsstelle mehr das Problem.

Schwierig. Also, jetzt mal die Diagnose des Arztes im HInterkopf behaltend.. hattest du Kontakt zu den Recruitern? Falls ja, hast du über deine momentane Situation gesprochen oder daraus ein Geheimnis gemacht? Ohnehin: Ist eine neue Stelle die Lösung? Was, wenn du eine neue Stelle antrittst und dann zur Reha sollst, erstmal mehrere Wochen fehlst? Da wird sich ein neuer AG womöglich auch bedanken. Nichts zu ändern geht natürlich auch nicht, aber...

vor 3 Stunden schrieb Maniska:

Wenn mit ärztlichem Attest bestätigt wird, dass dich der Job krank macht und eine Kündigung ärztlich angeraten wird gibts auch keine Sperre.

Möglicherweise. Das ist immer eine Einzelfallentscheidung, dazu wird sicher hinterfragt werden, wieso er das ggf. noch mehrere Wochen oder Monate nach der Diagnose mitgemacht hat. Hier würde ich ggf. eine Rechtsberatung in Anspruch nehmen, um einmal evaluieren zu lassen, wie hoch tatsächlich die Wahrscheinlichkeit sein könnte, dass du trotz entsprechender Diagnose gesperrt wirst und dich die 3 Monate selbst finanzieren müsstest.

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vor 2 Minuten schrieb Visar:

So sehr ich das als Reaktion auf die Depressionsdiagnose verstehen kann, muss ich auch sagen: Depression wird heute so gerne diagnostiziert wie Antibiotika verschrieben werden. Bei so etwas sollte erst 'ne zweite Meinung eingeholt werden (bin mir nicht sicher, ob das mit "Ich ging zu einigen Ärzten" ausgedrückt werden soll?), bevor daraus irgendwelche Entscheidungen gefolgert werden. Also.. ernsthaft. Ein HNO-Arzt hat meinem Hausarzt vor 3-4 Jahren auch schon Antidepressiva für mich anempfehlen wollen, da er eine Depression als Ursache für einige Symptome gesehen hat. Komisch, wenn ich bedenke, dass ich nur 1x da war..

Ich lache heute noch darüber.

Da muss auch der Zumarztgeher mittlerweile echt vorsichtig sein.

Dann tut ihr das. Ich weiß echt nicht, mit welchen Ärzten oder Leuten ihr zu tun habt, die solche Dinge dramatisieren und da mit viel Interpretation und Lügerei an die Sache gehen. Ich für meinen Teil wollte genau wissen, was da Sache ist. Deswegen bin ich objektiv an die Sache gegangen und habe gezielt die Fragen beantwortet, die mir gestellt worden sind. Basta. Das Ganze hat sich seit 3 1/2 Jahren angebahnt mit wochenlangen 70 Stundenwochen, wegen Beruf + Nebenberuf, + Samstags, Sonntag ein Hobby ausüben, wo man nicht oft nein sagen durfte/konnte ohne Konsequenzen, Freundin und dann wollen noch die Eltern einen Platz haben. Wenn jeder sein Ärger kundtut, versuchst du alles als gutmütiger Mensch, um dem gerecht zu werden. Das Ergebnis habe ich jetzt. Das werde ich nie wieder tun auf so eine lange Zeit. Bei mir scheinen es echt noch Ärzte zu geben, wo du Halb-Invalide sein musst und dir einen Gelben zu holen. Find ich aber in Ordnung, somit hat das Wort des Arztes noch Gewicht.

 

vor 9 Minuten schrieb Visar:

Schwierig. Also, jetzt mal die Diagnose des Arztes im HInterkopf behaltend.. hattest du Kontakt zu den Recruitern? Falls ja, hast du über deine momentane Situation gesprochen oder daraus ein Geheimnis gemacht? Ohnehin: Ist eine neue Stelle die Lösung? Was, wenn du eine neue Stelle antrittst und dann zur Reha sollst, erstmal mehrere Wochen fehlst? Da wird sich ein neuer AG womöglich auch bedanken. Nichts zu ändern geht natürlich auch nicht, aber...

Um auf deinen Text zurückzukommen:

Ja ich hatte Kontakt. Ich habe ihr meine momentane Situation geschildert und sie proaktiv gefragt, wie in welcher Art und Weise man das beim potenziellen AG ansprechen/andeuten kann. Das haben wir besprochen und geht so mit meinen Segen zum AG.

Also...

Möglichkeit 1: Ich bleibe beim derzeitigen AG, würde mich krankschreiben, wenn ich wieder deutlich stärkere Symptome verspüre, suche nebenbei einen Psychater, mit dem ich die Reha bespreche und diese dann währen der Zeit beim alten AG absolviere.

Möglichkeit 2: Der neue AG ist so positiv, dass ich vielleicht auf eine Reha verzichten kann. Aber vielleicht tut sie mir mal gut.

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vor 26 Minuten schrieb varafisi:

Das Ganze hat sich seit 3 1/2 Jahren angebahnt mit wochenlangen 70 Stundenwochen, wegen Beruf + Nebenberuf, + Samstags, Sonntag ein Hobby ausüben, wo man nicht oft nein sagen durfte/konnte ohne Konsequenzen, Freundin und dann wollen noch die Eltern einen Platz haben

Beruf und Nebenberuf, dann all das andere? Da weiß ich jetzt gar nicht, ob du ein Problem mit der Arbeit oder deinem Zeitmanagement hast. Irgendwann würde das jeden zermürben... Oo

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vor 40 Minuten schrieb varafisi:

wochenlangen 70 Stundenwochen, wegen Beruf + Nebenberuf, + Samstags, Sonntag ein Hobby ausüben [...], Freundin und dann wollen noch die Eltern einen Platz haben.

Trete kürzer! Sonst tritt dir deine Gesundheit in den Arsch.

 

Was davon tut dir gut und was ist eine Belastung?

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vor 44 Minuten schrieb varafisi:

Samstags, Sonntag ein Hobby ausüben, wo man nicht oft nein sagen durfte/konnte ohne Konsequenzen

Wenn ein Hobby mehr in Arbeit ausartet als es entspannt sollte man darüber nachdenken ob es in der Form noch das Richtige für einen ist.

Das war damals zB der Grund warum ich mich mit Raiden in WoW aufgehört habe: die fixen Termine bei denen man auch schlecht fehlen "durfte", spontan schon gar nicht und auch nicht nach ner Stunde sagen konnte "wisst ihr was, ich mag nimmer"... war mir zu viel und zu blöd. Jetzt spiel ich nur noch wenn ich Lust habe, und nur den Content der mir Spaß macht und wann ich wirklich Lust dazu habe...

Ich will damit nicht sagen "schaff dein Hobby ab", sondern "schau wie du dein Hobby so integriert bekommst, dass es wieder zu deinem Leben passt"

 

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Nein, das ist jetzt nicht mehr mein Alltag. Seit dem 31.12.2019 habe ich die Stelle nicht mehr, weil die psychische Belastung zu stark wurde. Danach kam die Prüfungsphase, gepaart durch Corona, war es für die Psyche keine wirkliche Beruhigung.

Das Hobby ist momentan durch Corona auch nicht mehr auszuüben, wo ich die Wochenenden wirklich zu lieben gelernt habe. Durch den sportlichen Bestandteil kam ich gut runter, war natürlich vor dem Spiel immer stressig aber gut. Ich hab alles runtergeschraubt wie es geht. Momentan ist der Stressquelle die Arbeit, die gerade maßlos über mein machbares Können als Mensch hinaus geht. Freundin gibt es nicht und die Eltern sieht man 2x in der Woche.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Wenn man dann trotzdem noch Stress hat weil man im Privatleben nie nein sagen kann, dann ist das ja nicht das Problem der Arbeit

Nein nein, das habe ich schon beseitigt im Privatleben. Das Problem ist nur, dass die Vernunft das zu spät gerallt hat und ich die Früchte von der Zeit davor tragen darf.

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vor einer Stunde schrieb varafisi:

Durch den sportlichen Bestandteil kam ich gut runter, war natürlich vor dem Spiel immer stressig aber gut

Wenn dir das geholfen hat, hast du in der Corona-Zeit einfach mal Solo-Sportarten ausprobiert, bei denen du keine vermeintliche Verpflichtung hast? Ich denke da an Joggen, Radfahren oder Ähnliches. Mir persönlich hilft das Radfahren z.B. sehr um körperlich Fit zu bleiben und Stress abzubauen. 

vor einer Stunde schrieb varafisi:

Momentan ist der Stressquelle die Arbeit, die gerade maßlos über mein machbares Können als Mensch hinaus geht.

Ich habe dem Eingangspost entnommen, dass du deinem Chef den Vorschlag gemacht hast eine weitere Kraft einzustellen ... hast du aber auch mal versucht deine Emotionslage und Überforderung direkt zu formulieren und um Hilfe zu bitten? Sachliche Nachfragen (wie die Frage nach einem weiteren MA) sind deutlich einfacher abzulehnen und in diesem Fall ggf. in Bezug auf den tatsächlichen Hintergrund falsch zu verstehen als eine direkte Frage nach Hilfe. 

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