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Teilzeit in der IT?


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Hallo ihr Lieben,

ich habe leider zu dem Thema bisher recht wenig gefunden, daher habe ich jetzt einfach selbst eines erstellt.

Wie sind eure Erfahrungen mit Teilzeit in der IT Branche?

Zu mir: Ich befinde mich im letzten Ausbildungsjahr, bin deutlich älter als der Durchschnitt der Fachinformatiker Azubis, habe zuvor als Sozialassistentin im Kindergarten gearbeitet und als Tagesmutter. 2018 habe ich mich dann entschieden einen beruflichen Neustart zu wagen, bisher mit sehr gutem Erfolg, hoffentlich bleibt das auch so bei der Abschlussprüfung. 😄

Leider bin ich mir noch ein wenig unsicher, wo es hingehen soll, aber ich weiß, dass ich nicht bei einem IT Dienstleister im 1st/2nd Level Support arbeiten möchte. Ich würde eine (Junior) Admintätigkeit inhouse bevorzugen.

Für mich das Gehalt eher zweitrangig und eine gute Work-Life-Balance ist mir deutlich wichtiger. Das heißt nicht, dass ich nicht bereit wäre Überstunden zu machen, wenn es gerade mal nötig ist. Generell bin ich absolut kein Fan von "Zeit absitzen" in der Firma, ich möchte meine Zeit sinnvoll und produktiv verbringen. Wenn das an manchen Tagen bedeutet eine Stunde oder zwei länger zu bleiben, dann ist das gar kein Problem, aber ich möchte dann die Freiheit haben früher gehen zu können, wenn nichts zu tun ist. Ich glaube für mich wäre ein Teilzeitmodell sinnvoll, ich denke hierbei an ca. 32h Regelarbeitszeit.

Ist das realistisch? Gibt es diese Stellen? Oder werde ich vermutlich in Vollzeit anfangen müssen und dann nachverhandeln nach x Monaten?

LG und ein schönes Wochenende

Teilchen

 

Bearbeitet von Teilchen
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Variante 1: IGM mit 35h. Wären zwar noch 3h mehr wie von dir genannt, aber nahe dran ;)

Variante 2: fair und offen gezielt nach Teilzeitstellen suchen

Variante 3: "die Stelle würde ich ja gerne machen - wäre Teilzeit eine Option?"

Variante 4: Vollzeit anfangen und nach Bewältigung der Aufgaben in 32h mit entsprechendem erledigten Zusatzpensum in der "Leerlaufzeit" in die nächste Gehaltsrunde einsteigen. Dabei statt einer Gehaltserhöhung die Stundenreduktion aushandeln.

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vor 1 Minute schrieb allesweg:

[..] Variante 4: Vollzeit anfangen und nach Bewältigung der Aufgaben in 32h mit entsprechendem erledigten Zusatzpensum in der "Leerlaufzeit" in die nächste Gehaltsrunde einsteigen. Dabei statt einer Gehaltserhöhung die Stundenreduktion aushandeln.

Variante 5: Speziell nach Stellen im öD schauen, dort werden oft Teilzeitstellen (auch in der IT) gesucht bzw. es steht bei der Ausschreibung explizit dabei, dass auch Teilzeit möglich ist.

 

Prinzipiell ist es in der IT genauso möglich in Teilzeit zu arbeiten, wie bei anderen Stellen auch. Allerdings kann ich dir nicht sagen, inwiefern die Chancen stehen, wenn man sich direkt damit bewirbt.
Ich bin selber in Teilzeit nach meiner Ausbildung gegangen. Allerdings bei meinem Ausbildungbetrieb und habe das direkt beim Übernahmegespräch angesprochen - für meinen AG war das kein Problem. Anfangs auf 6h/Tag - also eine 30 Stunden Woche und seit 2 Jahren jetzt 32h bei 4 Tagen/Woche.

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Danke @allesweg

Die Varianten gefallen mir. Es scheint also möglich zu sein, so wie das bei dir klingt. Das erleichtert mich ein bisschen. Will halt vermeiden in eine Überforderung zu geraten, habe leider bereits einen Burnout hinter mir, aber hey, zumindest kenne ich jetzt die Anzeichen. 😅

Denke mal Variante 3 gefällt mir für den Anfang recht gut, Variante 4 wäre auch ok. Du hast Recht, wenn ich zeigen kann, dass ich das Arbeitspensum auch in geringerer Stundenzahl schaffe, dann habe ich einen guten Ansatz für Nachverhandlungen. Habe zum Glück ein recht gutes Auffassungsvermögen und ein gutes Arbeitstempo.

Danke @bigvic

Ne, das wäre nicht meins. Dazu mag ich meine Integrität zu gerne. Will da lieber direkt mit offenen Karten spielen bzw. dann nachverhandeln, wenn ich gezeigt habe, dass ich die Leistung auch mit weniger Stunden bringen kann. Danke dir für den Input, wusste ich gar nicht, dass man sogar einen Anspruch hat, ok.

Bearbeitet von Teilchen
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@Rienne das ist eine Spezalisierung von Variante 2....

@Teilchen ich habe nur Varianten beschrieben. Über deren Realisierbarkeit kann ich keine Aussagen treffen, da mir hierfür zu viele Parameter fehlen. Die von @bigvic in deutlich sanfter beschriebene Variante "Chef, ich hab die Probezeit bestanden und will jetzt die rechtliche Möglichkeit auf Teilzeit nutzen" gibt es ja auch unter gewissen Voraussetzungen. Rechtlich möglich. Sinnvoll? Eher nicht...

Ohne dir zu nahe zu treten, aber: wieso gehst du davon aus, 100% Leistung in 80% der Zeit liefern zu können?

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Hi @allesweg

Du trittst mir nicht zu nahe, alles gut. Ich wollte damit auch nicht ausdrücken, dass ich besser bin oder sowas, das ist Blödsinn.

Ich bin einfach hoch konzentriert und ich brauche keine Raucher- oder Kaffeepausen, dies verschafft mir durchaus einen Zeitvorteil. Ich bin auch nicht so der Mensch für Small Talk, der fachfremde Gespräche mit Kollegen führt etc. Ich arbeite auch mal die Pause durch, wenn ich gerade an etwas dran bin. 

Die letzten 20 Jahre Berufserfahrung sind da die Erfahrungswerte von denen ich zehre. Kann ja sein, dass es nach der Ausbildung plötzlich anders ist als bisher in 20 Jahren und ich eine Stelle habe, bei der es immer so viel zu tun gibt, dass immer 8h täglich gearbeitet werden muss, um das Arbeitspensum zu schaffen. Bisher habe ich das halt noch nicht erlebt, sondern eher den Fall das 2h Arbeitszeit damit verbracht werden nichts zu tun. Und das tue ich dann doch lieber daheim als auf der Arbeit. ;)

Danke für dein Feedback 

 

Bearbeitet von Teilchen
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@Teilchen

Teilzeit ist meiner Erfahrung nach in der IT überhaupt kein Problem.

Da ITl’erinnen eher selten anzutreffen sind, hast du nach deinem Abschluss wahrscheinlich sowieso die freie Auswahl. Es gibt noch immer zu wenig weibliche Absolventen mit einer IT-Ausbildung bzw. IT-Studium.

Im öffentlichen Dienst wirst du auf jeden Fall bevorzugt, falls du dorthin möchtest.

Die selbst gesteckten Quoten erfüllt der öffentliche Dienst noch lange nicht und somit haben es IT‘lerinnen mit entsprechenden Abschluss etwas leichter. 
Auch die durch Corona etwas höheren Bewerberzahlen ändern daran nur wenig. 

Insofern viel Erfolg beim Ausbildungsabschluss!
 

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Teilzeit mit 32 Stunden pro Woche wird nicht einfach sein. Je nach Region sogar fast unmöglich. In der freien Wirtschaft wird man mit der Frage nach Teilzeit wahrscheinlich sehr schnell den Eindruck erwecken, dass man nicht bereit ist etwas zu leisten. Auch wenn dieser Eindruck falsch ist. Ich sehe in der freien Wirtschaft auch sehr selten bis gar nicht Teilzeit stellen.

Im öffentlichen Dienst sieht das Ganze schon wieder ganz anders aus. Dort gibt es (ich kenne mich damit auch nicht genau aus) das Recht auf Teilzeit. Aber auch nicht auf 32 Stunden pro Woche, sondern das die Stelle auf zwei Personen aufgeteilt wird. Das wären dann meistens 19,5 Stunden pro Woche. Diese Möglichkeit wird in Stellenausschreibungen sehr oft mit aufgenommen, in der Realität aber sehr selten angewendet, weil manche Entscheidungsträger nicht gerne Teilzeitkräfte einstellen wollen. Das wird dem Bewerber dann natürlich nicht gesagt. Der Bewerber wird einfach nicht genommen. Dazu kommt, dass im öffentlichen Dienst ja bekanntlich nicht besonders gut bezahlt wird, wenn man nicht gerade in Stufe 10 oder höher eingruppiert wird. Du müsstest dir also genau überlegen, ob Du mit 50% von Stufe 6, 7 oder 8 auskommst. Das kann denn netto schon nahe an der Hartz4 Grenze sein.

Wenn dir die ganz genaue Stundenzahl von 32 Stunden nicht so wichtig ist, dann würde ich mir lieber ein Unternehmen suchen, welches schon laut Tarif keine so hohe Stundenzahl hat und wo Du einfach vom Hause aus schon ein sehr Work-Life-Balance hast. Solltest Du mal Mutter werden, kannst Du in so einem Unternehmen immer noch gut in Teilzeit gehen.

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In vielen Berufssparten ist Teilzeit kein Problem. Warum soll das bei Ärzten möglich sein, bei Itlern nicht. Bei vernünftiger Planung kann es kein Problem sein, dass ein Chef einen Tag pro Woche nicht auf einen Mitarbeiter "zugreifen" kann. Das ist vielleicht in einer 5-Mann-Bude ein Problem - für alle anderen ein Armutszeugnis

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@bitty

Der Anspruch auf Teilzeit ist im öD Tarifvertrag entsprechend verankert. Im Zuge von Work-Life-Balance und Familie+ Beruf ist das im öffentlichen Dienst sogar fokussiert.
Das sieht bei größeren Konzernen ähnlich aus.

Kein Betrieb möchte sich als Familienunfreundlich nach Außen hin präsentieren.

Man muss es halt direkt bei der Einstellung erwähnen/erfragen, von sich aus wird das in der freien Wirtschaft eher seltener Angeboten.

Bei meiner letzten Behörde konnte jeder Mitarbeiter nach Einstellungszusage entscheiden, ob er/sie Teilzeit möchte oder nicht.
Wer keinen wichtigen Grund hat, ist besser dran direkt den Teilzeitvertrag zu schließen und gibt dann fix seinen Teilzeitanspruch an (zwischen 50 und 90% in 10er Schritten). Nachteil: nachträgliche Erhöhung nicht oder nicht sofort möglich(Stellenhaushalt muss die Aufstockung hergeben) und es wird dann ein Änderungsvertrag geschlossen.

Zusätzlich kann jeder Vollzeit-Mitarbeiter auch nachträglich (meistens aber erst nach Ende der Probezeit) Teilzeit aus wichtigem Grund (Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger sind z.B. wichtige Gründe) beantragen. Auch hier ist ein Wert zwischen 50-90% möglich gewesen. Der Teilzeitantrag galt allerdings immer nur befristet für ein Jahr und muss dann jährlich neu gestellt werden.
Wird der Antrag nicht verlängert bzw. neu gestellt, landet man automatisch wieder bei Vollzeit. Davon hatten zwei meiner Kolleginnen und ein Kollege Gebrauch gemacht. 
Nachteil: Der Antrag könnte abgelehnt werden vom Vorgesetzten („ohne Frau/Herr xyz ist der Dientbetrieb nicht aufrecht zu erhalten“ o.ä.).

Mir sind diese Fälle nicht bekannt und spätestens wenn der Personalrat eingeschaltet wird, lenkt die Behörde ganz plötzlich doch ein 😉

Im öffentlichen Dienst dürfen leider erst Stellen ausgeschrieben werden, wenn diese 50% erreichen. Sprich, wenn zwei Mitarbeiter Jeweils 80% Teilzeit beantragen, bleiben die 40% unbesetzt. Insofern kann eine nachträgliche Aufstockung später nur befristet sein.


Die meisten Arbeitgeber bevorzugen lieber eine tägliche Kürzung statt einen Tag in der Woche abwesend.
Aber beides ist für den Betrieb eigentlich gut planbar.
Insofern würde ein Arbeitgeber, der sich bei Teilzeit querstellt, direkt bei mir durchfallen und sich komplett disqualifizieren.
Er spart ja auch etwas Lohnkosten ein... Wo ist also das Problem?

Für mich ziemlich klischeehaft und veraltete Denkweise. War ja vor Corona mit Homeoffice genau das Gleiche. 
 

Der Job hat sich dem Privatleben anzupassen und nicht umgekehrt.
 

Natürlich sollten auch mal Überstunden drin sein, wenn Projekt x oder y zur Deadline fertig sein muss. 

Es ist halt immer ein Geben und Nehmen.

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vor einer Stunde schrieb tTt:

@bitty

Der Anspruch auf Teilzeit ist im öD Tarifvertrag entsprechend verankert. Im Zuge von Work-Life-Balance und Familie+ Beruf ist das im öffentlichen Dienst sogar fokussiert.
Das sieht bei größeren Konzernen ähnlich aus.

Das Teilzeit im öD Tarifvertrag verankert ist und ob jemand als neuer Bewerber eine Teilzeitstelle bekommt, sind zwei unterschiedliche Dinge. Teilzeit ist für den Arbeitgeber und für Führungskräfte immer mit Problemen und Mehraufwand verbunden. Das schreibst Du ja selber. Bei uns ist das auch so. Eine Stelle die zwei Damen zu 60% besetzen  ist bei uns eine Planstelle, obwohl 40% fehlen. Das möchte die Abteilungsleitung natürlich bestmöglich umgehen.

Dann bekommt eben der Bewerber die Stelle, der die Stelle in Vollzeit besetzen möchte. Wie soll der Bewerber der sich in Teilzeit auf die Stelle bewirbt das jemals nachweisen.

Mit der Einstellung "Der Job hat sich dem Privatleben anzupassen" wird man in 90% der Firmen in der freien Wirtschaft nicht weit kommen. Als Berufsanfänger in einem einfachen Ausbildunsgberuf noch weniger. Als Experte mit 10 Jahren Berufserfahrung sieht die Sache vielleicht schon wieder anders aus. Hier im Forum gibt es derzeit Threads von Berufsanfängern die kaum eine Stelle finden. Mit der Einstellung das sich der Job ihrem Privatleben anpassen soll, werden sie garantiert in der aktuellen Zeit nicht besser und schneller eine Stelle finden.
 

Bearbeitet von bitty
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vor 5 Stunden schrieb bitty:

Eine Stelle die zwei Damen zu 60% besetzen  ist bei uns eine Planstelle, obwohl 40% fehlen. Das möchte die Abteilungsleitung natürlich bestmöglich umgehen.

Oder die Abteilungsleitung ist so intelligent und fragt dann nach weiterem Personalbudget mit mindestens 10 oder 20% Stellen aus dem Haushalt und hat dann quasi 3 Teilzeitmitarbeiter mit 1,1 bzw. 1,2VZÄ.

Für die 0,1 bzw. 0,2VZÄ  muss die Behörde wahrscheinlich gar nicht lange suchen. Gibt garantiert genug Bruchstellen die im Haus brach liegen gelassen werden...

Die Abteilungsleitung muss es eben auch wollen.
Einen Arbeitgeber zu verlassen, der mir genau diese Freiheiten bietet, fällt dann umso schwerer. Lebensumstände verändern sich nunmal. Der Arbeitgeber profitiert I.d.R. davon ebenfalls.

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Teilzeit ist meistens für alle Beteiligten ein starker Mehraufwand, außer für die Person die Teilzeit arbeitet. Wenn die Abteilungsleitung intelligent ist, dann stellt sie erst gar keine Person ein, die Teilzeit arbeiten möchte.

Die Diskussion bringt aber der TE rein gar nichts. Ich würde empfehlen mir ein Unternehmen zu suchen, welches von Hause aus weniger Wochenarbeitsstunden hat und wo es eine sehr gute Work-Life-Balance gibt.

Was bringt eine Teilzeit Stelle mit weniger Wochenstunden, wenn die Firma, die Arbeit, die Kollegen und die Arbeitsbelastung nicht optimal ist? Ganz genau, rein gar nichts.

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Vielen Dank für euren Input.

Das Thema scheint halt nach wie vor nicht so einfach zu sein, wie ich mir das wünschen würde. Ich habe keinen "triftigen" Grund für Teilzeit, keine Kinder (auch nicht geplant), keine pflegebedürftigen Angehörigen... Nur einen Hund und meine mentale Gesundheit. :D

Ich weiß für mich einfach, dass eine 40h Woche auf Dauer nicht meiner Gesundheit dienlich ist. Dann komme ich wieder in den Trott, dass ich hier mal eine Stunde länger mache, da mal zwei und dann bei 50+ Stunden bin und der Burnout vorprogrammiert ist. So kann ich aber schlecht bei einem zukünftigen Arbeitgeber argumentieren würde ich sagen. ;)

Ich beschäftige mich mal ein wenig mit dem öffentlichen Dienst, Vor- und Nachteile, vielleicht wäre das ja wirklich was.

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vor 23 Minuten schrieb Teilchen:

Ich beschäftige mich mal ein wenig mit dem öffentlichen Dienst, Vor- und Nachteile, vielleicht wäre das ja wirklich was.

Ich bekomme im öffentlichen Dienst das Gehalt was ich vorher in der Privatwirtschaft (chemische Industrie) bekommen hab, aber halt 40-Stunden-Woche,. Und tendenziell eher die Ausnahme.

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vor 9 Minuten schrieb Teilchen:

Ich habe keinen "triftigen" Grund für Teilzeit... Nur einen Hund und meine mentale Gesundheit. :D

Warum sollte das kein triftiger Grund sein?

Nur so viel Wörk wie nötig um das Life zu finanzieren, warum nicht?

Ich meinem, was genau soll denn ein triftiger Grund sein? Nur weil manche meinen, dass man die heilige Kuh "Arbeit in Vollzeit" nur für die Pflege von Angehörigen (egal wie alt) opfern darf? "Ich hab kein Bock" ist doch ein triftiger Grund etwas nicht zu tun, oder?

Such dir eine AG mit einer regulären Arbeitszeit von < 40h und/oder einer Zeiterfassung die auch kontrolliert wird. Mein Cousin bekommt z.B: eins aufs Dach wenn er mehr als XX Überstunden hat und "muss" diese abbauen, bzw darf dann nur noch aus triftigen Gründen (Vorbereitungen Messe, Projektabschluss...) noch mehr drauflegen. Dann muss aber in den nächsten 4 Wochen wieder abgebaut werden...

Ist aber an IGM angelehnter Haustarif, als macht er auch schon nach 35h seine Überstunden.

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Ganz genau @Maniska

Mehr Freizeit zu haben ist ein absolut legitimer und sehr triftiger Grund, der vielleicht nur in der Gesellschaft allgemein nicht akzeptiert wird.

Die Deutschen definieren sich über ihre Arbeit aber im Grunde genommen sollte man doch gar nicht nicht für seine Arbeit leben. Dieses, m.M.n. falsche, Bild von Arbeit lässt die Leute für das Wochenende arbeiten und die Monate zur Rente auf dem Kalender durchstreichen - alles Anzeichen, dass eine 40h Woche einfach zu viel ist für ein Arbeitsleben von 45+ Jahren. Klar ist Burnout da an der einen oder anderen Stelle vorprogrammiert. Jeder, der einen Bürojob ausführt, hat eine statistische Erwartung von 25%, Burnout im Arbeitsleben zu bekommen (https://de.statista.com/themen/251/berufsunfaehigkeit/#:~:text=Die Wahrscheinlichkeit%2C bis zur Rente,Beeinträchtigungen des Bewegungsappaarates und Krebs.).

Auch ist die allererste Frage, wenn man jemanden kennenlernt, immer, was diese Person arbeitet. Arbeit hat einfach einen zu wichtigen Stellenwert in unserem Leben. Theoretisch sollte der Mensch nicht arbeiten müssen, dafür kann er Maschinen bauen. Der Mensch sollte leben. Ich bin nicht Softwareentwickler sondern Defneqon.

Ich schweife ab.

Ich bin da ganz bei @Maniska: Am liebsten nur so viel arbeiten, wie nötig ist, um sein Leben auf seine Art zu finanzieren. Minimaler Aufwand für maximalen Profit. Immer. Kann aber auch nachvollziehen, dass viele Menschen nicht so leben.

Und dass der Job einem Spaß macht ist ein ganz anderes Thema. Dieses Privileg haben einfach nicht viele. Ich z.B. empfinde keine krasse Belastung durch meine 40h Woche, weil ich meinen Job gerne mache. Andere brennen für ihren Job und arbeiten auch in ihrer Freizeit. Diese haben dann eben ihre wahre Bestimmung im Leben gefunden, aber ich behaupte mal: Den allermeisten Leuten täte eine 30h Woche statt einer 40h Woche sehr, sehr gut.

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vor einer Stunde schrieb as55:

Ich bekomme im öffentlichen Dienst das Gehalt was ich vorher in der Privatwirtschaft (chemische Industrie) bekommen hab, aber halt 40-Stunden-Woche,. Und tendenziell eher die Ausnahme.

dann war deine Tätigkeit gnadenlos unterbewertet oder du hast seitdem deutlich mehr Qualifikation dazugewonnen (die auch vergütet wird) + eine öD-Stelle, die auch ordentlich bezahlt wird.


Quelle: ein Kumpel arbeitet in IGBCE als Chemielaborant und ich in IGM, beide nur mit Ausbildung und sonst nichts weiter. Das ist ein Gehalt, dass du im öD selten kriegst mit 1-3+ Jahren BE.

Bearbeitet von Bitschnipser
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öD ist nicht gleich öD - und ja, es gibt privatwirtschaftliche Unternehmen, welche extrem hohe Wochenstunden unter öD-Einkommen verdienen.

 

@Teilchen es gibt auch Firmen, welche gar keinen Vollzeit-Admin wollen, weil "ja gar nicht so viel zu tun" sei. Die würden vermutlich gerne jemanden wie dich nehmen.

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@Defneqon

@Maniska

Ich sehe, ich bin doch nicht so alleine mit meiner Einstellung. Mir ist Geld halt nicht das Wichtigste, sondern meine Gesundheit. Und in meiner Lebenszeit von 40 Jahren habe ich nun mal die Erfahrung machen müssen, dass ich mich zu sehr über meine Leistungen definiere und das nicht sinnvoll ist für meine Gesundheit. Dem möchte ich jetzt, nach Ende der Ausbildung entgegen wirken, indem ich gar nicht erst in die Spirale wieder reinkomme, um nur für die Arbeit zu leben.

Daher mein Gedanke an Teilzeit. Aber evtl. würde es auch reichen 35h und dann eben strenge Überstundenregelung wie von Maniska erwähnt.

Ich fühle mich da immer ein bisschen wie ein Alien. Ich will nicht leben, um zu arbeiten, sondern genug verdienen, dass ich mich, Hund und Kater ernähren kann und mir keine Sorgen machen muss, ob ich nächsten Monat den Strom bezahlen kann. Ich muss nicht in den Urlaub fliegen, ich habe keine hohen Ansprüche an Elektronik, Kleidung etc.

Und trotzdem habe ich massiv Spaß an der Arbeit. Das können viele einfach nicht nachvollziehen, dass man etwas gerne macht, es aber nicht 40h+ pro Woche machen möchte. Ich glaube ihr habt da Recht, dass es mit der "deutschen Mentalität" zusammenhängt.

Ich bin wirklich super dankbar für all den Input, ihr helft mir sehr damit.

@allesweg

Sowas wäre perfekt. Ich halte mal die Augen auf, vielleicht finde ich ja wirklich etwas, wo ich mich wohl fühle, gerne zur Arbeit gehe und eine Stundenzahl habe, die dafür sorgt, dass ich das auch noch zwei oder drei Jahrzehnte machen kann.

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Bist du denn sicher, dass es die Stundenzahl war und nicht das Arbeitsvolumen der Tätigkeit? Man kann in 30h viel gestresster sein, als in 40h. Kommt natürlich auf den Job an und zurecht stellt man dan ndie Frgae: Wenn ich nach 32h fertig bin, warum kann ich dann nicht gehen? Da wären wir beim Thema Vertrauensarbeitszeit, die sich (meistens) für den AN negativ äußert.

Oder dir fällt die Selbstkontrolle schwer. Dann wäre öD eine Option. Da gibt es einige die nach x Jahren in der freien Wirtschaft eine ruhige Kugel für ihren Arbeitslebensabend schieben wollen. Da wird halt um Punkt 4 der Stift fallen gelassen und wenn was länger dauert, dauert es halt länger. Da dann die Frage: kannst du dann einfach aufhören oder beschäftigt dich dass die ganze Nacht/das ganze Wochenende?

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