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Frust nach Umschulung


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Hallo,

 

habe Januar diesen Jahres die Umschulung zum Fachinforamtiker für AE abgeschlossen (Gesamtpunkzahl: 74)

Konnte in dem Betrieb bleiben, wo ich auch mein 6 monatiges Pflichtpraktikum absolviert habe.

 

Jetzt werde ich mit Aufgaben zugeschmissen, welche nicht meinen Kenntnissen entsprechen. Tue mir extrem schwer. Bin absolut frustriert und denke mir so langsam die Umschulung war für die Katz. Überlege in meinen alten Beruf zurück zu gehen, habe aber überhaupt keine Lust mehr auf Schichtarbeit (krankheitsbedingt:Schlafstörungen).

Ich fühle mich absolut nicht als Programmierer. Ich beherrsche keine Programmiersprache und kann wenn dann überhaupt ein paar Basics. 

Wenn ich keine Familie ernähren müsste (2 Kinder und Frau), hätte ich schon gekündigt. Da ich aber direkt in Hartz4 rutschen würde, ist das nicht wirklich eine Option. 

 

Meine Frage an euch ist nun, wie würdet ihr weiter vorgehen? Würdet ihr euch bewerben und dem Job noch eine Chance geben? (Habe die befürchtung mit meinem Kenntnissstand nicht mal einen neuen Job zu finden) 

 

Vielen Dank im Voraus. 

 

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Moin,

ich würde versuchen die Defizite zu beseitigen, gibt ja ein paar Onlineplatformen wo man sich in dem Thema weiterbilden kann. Wenn du nur "ein paar Basics" kannst hilft dir ein neuer Job überhaupt nicht, da wärst du ja auch sofort überfordert. Was hast du denn in der Umschulung gelernt und was hast du im Praktikum gemacht?

 

/Thomas

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vor 5 Minuten schrieb CheGuevara:

habe Januar diesen Jahres die Umschulung zum Fachinforamtiker für AE abgeschlossen (Gesamtpunkzahl: 74)

vor 5 Minuten schrieb CheGuevara:

Ich fühle mich absolut nicht als Programmierer. Ich beherrsche keine Programmiersprache und kann wenn dann überhaupt ein paar Basics.

Ich versuche dabei grade heraus zu finden, was in deiner Umschulung falsch gelaufen ist. Weil ich kenn es so, dass dort gutes Basiswissen vermittelt wird und man sich entscheidet im Laufe seiner Zeit, was einem besser liegt.

 

Aber hier kommen wir zum nächsten Punkt:

vor 7 Minuten schrieb CheGuevara:

Konnte in dem Betrieb bleiben, wo ich auch mein 6 monatiges Pflichtpraktikum absolviert habe.

Du hattest hiermit also Berührungspunkte mit dem was dort erwartet wird und kommst jetzt nicht mehr zu Recht?

Haben sich die Aufgaben um 180° geändert oder wie dürfen wir das verstehen?

 

Ansonsten kann ich dir nur wie mein Vorredner empfehlen, bilde dich fort in dem was du dort brauchst ODER schau dich anderweitig um. 

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vor 12 Minuten schrieb CheGuevara:

Ich fühle mich absolut nicht als Programmierer. Ich beherrsche keine Programmiersprache und kann wenn dann überhaupt ein paar Basics. 

Das ist halt so ein wenig die Krux in der IT, du kannst nicht erwarten nach deiner Ausbildung fertig mit dem lernen zu sein.

Ganz im Gegenteil, nach der Ausbildung fängt hier erst die eigentliche Spezifizierung an und damit das "echte" lernen für den Bereich der die liegt und den du auch in Zukunft machen möchtest. Die Ausbildung ist hier nur der Einstieg in das Berufsfeld.

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vor 20 Stunden schrieb CheGuevara:

Jetzt werde ich mit Aufgaben zugeschmissen, welche nicht meinen Kenntnissen entsprechen. Tue mir extrem schwer. 

Was für Aufgaben sind das denn? Hast du ein Beispiel?

vor 20 Stunden schrieb CheGuevara:

Ich fühle mich absolut nicht als Programmierer. Ich beherrsche keine Programmiersprache und kann wenn dann überhaupt ein paar Basics. 

Auch nach einer Umschulung oder Ausbildung sollte der Betrieb nicht erwarten, dass man direkt alles kann. Ich hatte nach der Ausbildung auch meine Schwierigkeiten. Man muss ja auch erstmal irgendwie ankommen. Und wie schon geschrieben wurde, hört das lernen nach der Ausbildung/Umschulung nicht auf. Du wirst dich immer weiterbilden müssen. 

vor 20 Stunden schrieb CheGuevara:

Meine Frage an euch ist nun, wie würdet ihr weiter vorgehen? Würdet ihr euch bewerben und dem Job noch eine Chance geben? (Habe die befürchtung mit meinem Kenntnissstand nicht mal einen neuen Job zu finden) 

Erstmal: Nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht. Ich sehe es bei unserem Azubi. Der sagt mir auch zwischendurch, dass er das Gefühl hat gar nichts zu können. Wenn man ihm aber eine Aufgabe in kleineren Teilen gibt, läuft das alles total super. Bei ihm ist das Problem, dass er immer direkt zur perfekten Lösung springen will und auf dem Weg den ersten Schritt vergisst. Das kann dir sehr schnell selbst zum Verhängnis werden. 

Ich habe schon mehrfach erlebt, dass sich jemand mit einer Programmier-Aufgabe überfordert fühlt, weil er nicht Schritt für Schritt dran geht, sondern direkt ans Ende springen will. Gerade bei Karrierestart wird das aber häufig nicht klappen. 

Wie ist denn das Verhältnis so im Betrieb? Hast du schon mit den Kollegen gesprochen die dir die Aufgaben geben? Ich halte es immer für wichtig mit den entsprechenden Personen zu sprechen. Vielleicht überschätzen sie dich? Oder du unterschätzt dich? Wenn die Kollegen dir im Betrieb dabei helfen dich reinzufinden, würde ich nicht direkt über einen Jobwechsel nachdenken. Sondern erstmal versuchen mit Hilfe und etwas Geduld anzukommen. Falls im Betrieb niemand da ist, den du Fragen kannst, oder sich niemand die Zeit nehmen will/kann um dir zu helfen, sollte man vielleicht über einen Jobwechsel nachdenken.

Ich habe damals nach der Ausbildung in einen neuen Betrieb gewechselt. Und habe dort auch viel programmiert. Hatte allerdings die ganze Zeit einen Kollegen als Mentor zugewiesen. Mit dem Kollegen habe ich mich einmal pro Woche hingesetzt und wir haben ein Code-Review gemacht und darüber gesprochen was gut lief, oder weniger gut. Und wie man sich das Leben einfacher machen kann. Auch sonst waren wir viel im Austausch und ich war nie alleine. Bei übertragenen Aufgaben hat er immer gefragt, ob das für mich passt, da er mich nicht überfordern wollte. Und so sind wir ganz schnell an den Punkt gekommen, dass es einfach wie von selbst lief. Aber ich war eben auch nicht alleine auf mich gestellt. Das halte ich für sehr wichtig direkt nach der Ausbildung. 

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Erstmal danke für eure Kommentare.

 

Habe den Job jetzt an den Nagel gehangen und halte mich erstmal mit einem anderen Job über Wasser, der nichts mit IT zu tun hat. 

Möchte denn och fleißig Bewerbungen schreiben und der Branche nochmal eine Chance geben. Ich glaube ich wurde hier einfach nicht richtig gefördert. Musste Aufträge erledigen, die nicht mal Mitarbeitet auf Anhieb verstehen, die schon jahrelang dabei sind.

 

Im Praktikum wurde mir auch nicht viel beigebracht. Jetzt nach Abschluss der Ausbildung erwartet man Dinge von mir, denen ich nicht gewachsen bin. 

Meine Frage ist, ist es möglich einen Job als Fachinformatiker zu finden, der gerade ausgelernt ist und noch nicht programmieren kann? Oder ist das ein unmögliches Unterfangen? Würde im Vorstelllungsgespräch auch mit offenen Karten spielen. Ich brauche einen Mentor, der mir was beibringen kann und den ich mal ansprechen kann, wenn Fragen da sind. Das war im aktuellen Betrieb fast gar nicht gegeben.

 

 

Gruß Che

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vor 9 Minuten schrieb CheGuevara:

der gerade ausgelernt ist und noch nicht programmieren kann?

Das hier irritiert mich sehr auch in deinen anderen Posts.

Du hast die Umschulung inklusive Projekt erfolgreich abgeschlossen also solltest du zumindest Basiskenntnisse im Programmieren haben.

Übrigens wäre es immer noch sehr hilfreich zu erfahren an was für Aufgaben du konkret gescheitert bist.

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Wenn du bisher nur die Basics kannst dann klingt das schon arg komisch. Dann versteh ich ehrlich gesagt nicht was du während deiner Umschulung die ganze Zeit gemacht hast. Unabhängig der Programmiersprache ist die Syntax in vielen Programmiersprachen sehr ähnlich. Deswegen kann ich das Problem nicht so ganz verstehen. 

Sorry aber das kommt so rüber als wärst du einer von den Kandidaten die ich in letzter Zeit häufiger sehe. Hauptsache IT der Verdienst ist gut etc. Wer nie Interesse an der IT hat oder hatte wird nicht glücklich mit seinem Beruf und seinem Aufgabengebiet.

 

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Eventuell war das einfach die falsche Fachrichtung für dich.

Ich habe auch eine 2 jährige Umschulung hinter mir. Gefühlt haben sich 80% der Teilnehmer für die Umschulung als Anwendungsentwickler entschieden. Wahrscheinlich weil es einfach cooler klingt ein Mega Programmierer zu sein und man gefühlt 98% der Zeit aufm Hintern sitzen kann.
Am ende des ersten Halbjahres hatte ich dann keinen einzigen AE mehr in meiner Klasse weil sich alle für SI entschieden haben, nachdem sie gemerkt haben, dass der AE eben nicht so ist wie in ihren romantischen Vorstellungen.

Bewerbe dich doch auf eine Stelle die Richtung Systemintegration geht.
Du kannst ja direkt sagen, dass du zwar für AE die Prüfung gemacht hast, in der Schule aber beides gelernt hast. Vielleicht liegt dir das einfach mehr.
Du könntest es für den Anfang z.B. im Support/Helpdeskmitarbeiter versuchen. 

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vor 22 Stunden schrieb CheGuevara:

Im Praktikum wurde mir auch nicht viel beigebracht. Jetzt nach Abschluss der Ausbildung erwartet man Dinge von mir, denen ich nicht gewachsen bin. 

Meine Frage ist, ist es möglich einen Job als Fachinformatiker zu finden, der gerade ausgelernt ist und noch nicht programmieren kann? Oder ist das ein unmögliches Unterfangen? Würde im Vorstelllungsgespräch auch mit offenen Karten spielen. Ich brauche einen Mentor, der mir was beibringen kann und den ich mal ansprechen kann, wenn Fragen da sind. Das war im aktuellen Betrieb fast gar nicht gegeben.

Mir ist immer noch nicht ganz klar welche Aufgaben man dir stellt, die du nicht bewältigen kannst. Wird hier tatsächlich Unmögliches von einem frisch gelernten Gesellen erwartet oder hast du dir die Basics schlicht nicht angeeignet? "IT" ist einer der Berufe, bei denen es nicht reicht einfach nur zum Unterricht zu erscheinen und sich berieseln zu lassen. Programmieren zu lernen ist, als würde man eine neue Fremdsprache lernen. Man muss die Vokabeln pauken und die Sprache immer wieder sprechen. Das erfordert Eigeninitiative und Vertiefung über den Unterricht hinaus. Das kurze Praktikum während der Umschulung kann dir das nicht vermitteln.

Zu deiner Frage: Wenn ich einen Anwendungsentwickler suche, dann erwarte ich von ihm, dass er die Basics beherrscht. Da möchte ich nicht bei Adam und Eva anfangen müssen, denn dafür war die Umschulung gedacht. Wenn du also gar nicht programmieren kannst oder willst, solltest du dich nicht auf Jobs bewerben die mit der Entwicklung von Software zu tun haben. Denn da wird man von dir erwarten, dass du gewisse Kenntnisse hast.

vor 21 Stunden schrieb ocseolbap:

Sorry aber das kommt so rüber als wärst du einer von den Kandidaten die ich in letzter Zeit häufiger sehe. Hauptsache IT der Verdienst ist gut etc. Wer nie Interesse an der IT hat oder hatte wird nicht glücklich mit seinem Beruf und seinem Aufgabengebiet.

Den Eindruck hatte ich beim Lesen auch.

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vor 2 Stunden schrieb TooMuchCoffeeMan:

Den Eindruck hatte ich beim Lesen auch.

Wobei da die Arbeitsagenturen und auch die Umschulungsträger schon auch mitverantwortlich sind.

Ich kann hier nur von meiner Umschulung sprechen. Wir hatten eben auch viele, die mit den Themen die wir beigebracht bekommen haben gar nichts anfangen konnten, weil sie noch nie Berührungspunkte mit überhaupt irgendetwas Richtung IT hatten.
Mein Umschulungsträger hat sogar damit geworben, dass Teilnehmer nicht mal wissen müssen wie man eine Maus bedient.

Der Großteil der Klasse war also schlichtweg mit allem überfordert. Egal ob es ums Programmieren ging oder SI. Und da leiden dann am ende alle darunter wenn man einem Teil der Klasse alles 10 mal erklären muss und sie es immer noch nicht verstehen, während der andere langsam aber sicher anfängt sich zu langweilen.

Da sollte vielleicht auch einfach mal ein Umdenken stattfinden und die Leute nicht in irgendwelche Umschulungen geworfen werden, nur weil sie gehört haben, dass man da ganz gut verdient. Da bringt so ein psychologischer Test vorher echt auch nichts.

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vor 3 Minuten schrieb Börsch:

Ich kann hier nur von meiner Umschulung sprechen. Wir hatten eben auch viele, die mit den Themen die wir beigebracht bekommen haben gar nichts anfangen konnten, weil sie noch nie Berührungspunkte mit überhaupt irgendetwas Richtung IT hatten.
Mein Umschulungsträger hat sogar damit geworben, dass Teilnehmer nicht mal wissen müssen wie man eine Maus bedient.

Die Träger verdienen ihr Geld mit Umschulungen, natürlich werden die versuchen jeden zu bekommen der nicht bei drei auf dem Baum ist. Grundsätzlich ist das auch kein Problem, die Ausbildung ist ja so gestrickt das man keine Vorkenntnisse braucht. Da die Umschulung ein Jahr kürzer ist muß man halt mehr private Zeit investieren.

Bearbeitet von Th0mKa
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vor 7 Minuten schrieb Th0mKa:

Da die Umschulung ein Jahr kürzer ist muß man halt mehr private Zeit investieren.

Und wollen. Nur, wenn ich als Umschüler "was mit IT" mache weil ich gehört habe da verdient man gut aber sonst kein Interesse an der Materie habe bin ich einfach falsch. Jemand mit 2 linken Händen schult man ja auch nicht zum Schreiner um (wobei, das mit den 2 Händen, egal ob links oder rechts erübrigt sich dann vielleicht von selbst).

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vor 1 Minute schrieb Maniska:

Nur, wenn ich als Umschüler "was mit IT" mache weil ich gehört habe da verdient man gut aber sonst kein Interesse an der Materie habe bin ich einfach falsch.

Naja, das Problem hat ein Azubi ja auch. Wenn ich mich vorher nicht über den Job informiere ist eine Ausbildung/Umschulung halt vielleicht nur verlorene Zeit.

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Ich habe auch eine Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (FIAE) gemacht, weil ich anfangs auch dachte, dass es mir mehr liegt, dass die Job- und Gehaltsaussichten hier etwas besser sind als bei FISI und weil bei dem Eignungstest des Jobcenters und des Bildungsträgers mir der FIAE empfohlen wurde. 

Abgeschlossen hatte ich diesen mit 83 Punkten, aber ich habe dann doch nie in der Programmierung gearbeitet, da ich zum Beginn meines Praktikums mit einem SAP Fiori Projekt überfordert und auch schon im schulischen Teil nur Mittelmaß war. Im Praktikum habe ich das Product Management / Support gemacht und wurde auch übernommen.

Nun bin ich umgezogen und habe einen neuen Job als Anwendungsbetreuer. Mittelfristig möchte ich mehr ins Consulting, da es mir Spaß macht zu beraten.

Ich würde an deiner Stelle auch versuchen eine Support-/Helpdesk-Stelle zu ergattern, es sei denn du kannst dir diese Tätigkeit gar nicht vorstellen. Was mich und die anderen aber wirklich interessieren würde sind die Tätigkeiten während deines Pflichtpraktikums, denn kein Arbeitgeber würde plötzlich völlig andere und schwierigere von einem Tag auf den anderen vergeben, nur weil plötzlich ein offizieller Wisch existiert, der besagt, dass du nun FIAE bist. 

Bearbeitet von Dragonstar
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Hallo nochmal alle zusammen,

 

ohne jetzt einzelne Beiträge zu zitieren, versuche ich Mal die an mir gestellten Fragen zu beantworten:

 

Während des Praktikums wurde mir nicht viel beigebracht. Es gab ein paar Schulungen, die entsprachen aber absolut nicht meinem Niveau. Wenn ich Spanisch lernen möchte fange ich ja auch nicht an Shakespeare in spanisch zu lesen, sondern pauke erst die Vokabeln und Grundstoff.

 

Nun erwartet man von mir unmögliches (aus meiner Sicht). Der Soll ich einer sehr alten Programmiersprache in bestehenden Code was umschreiben, mehrfach-verschachtelte Funktionen umschreiben etc. 

Da unser Chef keine Ahnung von Programmierung hat, denkt er immer die mir zugewiesenen Aufgaben kann ich in 30 Minuten erledigen. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich dann, dass es oft sehr komplexe Aufgaben sind. Ein Programmierer (35 Jahre Berufserfahrung) bei uns im Home-Office habe ich die Aufgabe gezeigt. Ihm wurde die Aufgabe auch später zugeteilt, da ich sie nicht geschafft habe. Auf dem ersten Blick sagte er, er würde mindestens 8 Stunden dafür benötigen. Die Aufgabe ist bis heute noch nicht gelöst und er meint es ist doch noch schwieriger als ohnehin schon gedacht.

Ich frage mich wie ich diese Aufgabe in 30 Minuten  erledigen soll. 

 

Ja, ich bin mit Sicherheit einer der Kandidaten, der bei der Umschulungssuche nach Zukunftsperspektive und Gehalt geschaut hat, schließlich möchte ich irgendwann mal Fuß fassen in einer Branche. 

Auch ohne viel Vorkenntnisse in der IT klang die Thematik sehr spannend für mich und tut es auch jetzt noch. 

 

Ich hielt mich lange Zeit für ein 5er Kandidat und das Bestehen der AP schien für mich ein  unmögliches Unterfangen darzustellen. 

Mit viel Fleiß und Arbeit bin ich ein guter 3er Kandidat geworden, trotz dessen, dass ich während der Umschulung zweimal Vater geworden bin und die Zeit immer ein knappes Gut war und auch heute noch ist. 

 

Meine Programmierkenntnisse sind leider auf der Strecke geblieben, so habe ich in der AP die klassischen Programmieraufgaben auch gestrichen. 

 

Sicherlich ist der Grundstein da, sich eine Programmiersprache anzueignen.

 

Eure Idee eher als FiSi eine Stelle zu suchen finde ich gut, vielen Dank euch allen.

 

 

Bearbeitet von CheGuevara
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vor 11 Minuten schrieb CheGuevara:

Eure Idee eher als FiSi eine Stelle zu suchen finde ich gut, vielen Dank euch allen.

Die Frage die du dir da stellen mußt ist ob du als FiSi länger durchhalten würdest. Ahnung hast du davon ja vermutlich noch weniger als vom programmieren.

 

/Thomas

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vor 38 Minuten schrieb CheGuevara:

Eure Idee eher als FiSi eine Stelle zu suchen finde ich gut, vielen Dank euch allen.

Ein Problem ist, dass viele Firmen einfach wenig Wert auf eine vernünftige Einarbeitung legen. Kostet ja nur Geld und/oder man ist eh so unterbesetzt dass man dazu nicht kommt weil extreme Arbeitsverdichtung herrscht. (Ja blabla ich weiß hier gibt es Leute mit Firmen bei denen das anders ist.). Die wollen halt jemanden, der bereits alles weiß, aber sich trotzdem mit einem Einsteigergehalt zufrieden gibt.

Selbstständig Probleme lösen gehört eigentlich zu den meisten Berufen dazu, aber wenn man Leute ins kalte Wasser wirft sollte man schon schauen, dass diese nicht untergehen.

Wenn das Programmieren dir an sich Spaß macht, würde ich an deiner Stelle lieber schauen, dass du ne Firma findest, wo du wirklich "Junior" bist und hake dann in den Vorstellungsgesprächen nach, wie genau und wie lange da die Einarbeitung läuft.

Aber vielleicht hat ja einer der erfahrenen hier mehr Tips.

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vor 30 Minuten schrieb Th0mKa:

Die Frage die du dir da stellen mußt ist ob du als FiSi länger durchhalten würdest. Ahnung hast du davon ja vermutlich noch weniger als vom programmieren.

 

/Thomas

Naja, er könnte ja erst mal im Helpdesk/Support anfangen. Da kann man sich gut rein arbeiten. Da reichen ja erst mal zumindest Grundkenntnisse für den Anfang. Der Rest kommt dann mit der Zeit.

Und wenn das gut klappt kann er immer noch nach höherem greifen.

Wir haben hier bei uns auch IT-Systemelektroniker, IT-Systemkaufmänner usw. die mittlerweile als FISI arbeiten.

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vor 2 Minuten schrieb Börsch:

Da reichen ja erst mal zumindest Grundkenntnisse für den Anfang. Der Rest kommt dann mit der Zeit.

Und wenn das gut klappt kann er immer noch nach höherem greifen.

Ja aber genau die Grundkenntnisse hat er laut eigener Aussage ja nicht, auch da wird es dann doch stark vom eigenen Durchhalte- und Lernwillen abhängen. Ich an seiner Stelle würde eher nach Juniorstellen als FiAE Ausschau halten wenn es kein grundsätzliches Problem mit dem Programmieren gibt. Aus meiner Sicht sind nämlich gerade Supportstellen mit viel Druck und wenig Gehalt verbunden.

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vor 1 Stunde schrieb CheGuevara:

Während des Praktikums wurde mir nicht viel beigebracht. Es gab ein paar Schulungen, die entsprachen aber absolut nicht meinem Niveau. Wenn ich Spanisch lernen möchte fange ich ja auch nicht an Shakespeare in spanisch zu lesen, sondern pauke erst die Vokabeln und Grundstoff.

- Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wenn du schon solche Vergleiche heranziehst: Du hast keinen Spanisch Kurs gemacht, damit du mal im Land ein paar Bier bestellen kannst. Man schickt dich zu solchen Schulungen damit du als Fremdenführer die Sprache verstehst und halbwegs fließend Antworten kannst.

Das klingt immer von einem aus der IT so von oben heraub, ist so aber keinesfalls gemeint, sondern einfach ein Erwartungswert an einen ausgebildeten Software Entwickler. Natürlich kann man ein oder zweimal Codestellen zeigen, beim dritten mal wird man aber eben alleine Losgeschickt (als ausgebildete Kraft) und nur noch gezielte Rückfragen erwartet - "ist halt so". Die anderen Software Entwickler haben ja auch nicht endlos Zeit jemanden einzuarbeiten.

vor 1 Stunde schrieb CheGuevara:

Nun erwartet man von mir unmögliches (aus meiner Sicht). Der Soll ich einer sehr alten Programmiersprache in bestehenden Code was umschreiben, mehrfach-verschachtelte Funktionen umschreiben etc. 

 - Gibt es kein Testsystem oder eine Debugfunktion? - Es kann ja nicht sein dass du ALLES blind in ein altes System reinprogrammieren sollst oder? 

> Egal wie lang du dafür brauchst, muss es ja einen Ansatz geben. 

vor 55 Minuten schrieb Th0mKa:

[...] Ich an seiner Stelle würde eher nach Juniorstellen als FiAE Ausschau halten wenn es kein grundsätzliches Problem mit dem Programmieren gibt.

Ist halt die Frage wie er dann im Vorstellungsgespräch auseinander genommen wird. Immerhin konkuriert er bei den Junior Stellen halt auch mit anderen "richtigen" FiAEs und Studenten.  Wenns halt schlecht läuft kommt dann auch folgender Dialog bei raus:

Vorstellungsgespräch AG: "Und, was haben Sie bisher nach der Ausbildung für Projekte progrogrammiert"

TE (aus den obigen Beiträgen): "{Nun] ich {werde} mit Aufgaben zugeschmissen, welche nicht meinen Kenntnissen entsprechen. Tue mir extrem schwer. {...}  ch fühle mich absolut nicht als Programmierer. Ich beherrsche keine Programmiersprache und kann wenn dann überhaupt ein paar Basics. "

🙄

Bearbeitet von kylt
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Ich muss sagen, dass ich meine Tätigkeiten im Pflichtpraktikum und auch später als Festangestellter genau so auch ohne die Umschulung hätte ausführen können. Wichtiger dafür ist eher, ob man schon immer etwas (oder viel) IT-affin war, d.h. hat man auch privat viel mit Rechnern zu tun, hat vielleicht sogar welche zusammengebaut, macht etwas mehr als nur Browser auf und surfen, etc. Die Prüfungsinhalte selber sind für meine Tätigkeiten bisher irrelevant gewesen, bzw. die Dinge, die relevant sind, wusste ich schon vorher durch privaten Gebrauch.

Deswegen würde ich bei Helpdesk Stellen nicht danach gehen, ob man schon Vorkenntnisse hat. Gerade wenn es Firmen sind, welche ein eigenes Produkt entwickeln, muss man ohnehin dieses Produkt lernen. Natürlich ist auch hier abstraktes Transferwissen nützlich, wenn man ungefähr weiß, wie Programme generell funktionieren, aber letztlich kann man (und muss) sich in vieles einarbeiten. Das gilt auch für Festangestelltenjobs.

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Gast NanoByte

Ohne Vorwissen und eigene Projekte, neben der Umschulung, wird es schwer wirklich programmieren zu lernen. In den 2 Jahren der  Umschulung waren gefühlt 3/4 irgendwie andere Sachen fern der Programmierung dabei wie: Wiso, Mathe, Projektmanagement, Kommunikation, Office, Netzwerk und PC-Technik und all so was.

Ich konnte schon vor der Umschulung programmieren und bin jetzt nur in ein paar Punkten besser geworden, hauptsächlich Datenbanken und UML, aber ansonsten habe ich nur durch das Praktikum meine Kenntnisse verbessern können, da ich dort an einem Industrieprojekt mitarbeiten durfte.

Wir haben einen einzigen Umschüler gehabt, der vorher nie programmiert hat, und der dann auch sicher bestehen wird. Die anderen haben sich privat gar nicht mit der Sache beschäftigt und wie hier schon gesagt wurde, reichen allein 2 Jahre für die all die Themen nicht aus, wenn man sich nicht jeden Tag nochmal extra ins Zeugt legt und richtig Spaß an eigenen Projekten hat.

Für diesen Job muss man brennen in meinen Augen. Ich könnte jeden Tag viel mehr lernen als mein Hirn aufnehmen kann und genieße es mir neues Wissen anzueignen um so zu wachsen. Und selbst nach dem Job und am Wochenende kann ich nur schwer mit der IT aufhören, ist wie eine Sucht. Ich freue mich regelrecht wenn ich wieder auf Arbeit an neuen Problemen tüfteln kann.

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