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Wie viel Druck ist normal direkt bei Praktikumsstart?


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Kurz zur Ausgangssituation: Mache eine Umschulung zum FISI die 2 Jahre dauert. Die ersten 15 Monate Theorie sind nun durch und nun bin ich frisch im Praktikumsbetrieb bei dem ich jetzt die restlichen 9 Monate mach.

Praktikumsbetrieb ist relativ familiär und hat unter 15 Mitarbeiter. Quasi von Tag 1 an wurde ich voll eingespannt und direkt auf Kunden "losgelassen". Da sind dann direkt größere Kundenprojekte bei mir gelandet in denen ich mich jetzt in Online-Meetings mit mehreren anderen Teilnehmern auseinandersetze die selber alle ITler sind aber von mir Beratung bzgl. verschiedenster IT-Themen wollen oder ich soll es beim Shared Screen für die machen, ganze Strukturen aufsetzen, Cloud-Umgebungen mit sonstwas einrichten und zig andere Sachen. Das geht über die Basics und die Sachen die in der Theorie vermittelt wurden wirklich weit hinaus, von vielen Produkten/Features habe ich noch nie was gehört.
Da rette ich mich dann nur indem ich beim Kunden "herumlaber" - und zwar so, dass der nicht unbedingt merkt, dass ich von dem ganzen Zeug noch weniger Ahnung habe als er. Ist mir schon unangenehm und ich komm mir da auch richtig blöd vor.

Hätte ich jetzt die Möglichkeit mich erst mal in eine Software/Materie/etc. einzulesen und mir da selber was anzueignen und es danach für Kunden (denen ich übrigens voll abgerechnet werde, wie ein Ausgelernter vom Fach - ich werde auch nirgendswo als Praktikant oder Azubi vorgestellt oder gehandelt) durchzuführen würde ich mich ja sicher fühlen und könnte dem Kunden dann auch von Nutzen sein, aber so ist das echt heftig.

Den Betrieb selber mag ich eigentlich, die Leute sind nett, loben einen und haben eine "das passt schon, wirst ins kalte Wasser geworfen und dann lernste schwimmen" Philosophie.
Trotzdem frag ich mich jetzt ob das die Norm ist oder ob es nicht vielleicht doch eher so sein sollte, dass ein frischer Praktikant der bisher nur 15 Monate Corona-Theorie vor dem Bildschirm daheim hatte, erst mal die Sachen gezeigt bekommen sollte, die er dann für andere später selbst tun soll. Bzw. wenigstens die Möglichkeit bekommen, dass er sich da einarbeitet bevor er gleich selbst in Meetings und Projekte gesteckt wird und als Verantwortlich dasteht.

 

So, vielleicht hatte ja jemand den Nerv sich mein Mimi durchzulesen und kann mir da von den eigenen Erfahrungswerten berichten 🙂

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vor 3 Minuten schrieb DonSanchez:

Quasi von Tag 1 an wurde ich voll eingespannt und direkt auf Kunden "losgelassen". Da sind dann direkt größere Kundenprojekte bei mir gelandet in denen ich mich jetzt in Online-Meetings mit mehreren anderen Teilnehmern auseinandersetze die selber alle ITler sind aber von mir Beratung bzgl. verschiedenster IT-Themen wollen oder ich soll es beim Shared Screen für die machen, ganze Strukturen aufsetzen, Cloud-Umgebungen mit sonstwas einrichten und zig andere Sachen.

Frag mal deinen PRAKTIKUMSbetrieb ganz dezent ob sie noch ganz Knusper in der Birne sind und wissen das du ein UMSCHÜLER und keine ausgelernte Fachkraft bist.

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vor 1 Stunde schrieb DonSanchez:

Da rette ich mich dann nur indem ich beim Kunden "herumlaber" - und zwar so, dass der nicht unbedingt merkt, dass ich von dem ganzen Zeug noch weniger Ahnung habe als er. Ist mir schon unangenehm und ich komm mir da auch richtig blöd vor.

Hmm, ich erkenne eine gute Basis für eine spätere Karriere im Consulting. 
 

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vor 11 Stunden schrieb Brapchu:

Frag mal deinen PRAKTIKUMSbetrieb ganz dezent ob sie noch ganz Knusper in der Birne sind und wissen das du ein UMSCHÜLER und keine ausgelernte Fachkraft bist.

Und selbst, wenn er kein Umschüler, sondern Fachkraft wäre, sollte es eine vernünftige Einarbeitungszeit geben, in der erst einmal Abläufe und Aufgaben erklärt werden, bevor man die Person nach außen an irgendwelche Kunden als Spezialist verkauft.

Was steht denn in deinem Praktikumsvertrag? Sollte da nicht festgehalten sein (von Seiten deines Bildungsrägers), wie so eine Praktikum auszusehen hat und welche Kenntnisse dem Umschüler beigebracht werden sollen? Wichtig ist, dass dir eben Dinge beigebracht werden sollen, nicht, dass du der Firma Geld einbringst; und schon gar nicht ab dem ersten Tag.

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vor 12 Stunden schrieb DonSanchez:

Trotzdem frag ich mich jetzt ob das die Norm ist 

So, vielleicht hatte ja jemand den Nerv sich mein Mimi durchzulesen und kann mir da von den eigenen Erfahrungswerten berichten 🙂

Natürlich nicht. Im Umfeld von Dienstleistern, die ein eigenes WaWi (ERP-System) anbieten läuft die Einarbeitung wie folgt ab.  Für jedes Modul des ERP Systems Begleitung durch einen erfahrenen  Mentor und Arbeit im Support (mit Hilfe) - je Modul ca. 1 Jahr Einarbeitung, bis man alle Module kennt kann das schon mal 5 - 6 Jahre dauern.

Danach werden Neulinge erst als Ansprechpartner auf Kunden im Alleingang losgelassen. So die Aussage von einem Anbieter, bei dem ich vor zwei Jahren noch ein Bewerbungsgespräch hatte.

Meine Erfahrung im IT-Umfeld ist auch die, dass Azubis eine ganze Weile von einem Mentor betreut werden, bevor sie auf eigene Projekte losgelassen werden.

Gerade bei komplexen Produkten sollte man doch wissen, worüber man spricht. Dein Unternehmen gefährdet ja geradezu, seine Kunden zu verlieren. Das hat nichts mit ins kalte Wasser schmeißen zu tun.

Bearbeitet von tkreutz2
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Moin,
ich mache momentan auch eine Umschulung in richtung FiSi und bin mittlerweile seit 1monat in dem Betrieb und ich kann dir sagen, dass dein Betrieb extrem übertreibt.
Ich bin bei einem Unternehmen mit ca. 80+ Mitarbeitern.

Die erste Woche war Kennenlernen von Mitarbeitern, Einarbeitung in das Helpdesk, meinem Kollegen über die Schulter schauen wenn er Kundengespräche führt bzw. Support gibt, Waren Ein- bzw. Ausgang vorbereiten

In der Zweiten Woche durfte ich mich an Installation und Konfiguration von kleineren Geräten setzen, Ticket anfragen beantworten, Telefonanfragen weiterleiten.

 Und ab der dritten Woche bis jetzt hat mich unser Teamleiter an neue Kundenserver gesetzt. (Raid erstellen, Windows bzw. Linux Installation, RMM Installation, ILOM Lizenz hinzufügen, kleine PS Scripts schreiben, Aufgabenplanung, CALs hinzufügen, in eine domain hinzufügen usw.) Das ganze wird jedoch immer noch von unserem Teamleiter gecheckt und am ende noch mal nachgefragt wo Probleme entstanden sind bzw. wie ich diese gelöst habe.

Das was du da geschrieben hast würde ich vielleicht am ende des Praktikums machen ...minus das mit dem Meeting und Projekt Übernahme. An deiner Stelle würde ich mich mit dem Teamleiter zusammen setzen und ihm erklären, dass du kein Voller Mitarbeiter bist sondern ein Praktikant der bis vor kurzem nur Theorie hatte 


 

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Warum nicht einfach ehrlich sein zum Kunden und sagen du bist erst seit x Tagen da, kennst die Abläufe noch nicht und weißt noch nicht über alles Bescheid. Sie mögen sich doch bitte an die anderen Kollegen wenden, und das Gespräch mit dem Chef würde ich auch schnell suchen und ihm sagen, dass du erstmal an die Hand genommen werden willst, schließlich kommst du aus einem anderen Bereich. Bin selber Umschüler und habe immer gesagt das ich aus dem Lager komme und das da eine ganz andere Arbeitsmentalität herrscht, als hier im Büro, damit musste ich erstmal klarkommen ^^

 

Ich wurde bisher nur in meinen Praktikumsbetrieb gesetzt und gammele vor mich hin, lese Zeitung und so :( na ja 2 Monate noch also der komplette Kontrast zu dir

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vor 56 Minuten schrieb freddykrueger:

Warum nicht einfach ehrlich sein zum Kunden und sagen du bist erst seit x Tagen da, kennst die Abläufe noch nicht und weißt noch nicht über alles Bescheid.

Klar.. kannst einem Kunden sagen das sie dir hier jemanden als Projektverantwortlichen hinsetzen der keine Ahnung von irgendwas hat.. das ist allerdings der schnellste Weg um einen Kunden zu verlieren.

 

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Gerade eben schrieb Brapchu:

Klar.. kannst einem Kunden sagen das sie dir hier jemanden als Projektverantwortlichen hinsetzen der keine Ahnung von irgendwas hat.. das ist allerdings der schnellste Weg um einen Kunden zu verlieren.

 

Das ist ja in dem Fall nicht das Problem des Angestellten, sondern das Problem des Chefs, ich kann ja nichts dafür, wenn er mich direkt auf Kunden loslässt, OBWOHL er weiß, dass ich gerade in einer Umschulung stecke, ich würde nicht immer die Probleme der anderen zu meinen Problemen machen, schließlich bin ich nur Praktikant.

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Vermutlich wurde er nicht als Umschulungs-Praktikant sondern als vollwertiger Mitarbeiter vorgestellt, verkauft und berechnet.

Und wie lange das Praktikum bei dem Kunden dann noch dauert, entspricht zrika der verbleibenden Praktikumsdauer bis zum Rauswurf.

 

Deshalb: such dir Alternativen @DonSanchez!

 

Bearbeitet von allesweg
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Also dann muss ich kurz Abdriften sorry nur, um das zu Verstehen, wie gesagt mache ja auch gerade ein Praktikum

Also ich bin doch als Praktikant bei Firma X jetzt kommt Kunde Y und sagt, ich habe hier Büros\Serverraum (was weiß ich) mach mal Fertig dann Dackel ich dahin schreib alles auf fahre wieder zurück und mach das Angebot, oder nicht?

In meinen Praktikumsbetrieb aktuell habe ich nichts zu tun schreibe ja auch gerade während der Arbeitszeit ^^, aber wenn ich meine Kollegen beobachte die machen Tel. und Remote Support für ERP Software da kann ich doch sagen puh keine Ahnung ich verbinde sie mal warum soll das dann wie gesagt mein Problem sein, wenn der Chef mich da einfach ans Telefon setzt

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Klar kann man mal zum Kollegen verbinden wenn man Rücksprache halten muss. Machen Ausgelernte ja genauso. 

Aber wenn man alleine(!) vor Ort beim Kunden sitzt kann man nicht mal eben so Rücksprache halten. Und wenn man als Erfahrener XY verkauft wird und dann Fragen zu deinem angeblichen Spezialgebiet kommen erst doppelt nicht. Dann dem Kunden zu sagen, dass man Umschüler ist obwohl man als Profi mit einem dreistelligen Stundenlohn verkauft wird...

Ja, Rücksprache um Gottes Willen immer. Niemand kann alles wissen! Aber wenn der Chef den Kunden belügt und du ihm dann die Wahrheit sagst kannst du eigentlich nur verlieren. Lieber die Klappe halten, irgendwie durchmogeln und schnellstmöglich was Neues suchen.

 

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vor 3 Stunden schrieb freddykrueger:

Also ich bin doch als Praktikant bei Firma X jetzt kommt Kunde Y und sagt, ich habe hier Büros\Serverraum (was weiß ich) mach mal Fertig dann Dackel ich dahin schreib alles auf fahre wieder zurück und mach das Angebot, oder nicht?

Ich glaube, der Ausgangspost zielt auf eine andere Konstellation, aber dazu wissen wir zu wenig über den konkreten Auftrag / Umfeld / Skills usw.

Der Punkt ist halt, dass er sich unsicher fühlt und einen Auftrag alleine durchführen soll. Gut, ich erinnere mich an eine Zeit während meiner kaufmännischen Ausbildung, da hat mich der Chef die ganze Verbandsgemeinde hoch und runter geschickt mit dem Auftrag „Verantwortlichen den Katalog und Kalender überreichen, sich vorstellen und einen schönen Tag wünschen“. Ich vermute mal, der Auftrag war technisch und praktisch realisierbar und sollte zeigen, dass Kundenkontakte auch ein Aspekt sind, vor dem man keine Angst haben muss.

Solange wir hier nichts über die konkreten Aufgaben erfahren, bleibt vieles im Unklaren und damit bleibt ein wesentlicher Punkt auch im spekulativen Bereich.

Warten wir doch einfach mal ab, ob sich der TE noch weiter äußert. Vielleicht klärt sich die Situation dann doch noch auf.

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vor 6 Minuten schrieb tkreutz2:

Solange wir hier nichts über die konkreten Aufgaben erfahren, bleibt vieles im Unklaren und damit bleibt ein wesentlicher Punkt auch im spekulativen Bereich.

Ehm. Sorry aber nein.

Ein frischer Praktikant/ Umschüler hat sich NICHT quasi ALLEINE um Projekte oder Kunden zu kümmern. Punkt.

Und übrigens der TE hat doch ein bisschen was geschrieben:

Am 12.5.2022 um 18:50 schrieb DonSanchez:

Quasi von Tag 1 an wurde ich voll eingespannt und direkt auf Kunden "losgelassen". Da sind dann direkt größere Kundenprojekte bei mir gelandet in denen ich mich jetzt in Online-Meetings mit mehreren anderen Teilnehmern auseinandersetze die selber alle ITler sind aber von mir Beratung bzgl. verschiedenster IT-Themen wollen oder ich soll es beim Shared Screen für die machen, ganze Strukturen aufsetzen, Cloud-Umgebungen mit sonstwas einrichten und zig andere Sachen.

 

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vor 14 Stunden schrieb Brapchu:

Ehm. Sorry aber nein.

Ein frischer Praktikant/ Umschüler hat sich NICHT quasi ALLEINE um Projekte oder Kunden zu kümmern. Punkt.

Und übrigens der TE hat doch ein bisschen was geschrieben:

 

Dem stimme ich grundsätzlich zu, was ich auch schon geschrieben habe. Dennoch kennen wir nur eine Seite von der Gesichte. Und solange wir nicht die andere Seite kennen, bleibt doch vieles im Bereich der Annahmen. Man darf auch nicht den Fehler machen, dem Geschriebenen 1:1 Glauben zu schenken.

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Das war bei meinem ersten Job nach der Ausbildung auch so, ich war da generell permanent komplett überfordert und wurde auch zu Kunden gesendet (ohne irgendeine Ahnung zu haben worum es geht).

20 Jahre später ist das Fazit eigentlich, dass ich das damals nicht hätte mitmachen dürfen. Zur professionellen Arbeit gehört ja auch eine offene Kommunikation. Ich würde zu meinem Vorgesetzten gehen und ganz klar und sachlich kommunizieren, wo die aktuellen Probleme liegen, und was du dir wünschen würdest um die Probleme zu lösen.  Das hier zu posten löst das Problem nicht.

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Am 12.5.2022 um 18:50 schrieb DonSanchez:

Kurz zur Ausgangssituation: Mache eine Umschulung zum FISI die 2 Jahre dauert. Die ersten 15 Monate Theorie sind nun durch und nun bin ich frisch im Praktikumsbetrieb bei dem ich jetzt die restlichen 9 Monate mach.

Praktikumsbetrieb ist relativ familiär und hat unter 15 Mitarbeiter. Quasi von Tag 1 an wurde ich voll eingespannt und direkt auf Kunden "losgelassen". Da sind dann direkt größere Kundenprojekte bei mir gelandet in denen ich mich jetzt in Online-Meetings mit mehreren anderen Teilnehmern auseinandersetze die selber alle ITler sind aber von mir Beratung bzgl. verschiedenster IT-Themen wollen oder ich soll es beim Shared Screen für die machen, ganze Strukturen aufsetzen, Cloud-Umgebungen mit sonstwas einrichten und zig andere Sachen. Das geht über die Basics und die Sachen die in der Theorie vermittelt wurden wirklich weit hinaus, von vielen Produkten/Features habe ich noch nie was gehört.
Da rette ich mich dann nur indem ich beim Kunden "herumlaber" - und zwar so, dass der nicht unbedingt merkt, dass ich von dem ganzen Zeug noch weniger Ahnung habe als er. Ist mir schon unangenehm und ich komm mir da auch richtig blöd vor.

Hätte ich jetzt die Möglichkeit mich erst mal in eine Software/Materie/etc. einzulesen und mir da selber was anzueignen und es danach für Kunden (denen ich übrigens voll abgerechnet werde, wie ein Ausgelernter vom Fach - ich werde auch nirgendswo als Praktikant oder Azubi vorgestellt oder gehandelt) durchzuführen würde ich mich ja sicher fühlen und könnte dem Kunden dann auch von Nutzen sein, aber so ist das echt heftig.

Den Betrieb selber mag ich eigentlich, die Leute sind nett, loben einen und haben eine "das passt schon, wirst ins kalte Wasser geworfen und dann lernste schwimmen" Philosophie.
Trotzdem frag ich mich jetzt ob das die Norm ist oder ob es nicht vielleicht doch eher so sein sollte, dass ein frischer Praktikant der bisher nur 15 Monate Corona-Theorie vor dem Bildschirm daheim hatte, erst mal die Sachen gezeigt bekommen sollte, die er dann für andere später selbst tun soll. Bzw. wenigstens die Möglichkeit bekommen, dass er sich da einarbeitet bevor er gleich selbst in Meetings und Projekte gesteckt wird und als Verantwortlich dasteht.

 

So, vielleicht hatte ja jemand den Nerv sich mein Mimi durchzulesen und kann mir da von den eigenen Erfahrungswerten berichten 🙂

Finde ich schon sehr übertrieben würde es aber trotzdem mitmachen* "Musst du ja...". Ne an sich mache das ganze einfach versuche es. Du kannst nichts falsch machen und wenn dann muss der Betrieb dafür verantwortlich gemacht werden und nicht du. Stelle viele Fragen und nerve die Mitarbeiter. Einfach machen dafür sind die da.

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das ganze alleine aufziehen muss, da die Versicherung von dem Betrieb beifall geklatscht hätte. Wenn es aber dennoch so ist dann ist es am Ende Schuld vom Betrieb und nicht von dir. Wenn was schief gehen sollte.

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Am 12.5.2022 um 18:50 schrieb DonSanchez:

Kurz zur Ausgangssituation: Mache eine Umschulung zum FISI die 2 Jahre dauert. Die ersten 15 Monate Theorie sind nun durch und nun bin ich frisch im Praktikumsbetrieb bei dem ich jetzt die restlichen 9 Monate mach.

Praktikumsbetrieb ist relativ familiär und hat unter 15 Mitarbeiter. Quasi von Tag 1 an wurde ich voll eingespannt und direkt auf Kunden "losgelassen". Da sind dann direkt größere Kundenprojekte bei mir gelandet in denen ich mich jetzt in Online-Meetings mit mehreren anderen Teilnehmern auseinandersetze die selber alle ITler sind aber von mir Beratung bzgl. verschiedenster IT-Themen wollen oder ich soll es beim Shared Screen für die machen, ganze Strukturen aufsetzen, Cloud-Umgebungen mit sonstwas einrichten und zig andere Sachen. Das geht über die Basics und die Sachen die in der Theorie vermittelt wurden wirklich weit hinaus, von vielen Produkten/Features habe ich noch nie was gehört.
Da rette ich mich dann nur indem ich beim Kunden "herumlaber" - und zwar so, dass der nicht unbedingt merkt, dass ich von dem ganzen Zeug noch weniger Ahnung habe als er. Ist mir schon unangenehm und ich komm mir da auch richtig blöd vor.

Hätte ich jetzt die Möglichkeit mich erst mal in eine Software/Materie/etc. einzulesen und mir da selber was anzueignen und es danach für Kunden (denen ich übrigens voll abgerechnet werde, wie ein Ausgelernter vom Fach - ich werde auch nirgendswo als Praktikant oder Azubi vorgestellt oder gehandelt) durchzuführen würde ich mich ja sicher fühlen und könnte dem Kunden dann auch von Nutzen sein, aber so ist das echt heftig.

Den Betrieb selber mag ich eigentlich, die Leute sind nett, loben einen und haben eine "das passt schon, wirst ins kalte Wasser geworfen und dann lernste schwimmen" Philosophie.
Trotzdem frag ich mich jetzt ob das die Norm ist oder ob es nicht vielleicht doch eher so sein sollte, dass ein frischer Praktikant der bisher nur 15 Monate Corona-Theorie vor dem Bildschirm daheim hatte, erst mal die Sachen gezeigt bekommen sollte, die er dann für andere später selbst tun soll. Bzw. wenigstens die Möglichkeit bekommen, dass er sich da einarbeitet bevor er gleich selbst in Meetings und Projekte gesteckt wird und als Verantwortlich dasteht.

 

So, vielleicht hatte ja jemand den Nerv sich mein Mimi durchzulesen und kann mir da von den eigenen Erfahrungswerten berichten 🙂

Meine Erfahrung:

Ich bin aktuell auch als Umschüler in meinem Praktikumsbetrieb tätig, welcher <15 Personen beschäftigt.

Von Anfang an wurden meine Kompetenzen abgefragt und eingegrenzt. Damit wurde bereits im Bewerbungsgespräch begonnen und an meinem Probetag weitergeführt. 

Der erste Arbeitstag verlief super angenehm. Ich sollte meinen eigenen Arbeitsplatz einrichten usw... Kurz darauf habe ich mich mit den Firmen internen Tools auseinander setzen müssen, also zu Anfang total easy Aufgaben.

In den folgenden Tagen, wurde ich immer mehr in Betriebsprozesse mit einbezogen, aber niemals alleine zum Kunden geschickt bzw. hatte ich nie ein Angebot oder ähnliches dem Kunden vorstellen müssen. 
Klar, wurde ich gebeten hier und da ein Angebot zu erstellen, auch wenn diese nie dem Kunden vorgestellt wurden, einfach nur um meine Skills im Consulting zu verbessern.

Telefondienst durfte ich auch schon machen, allerdings sollte ich die Leute je nach Abteilung kategorisieren und zu den richtigen Mitarbeitern weiterleiten. Tickets abarbeiten darf ich auch alleine und bei Fragen wird mir stets eine Hilfestellung geboten.

Ich war auch schon bei Kundenterminen mit und durfte mir alles "anschauen". Aber niemals alleine und vor allem wurde ich nie mit abgerechnet. Das grenzt meiner Meinung nach schon an Betrug einen Praktikanten voll abzurechnen!

Die paar Sachen, die einem während der Umschulung theoretisch durch einen Bildschirm reingeprügelt werden, reichen definitiv nicht aus um Kunden ausreichend zu beraten, zumal auch vieles außer Acht gelassen wird, wenn man zuvor nie etwas mit der Branche zu tun hatte.

Entweder liegt deinem Chef echt nicht viel an Kundenbindung oder er denkt du bist der größte Überflieger.

Mein Praktikumsbetrieb verhält sich mir als Umschüler, definitiv merkbar anders als den dort angestellten Azubis.

Man merkt auf jeden Fall, dass die Leute es auf dem Schirm haben, dass ich "nur" Umschülerin bin.

Mein Tipp: Zum Chef gehen und ihm erklären, dass du aus einem anderen Bereich kommst und dir noch ein paar technische know-hows fehlen, um selbstbewusst mit Kunden zu kommunizieren.

Anscheinend hast du deinen eigenen Weg schon gefunden um einigermaßen "heil" aus den Kundengesprächen zu kommen. Allerdings ist es nicht Sinn der Sache mit Halb- bzw. gar keinem Wissen die Kunden hinzuhalten!

Ich selber bin bei meinem Bildungsträger 1-er Kandidat. Wenn ich mir allerdings meine Wissenslücken anschaue frage ich mich wo das gerechtfertigt ist.. Ich bin der Meinung, dass der Praktikumsbetrieb deine Wissenslücken füllen sollte oder dir zumindest die Zeit geben sollte um dies selber zu tun
 

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