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Der Staat als Arbeitgeber. Eine Alternative?


bitweiser

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Hallo Community,

zurzeit Arbeite ich in der IT-Dienstleistung und bin semi zufrieden. Wobei, ich kenne nur die IT-Dienstleistung 😄

  • Projekte sind gut
  • Gehalt ist sehr gut (Gutes Grundgehalt + viele Boni)
  • Fast 100& Homeoffice (Remotearbeit)
  • Kollegen sind gut
  • Chef ist flatterhaft. Geht so

Jetzt wurde ich durch einen Freund gefragt, ob ich nicht in deren Behörde (staatlich) arbeiten will. Sie suchen noch Entwickler für Ihre neue Cloud-Software.

Ich würde schon mal gerne etwas anderes als IT-Dienstleistung ausprobieren. An den Staat als Arbeitgeber habe ich auch schon öfters gedacht. Zudem gibt es Zuhause immer mehr Diskussionen darüber warum ich so viel Arbeite und immer 24h erreichbar bin. Ich würde meiner Freundin damit auch entgegen kommen, wenn die Tage mehr Struktur hätten und das Telefon nicht jeden Tag klingelt.

Meine Sorgen sind jetzt, dass ich mich nicht an folgende Dinge gewöhnen könnte:

  • Wieder im Betrieb arbeiten
  • Nicht zu arbeiten wann ich will (fast ausschließlich in der Nacht)
  • Durchzuarbeiten und dann mal 1 Woche frei machen (Bsp.)
  • Weniger arbeiten (Ich mag es gebraucht zu werden und ich arbeite gerne)
  • Unterforderung?
  • Sicherlich eine viel geringere Bezahlung (Ist der Staat)
  • Nur ein Projekt (zumindest für eine lange Zeit)

Ich weiß, das hört sich nach Luxusproblemen an. Doch ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Ich habe Angst, dass ich es versuche und dann das alles nichts für mich ist. Wiederum auch die Sorge davor, dass meine Freundin aufhört zu meckern, da Sie nicht mehr da ist. Zudem auch, dass ich sehr starke Einschnitte im Gehalt machen muss. Man hat sich einen Lebensstandard aufgebaut und abstriche zu machen, ist oft hart 😅

Hat jemand einen Tipp, Rat oder eine ähnliche Erfahrung gemacht? Oder bietet der Staat etwas besonderes, was ich nicht weiß und dann ist mein Interesse geweckt?

P.s.
Ich weiß, ich kann auch die Möglichkeit von einer Software-Firma mit Inhouse-Software in Betracht ziehen. Doch hier geht es mir um die Arbeit bei einer Behörde (Staat).

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Du solltest dir erst mal klar darüber werden, was du selbst überhaupt willst.

Struktur <-> durcharbeiten, um die Überstunden abzubummeln
Das kann man schlecht vereinen.

Wenn du das weißt, und der neue Job eine Alternative für dich wäre, kannst du dir ja einfach weitere Infos von deinem potentiellen Arbeitgeber holen.

Dann wirst du auch wissen, wie viel Gehalt du bekommst, ob es dir reicht oder du vielleicht sogar mehr bekommst, ob du Home-Office machen kannst, etc.
Wenn du dann die Infos hast, kannst du ja abwägen, ob es sich für dich lohnt.

 

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Wie alt bist du? Was verdienst du derzeit? In welcher Region lebst du? Gibt es eine konkrete Stelle auf die du dich bewerben kannst, wenn ja, welche Eingruppierung hat die? Hast du ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen? Ist es wirklich der Staat, dann wohl das ITZBund? oder eine Stelle beim Land/Stadt?

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vor 7 Stunden schrieb bitweiser:
  • Wieder im Betrieb arbeiten
  • Nicht zu arbeiten wann ich will (fast ausschließlich in der Nacht)
  • Durchzuarbeiten und dann mal 1 Woche frei machen (Bsp.)
  • Weniger arbeiten (Ich mag es gebraucht zu werden und ich arbeite gerne)
  • Unterforderung?
  • Sicherlich eine viel geringere Bezahlung (Ist der Staat)
  • Nur ein Projekt (zumindest für eine lange Zeit)

Ich arbeite beim Staat:

  1. Ich bin seit März im Homeoffice und die Regelung gilt weiterhin bis 14.01.2020. Abgesehen von Corona habe ich zwei feste Homeoffice Tage, mehr sind möglich.
  2. Mach ich trotzdem
  3. Ist nicht wirklich gesund und man gewöhnt sich doch recht schnell an gewöhnliche Arbeitszeiten
  4. Du kannst hier genauso viel arbeiten wie sonst wo. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das berühmte Beamtenmikado gilt nicht für die meisten IT-Abteilungen im öD.
  5. Hängt ganz von deinem gewünschten Aufgabengebiet ab. Nur weil es öD ist, heißt es nicht, dass es weniger anspruchsvoll sei
  6. Das muss auch nicht mehr gegeben sei. Kannst Dich gerne mal im Gehaltsthread informieren
  7. Ich habe aktuell 3 Projekte parallel, manche haben 1, hatte auch schon 6.

Deine Thesen sind somit fast alle widerlegt. Natürlich kommt es auf den AG an. Wenn Du in einem kleinen Einwohnermeldeamt den IT-Mensch für alles machst (PC aufstellen, Software installieren, Support leisten) ist das natürlich nicht so anspruchsvoll wie wenn Du bei einem größeren IT-Arbeitgeber bewirbst wie zum Beispiel das IT-DLZ in Bayern.

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vor 2 Stunden schrieb eneR:

Wie alt bist du? Was verdienst du derzeit? In welcher Region lebst du? Gibt es eine konkrete Stelle auf die du dich bewerben kannst, wenn ja, welche Eingruppierung hat die? Hast du ein abgeschlossenes Studium nachzuweisen? Ist es wirklich der Staat, dann wohl das ITZBund? oder eine Stelle beim Land/Stadt?

Mitte 30. Jetzt ist das Grundgehalt ca. 70'000 €. Mit Boni und allem kam ich letztes fast auf 95'000 €. Lebe in der Nähe von Hannover. Aber da ich für einen IT-Dienstleister arbeite, arbeite ich Europaweit (Remote). Ich bin so etwas wie ein Geier in der IT. Das heißt, ich komme meist zu Projekten, die schon Ihre Laufzeit sehr weit überschritten haben oder kurz vor dem Scheitern sind. Diese versuche ich dann zu rettet (meist noch mit 2-3 anderen), damit diese endlich zum Abschluss kommen (und das auch, soweit es geht zufriedenstellend). Deswegen die viele Arbeit. Da es eigentlich keine Zeit mehr gibt, muss ich dann soviel und vor allem schnell arbeiten. Das nervt meine Freundin natürlich 😅

Die Stelle soll zwischen E10 - E13 sein. Ein Studium habe ich nicht. Nur eine Ausbildung zum FIAE mit ca. 13 Jahren Berufserfahrung. Ebenfalls strebe ich keine Führungsposition an. Ich will nur coden 😅

 

@awesomenik

Danke für Deinen Input. Ich habe einen Thread aufgemacht, damit ich viele Informationen sammeln und dann besser abwägen kann. Natürlich will ich meinen Freund dazu noch einiges fragen. Nur leider sehe ich Ihn erst nächste Woche wieder. Ich wurde erstmal nur so nebenbei gefragt 🙂

 

@thereisnospace

Danke für Deine Antwort.

Bearbeitet von bitweiser
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vor 58 Minuten schrieb bitweiser:

Da es eigentlich keine Zeit mehr gibt, muss ich dann soviel und vor allem schnell arbeiten. Das nervt meine Freundin natürlich

Offensichtlich die ersten Warnzeichen. Wenn dir was an der Beziehung liegt...

vor 9 Stunden schrieb bitweiser:

Zudem auch, dass ich sehr starke Einschnitte im Gehalt machen muss.

 

vor 59 Minuten schrieb bitweiser:

Die Stelle soll zwischen E10 - E13 sein. Ein Studium habe ich nicht. Nur eine Ausbildung zum FIAE mit ca. 13 Jahren Berufserfahrung. Ebenfalls strebe ich keine Führungsposition an. Ich will nur coden

Schwierig. Du musst herausfinden nach welchem TV diese Behörde zahlt. Ein eigener Haustarif oder TVöD Bund/Land?

Wenn es der TVöD Bund/Land ist, wird eine vorhersage ganz schwierig weil es vor allem in der Eingruppierung zig Unterschiede gibt. Ausgehend von den 95k wirst du höchstwahrscheinlich auf ca. 30k bis 40k verzichten müssen.

Und dann gibt es je nach Behörde auch gerne den "Trend" das Coden an extern abzugeben. So findest sich dann der eine oder andere interne Anwendungsentwickler eher in der Rolle als Projektmanager wieder. 

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Ich möchte noch eine Dritte Option in den Raum werfen: mit dem Gehalt steckt sicher eine gewisse Expertise dahinter. Mit dieser Expertise wird sich doch ein guter Job finden lassen, mit einem ähnlichen oder etwas weniger Gehalt, dafür aber geregelten Arbeitszeiten - im Kontrast zu einem deutlich geringeren Gehalt beim Amt (wobei ohne die Zahlen von dort zu kennen man dazu auch nichts genaueres vermuten kann).

@bitweiser

Was wir mehr Sorgen macht ist aber, dass du auf der einen Seite "den Stress brauchst", auf der anderen Seite aber wegen deiner Freundin etwas "zurücktreten" möchtest oder musst, damit hier weniger Belastung ist. Für mich hört sich das aber auch nach einer Doppelbelastung an, die auf Dauer nicht gesund sein wird. Ich weiß natürlich nicht wie es bei euch aussieht, aber wichtig ist, darüber zu reden. Bringt ja auch nichts, wenn du einen ruhigeren geregelten Job hast, ihr dann aber bei der Lebensqualität abstriche machen musst, wodurch dann aber auch keine Zufriedenheit entsteht. Man kann ja auch gemeinsam in eine Richtung planen, zum Beispiel dass du dort noch ein paar Jahre arbeitest bis gewisse Verpflichtungen erledigt sind, dann aber einen Gang zurück stellst (dann hat an quasi gleich viel mit später weniger Stress).

Ansonsten kann man sich auch eine Entscheidungsmatrix machen und Freunde zu Rate ziehen, die einen besser kennen als wir hier im Forum (gerade bei sehr persönlichen Fragen/Umständen finde ich das immer besser). 

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Am 4.12.2020 um 00:18 schrieb bitweiser:
  • Spannende Projekte
  • Gehalt ist sehr gut (Gutes Grundgehalt + viele Boni)
  • Fast 100& Homeoffice (Remotearbeit)

Alleine schon diese Aufzählung disqualifiziert den Staat, meiner Meinung nach, als Arbeitgeber.

Es gibt ganz, ganz wenig Behörden, die Wert auf die Telearbeit legen. Es wird oft nicht ohne Grund wehement auf Präsenz bestanden. 2 Tage die Woche grenzen schon an ein Wunder. Für spannende Projekte werden externe Berater angeheuert und das Gehalt ist gedeckelt.

Die Auswirkungen, die alleine flexible Arbeitszeiten und die Remotearbeit auf die Arbeitszufriedenheit und somit das eigene Wohlbefinden haben, werden in Deutschland unglaublich unterschätzt. Zusammen mit den Einsparungen, die in Form von Benefits an den MA weitergegeben werden können. Wenn das Modell ohne wenn und aber vom Unternehmen gelebt wird (dazu gehört leider auch das konsequente Aussieben der MA, die mit dieser Freiheit nicht umgehen können), ist das Potential immens. Ganz zu schweigen von der damit einhergehenden Mitarbeiterbindung.

Ich bin gespannt, wann sich diese Erkenntnis auch in DE durchsetzt.

Bearbeitet von Kwaiken
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Am 4.12.2020 um 08:52 schrieb bitweiser:

Mitte 30. Jetzt ist das Grundgehalt ca. 70'000 €. Mit Boni und allem kam ich letztes fast auf 95'000 €. Lebe in der Nähe von Hannover. Aber da ich für einen IT-Dienstleister arbeite, arbeite ich Europaweit (Remote). Ich bin so etwas wie ein Geier in der IT. Das heißt, ich komme meist zu Projekten, die schon Ihre Laufzeit sehr weit überschritten haben oder kurz vor dem Scheitern sind. Diese versuche ich dann zu rettet (meist noch mit 2-3 anderen), damit diese endlich zum Abschluss kommen (und das auch, soweit es geht zufriedenstellend). Deswegen die viele Arbeit. Da es eigentlich keine Zeit mehr gibt, muss ich dann soviel und vor allem schnell arbeiten. Das nervt meine Freundin natürlich 😅

Die Stelle soll zwischen E10 - E13 sein. Ein Studium habe ich nicht. Nur eine Ausbildung zum FIAE mit ca. 13 Jahren Berufserfahrung. Ebenfalls strebe ich keine Führungsposition an. Ich will nur coden 😅

Ausgehend davon würde ich im ÖD unter EG13 nicht einsteigen. Bedenke, dass der ÖD eine IT-Fachkräftezulage bis zu 1000€ im Monat zahlen darf!

Im besten Fall: Du steigst mit TVÖD 13 Stufe 3 ein (Soweit ich weiß ist 3 die höchste Erfahrungsstufe mit der man als "Neuling" in den ÖD einsteigen kann.

Das sind 59950€ Brutto p.a.

Dir wird zusätzlich eine Fachkräftezulage mit den vollen 1000€ gewährt.

71950€ p.a. wäre dann Dein Maximalgehalt. 

Dafür dann wahrscheinlich:

- 38-39 Stunden Woche

- Gleitzeit wird auch abgefeiert

- Gehalt wird jedes Jahr um 1-3% erhöht

- Nach einigen Jahren steigst Du innerhalb EG13 auf Erfahrungsstufe 4,5,6. Momentan beträgt der Spread zwischen 3 und 6 ca. 25%. Anstatt 59950 -> 74330, immerhin 86K mit Zulage.

 

Für das alles muss der ÖD sich aber schon sehr weit aus dem Fenster lehnen. Möglich, aber ohne Studium unwahrscheinlich.

Für ein gutes Gehalt (80K+) mit nicht zu viel Arbeit würde ich große Industrieunternehmen mit z.b. IG Metall Vertrag empfehlen.

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vor 41 Minuten schrieb Showtime86:

Für ein gutes Gehalt (80K+) mit nicht zu viel Arbeit würde ich große Industrieunternehmen mit z.b. IG Metall Vertrag empfehlen.

IG Metall ist natürlich ne interessante Sache aber die zugehörigen Firmen zu finden, außer den 1-2 die man kennt in der Region ist gar nicht mal so einfach oder gibt es da irgendwo eine Liste bzw. Jobbörsen, die nach sowas filtern lassen?

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vor 56 Minuten schrieb Showtime86:

Bedenke, dass der ÖD eine IT-Fachkräftezulage bis zu 1000€ im Monat zahlen darf!

Genau, darf, wird aber in den aller seltensten Fällen.

vor 58 Minuten schrieb Showtime86:

Im besten Fall: Du steigst mit TVÖD 13 Stufe 3 ein

Ohne Studium nahezu unmöglich. Und für Stufe 3 müsste man dann schon einige Jahre relevante Berufserfahrung nachweisen.

vor 59 Minuten schrieb Showtime86:

Nach einigen Jahren steigst Du innerhalb EG13 auf Erfahrungsstufe 4,5,6

Einige Jahre ist gut.. von Stufe 3 auf Stufe 6 dauert das 15 Jahre. Und wenn man nicht in der E13 anfängt sondern z.B. aufgrund fehlender Qualifizierung niedriger (und nebenberuflich studiert um da höher zu kommen) gerne auch mal viel länger als 15 Jahre.

vor einer Stunde schrieb Showtime86:

Für das alles muss der ÖD sich aber schon sehr weit aus dem Fenster lehnen. Möglich, aber ohne Studium unwahrscheinlich.

Wohl war.

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vor 28 Minuten schrieb Velicity:

IG Metall ist natürlich ne interessante Sache aber die zugehörigen Firmen zu finden, außer den 1-2 die man kennt in der Region ist gar nicht mal so einfach oder gibt es da irgendwo eine Liste bzw. Jobbörsen, die nach sowas filtern lassen?

Nope, nicht mal die IG Metall selbst rückt da Infos raus. Unverständlicherweise aber auch auf Nachfrage kam nichts. Total bescheuert, aber ist halt so.

vor 7 Minuten schrieb eneR:

Genau, darf, wird aber in den aller seltensten Fällen.

"Kann" und "bis zu" eben...

Zusätzlich ist die Zulage bei Neueinstellungen auf max. 5 Jahre befristet danach läuft sie ab/aus. Danach muss sie neu beantragt werden, wieder für max. 5 Jahre. Also min alle 5 Jahre mit dem Vorgesetzten zoffen, dass der die Zulage wieder und in der selben Höhe für dich beantragt und auch bekommt...

vor 7 Minuten schrieb eneR:

Ohne Studium nahezu unmöglich. Und für Stufe 3 müsste man dann schon einige Jahre relevante Berufserfahrung nachweisen.

Stufe 3 bedeutet 6 Jahre einschlägige BE, mir wurde auch bei einer Stelle Stufe 4 beim Einstieg in Aussicht gestellt.

 

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Die größten kann man hier finden, aber die meisten davon dürften ja bekannt sein:
https://www.gesamtmetall.de/branche/portrait/grosste-me-unternehmen

Kleine Hidden Champions die nach IGM ME Industrie zahlen zu finden ist nicht so leicht.

Zum öD, E13 ohne Studium, glaube ich erst wenn ich es sehe.
E10-11 ist ja heute möglich(er) als früher. Wobei auch da viele öD "Firmen" auf Studium bestehen.

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vor 4 Minuten schrieb eneR:

Stufe drei erreicht man nach drei Jahren, Stufe vier wären sechs Jahre.

Mein ich ja... 1 Jahr Stufe 1 + 2 Jahre Stufe 2...

vor 4 Minuten schrieb eneR:

Das mit "in Aussicht" ist immer so eine Sache...

Es hieß im Gespräch "wegen der BE gibt/gäbe es die EG10 in Stufe4".

Allerdings muss man sagen, dass der ÖD gerne eine EG tiefer einstuft als in der Stellenausschreibung angegeben sobald "Studium oder ähnliche Qualifikation" verlangt sind und man nur "ähnliche Qualifikation" bieten kann. Fand ich nicht sehr prickelnd als ich das herausfinden durfte.

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Wie ist es denn allgemein bei Behörden, hat man da auch Verhandlungsspielraum (zum Beispiel steht in der Stellenausschreibung EG10, aber man möchte EG11 oder sie bieten Stufe 1 an und man möchte eine höhere Stufe) oder können die einem gar nicht entgegen kommen?

Ggf. könnte sich der TE dann einfach mal bewerben und sehn, wie weit sie entgegen kommen. Der Unterschied zu seinem aktuellen Gehalt ist ja dann doch eine Hausnummer (vor allem ohne eine Verbeamtung) 

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vor 3 Stunden schrieb pr0gg3r:

Wie ist es denn allgemein bei Behörden, hat man da auch Verhandlungsspielraum [...] oder können die einem gar nicht entgegen kommen?

Gute Frage ich denke mal, da in der Ausschreibung das Gehalt schon recht genau angegeben ist über die EG, ist da nicht mehr viel zu machen. Vielleicht noch über die IT-Zulage oder eine höhere Einguppierung, aber sonst...

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Danke an alle für Ihre Antworten.

Um es Kurz zu machen. Die Stelle wäre E12 Stufe 3 und unbefristet. Es gäbe zwar noch Weihnachtsgeld, aber das ist zum Vergleich zu meiner jetzigen Situation sehr viel weniger Geld. Auch wäre meine Tätigkeit am Projekt für mich persönlich zu langweilig. Ein Dashboard bauen und Daten vom Backend abfangen und wiedergeben.

Ich habe mich auch etwas anderweitig umgeschaut und konnte auch einige Betriebe finden, wo ich in der ersten Bewerbungsinstanz schon mit Ihnen grün werden konnte, über das Gehalt und weitere Konditionen. Vielleicht klappt ja alles bis vor Weihnachten. Wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk 😄

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Ich kann dir mal meine Erfahrung aus dem ÖD teilen. Wichtig ist zunächst die Unterscheidung in was für einer Behörde du bist. Bund oder Land. Die haben unterschiedliche Tarifverträge. Das Land Hessen hat auch nochmal andere Konditionen. Generell ist der Bund immer ein bisschen besser dran. Bei den Ländern soll es ab 2021 aber eine neu Strukturierung der EGO für ITler geben. Bei uns gibts dazu allerdings keine Infos. 
Wie überall hängt es stark von den Führungskräften und der Verwaltung ab, wie du Eingruppiert wirst. Es ist durchaus möglich als Fachinformatiker über den Sonstigen Angestellten in eine E11, E12 oder E13 zu gelangen. Es müssen nur alle wollen. Auch vorweg Gewährungen der Stufen sind durchaus möglich. Das alles am besten vorher klären. Und lass es dir schriftlich geben. Auch im ÖD versprechen dir viele Blühende Landschaften und bieten dir am Ende im besten Falle ein altes Moor... Generell gilt, was du zum Einstieg nicht hast, wirst du zeitnah und in einem mittleren Zeitraum nicht ohne viel Stress bekommen. So viel dazu.

 

Die Arbeitsbedingungen sind ansonsten ganz gut. Überstunden soll man zeitnah abbauen, wenn man welche macht. 30 Tage Urlaub und die JSZ. Die Altersvorsorge ist ganz okay und es gibt ganze 3€ VWL. :D Man will ja keine Millionäre züchten.
Bei uns gibts durchaus spannende Projekte, wir versuchen immer auf aktuelle Technologien zu setzen und sind auch im agilen Wandel mit der gesamten Behörde. Es geht also durchaus etwas, wenn viele wollen. HomeOffice ist bei Bedarf verfügbar, allerdings muss man dafür zu Hause ein abschließbares Büro haben. Das wird vorher auch tatsächlich vor Ort Kontrolliert. 

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@bitweiser
Der Unterschied zwischen EG12 und EG13 ist im öD relativ gering (EG12/6 zu EG13/6 sind beim Bund ca. 300€ Brutto pro Jahr Unterschied, da Jahressonderzahlung mit >=EG13 20% geringer ausfällt als mit EG12. Zudem ist EG13 i.d.R. mit Personalverantwortung verbunden. Bei meiner aktuellen Behörde haben mehrere Teamleiter auf die Höhergruppierung von EG12 auf EG13 verzichtet, weil ihnen mit EG13 keine Überstunden mehr angeordnet werden können (gibt hier tatsächlich eine Verordnung) und somit die Zeitzuschläge bei Überstunden entfallen, was unterm Strich trotz höherem Brutto weniger netto bedeutet.
Genug zu tun gibt es allemal.Du kannst aber freiwillig entscheiden ob du Überstunden machen möchtest.

Am 12/4/2020 um 12:18 AM schrieb bitweiser:
  • Projekte sind gut
  • Gehalt ist sehr gut (Gutes Grundgehalt + viele Boni)
  • Fast 100& Homeoffice (Remotearbeit)
Am 12/6/2020 um 9:02 PM schrieb Kwaiken:

Alleine schon diese Aufzählung disqualifiziert den Staat, meiner Meinung nach, als Arbeitgeber.

Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben, gibt mMn. genug spannende Projekte im öD. Meistens verzapfen viele Externe Unsinn den wir dann doch selbst auslöffeln müssen.

@bitweiser

mit 13-15Jahren BE sollten Möglichkeiten vorhanden sein direkt mit EG12 eingestellt zu werden. Maximal 9 Jahre wären für die Kompensation des Studiums notwendig (ITZBund), wobei es auch andere Behörden gibt, die 3 Jahre als Kompensation für das fehlende Studium nehmen. 
 

ÖD ist also nicht gleich öD! Selbst beim Bund gibt es große Unterschiede.
Der Bund ist tendenziell etwas großzügiger Länder oder Kommunen (subjektiv).


Zusätzlich zur IT-Fachkräftezulage gibt es auch die Vorweggewährung von Stufenlaufzeiten. Möglich ist auch eine höhere Stufenzuordnung als 3 zur Einstellung - allerdings alles nur wenn die Behörde sich flexibel genug zeigt. Das ist alles Kann-Leistung der Behörde und darauf gibts keinen Rechtsanspruch.
Je nachdem wie sehr man überzeugt hat und die generelle Bewerberlage ist, geht im öD einiges, wenn es die auch Behörde lebt. Man muss klar formulieren: unter xxxx€ fange ich nicht an. Nur dann hat man sowieso eine Chance.
Es gibt bisher aber nur sehr wenige Behörden, im Bund tendenziell eher im Geschäftsbereich des BMI angesiedelt, die die Zulagenzahlungen aktiv zur Personalgewinnung & -bindung nutzen.


Mir sind mehrere Fälle bekannt, in denen Bewerbern direkt Stufe 4-6 gewährt wurden, allerdings ohne IT-Fachkräftezulage, weil z.B. der Personalrat die Zulage strikt ablehnt oder durch die Höhere Stufe keine Zulage mehr notwendig war.

Aber das ist mehr Ausnahme als die Regel und aktuell durch Corona ist die Bewerberlage nicht mehr ganz so desaströs, sprich aktuell ist es schwerer die Zulagen wieder zu bekommen (Verwaltungszwänge). Ohne Studium sowieso, aber nicht unmöglich.

Bei deinen Gehältern ist sich klar zu machen, was man möchte. 90-95k€ sind absolut gesehen sehr gut, aber wenn dann 60h+ dauerhaft fällig sind, kann der öffentliche Dienst mit 39h durchaus doch punkten. Es läuft halt ruhiger und strukturierter ab, wobei es auch genug Möglichkeiten gibt, sich auszutoben und Überstunden zu schieben.

Gezwungen wird man dazu aber eher selten (Anordnung von Mehrarbeit).
Dazu i.d.R. Gleitzeit. Homeoffice hängt (subjektiv)tatsächlich eher von den Vorgesetzten ab, für viele Vorgesetzte galt die Annahme: Homeoffice = Freizeit.
Andere Behörden leben das Homeoffice bereits mit bis zu 3 Tagen pro Woche ohne Probleme. 
Coronabedingt findet hier aber zum Glück auch überwiegend ein Umdenken statt und Mobiles Arbeiten wird sich mittel- bis langfristig endgültig als Standard durchsetzen. 
 

Der öffentliche Dienst ist speziell und ich von mir nicht sicher, ob du früher oder später nicht doch die Schnauze vom öD voll hast, so wie du gerade arbeitest.
Denn er ist tendenziell eher starr und unflexibel. Es muss alles seine Ordnung haben, auch wenn es manchmal etwas realitätsfern erscheint. Ein privatwirtschaftliches mittelständisches Unternehmen ist da erheblich flexibler. Großkonzerne sind zumeist ähnlich starr.

Ganz unabhängig von der möglichen Gehaltslücke, die eher nicht gefüllt werden kann, musst du deine Prioritäten setzen und umsetzen. Wenn du grob gesagt 1/3 Gehalt verzichtest, aber auch 1/3 der Arbeitszeit ist das unterm Strich kein schlechter Deal. Und ich kenne genug Kollegen, die selbst in ihrem Urlaub für die Behörde erreichbar bleiben.

Das gibts im öD auch.

 

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vor 3 Minuten schrieb tTt:

Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben, gibt mMn. genug spannende Projekte im öD. Meistens verzapfen viele Externe Unsinn den wir dann doch selbst auslöffeln müssen.

Okay, den Punkt gebe ich dir. Ist sicher subjektiv. Was ist mit 100% HO und den ~95.000 EUR? Kannst Du das auch nicht unterschreiben? 😉

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vor 8 Minuten schrieb Kwaiken:

Was ist mit 100% HO und den ~95.000 EUR? Kannst Du das auch nicht unterschreiben? 😉

Zu Beginn der Corona Zeit war ich 100% im Homeoffice, mehr als 3 Tage Homeoffice wird aber dauerhafte schwer. Ich persönlich kann mir 100% Homeoffice aber mit meiner aktuellen Arbeit nicht vorstellen. Mir fehlt dann doch das soziale Miteinander mit Kollegen usw. 
Als Sachbearbeiter mit EG12/13 90k€+ als Gehalt bei 39h: No Way! Keine Chance. 70-75k€ sind aber auch nicht allzu schlecht als Fachinformatiker. 

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vor 7 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Die gibt es doch aber auch erst nach 15 Jahren ÖD oder?

Also ich habe sie voraussichtlich nach 5 Jahren BE.

Edit: Oh es wird von einer bestimmten Erfahrungsstufe geredet. Ja, dafür braucht man 2+3+4+5 Jahre um auf die 6 zu kommen.

Bearbeitet von thereisnospace
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