Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

Fachinformatiker.de

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋼) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

Letzter Jobwechsel erweist sich leider als Griff ins Klo

Empfohlene Antworten

Hallo wertes Forum,

ich war bisher immer nur stiller Mitleser und benötige jetzt doch mal einen Rat von euch. Ich habe zum 1. April nach knapp 3 Jahren den Job gewechselt. Leider erweist sich der neue Arbeitgeber als ein Griff ins Klo. MĂŒndlich Gesprochenes aus den VorstellungsgesprĂ€chen hat keine GĂŒltigkeit mehr und es wird an ĂŒbliche Firmenrichtlinien verwiesen. Es wurde z. B. erwĂ€hnt das Homeoffice kein Problem wĂ€re. Weiterhin ist im VorstellungsgesprĂ€ch angepriesen worden das der Arbeitgeber RĂŒcksicht auf die VerhĂ€ltnisse vom Arbeitnehmer nimmt und es keine festen Arbeitszeiten gibt. Mittlerweile hat sich herausgestellt das jedem Mitarbeiter 2 Tage pro Monat Homeoffice zusteht (Corporate Rule) und aufgrund der Dienstleistung fĂŒr den Kunde keine Gleitzeit gibt. Wir bieten dem Kunden von 8:30 - 17:30 feste Servicezeiten an. Dazu kommt das ich mit einem Kollegen regelmĂ€ĂŸig Meinungsverschiedenheiten habe. Dieser ist etwas altmodischer Natur und wehrt sich gegen sĂ€mtliche Neuerungen.

Ich habe demnĂ€chst ein MitarbeitergesprĂ€ch zwecks Probezeit Ende (diese endet Ende September). Bisher ist der grundsĂ€tzliche Tenor das die gerne mit mir weiterarbeiten möchten. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich das auch möchte. Ich hatte bereits vor 2 Wochen ein GesprĂ€ch mit meinem Teamleiter und habe die Probleme (besonders das mit den Meinungsverschiedenheiten) angesprochen. Man weiß das der Kollege nicht sehr einfach ist. Dieser hat wohl schon ab und an manche Neuerung erfolgreich abgelehnt mit Androhung seiner KĂŒndigung. Da dieser Mitarbeiter bereits zum Inventar gehört (ist mittlerweile fast 25 Jahre dabei), genießt dieser halt bestimmte Freiheiten. Dazu kommt das er bei einigen Kunden Spezialwissen hat was kein anderer Mitarbeiter hat.

Wie wĂŒrdet ihr in meiner Situation umgehen? Aktuell ertappe ich mich immer mehr bei dem Gedanken wieder den Jobmarkt zu sondieren um Bewerbungen zu schreiben... aber soll ich schon wieder den Arbeitgeber wechseln?

Viele GrĂŒĂŸe

Fritzi

BezĂŒglich Homeoffice eine Frage ... hast du die Firmenregeln vorher nicht mit dem Arbeitsvertrag zugeschickt bekommen zum durchlesen? Ich lasse mir das gesamte immer vorab zuschicken bzw. wir schicken das auch unseren Bewerbern mit dem Arbeitsvertrag, dass genau solche MissverstĂ€ndnisse nicht vorkommen. Aber ist ja jetzt auch nicht mehr relevant - nur so ein Tipp fĂŒr die Zukunft, so was immer einzufordern, denn gesagt/verstanden wird noch viel wenn der Tag lang ist.

Homeoffice: Ist es fĂŒr dich relevant, dass du mehr HO machst? Wenn ja, dann sprich es an. Stelle eine glasklare Forderung ohne wenn und aber. Z.B. ich möchte garantiert 2 mal die Woche Homeoffice machen (Dienstag und Freitag). Ist das das möglich? Ja oder Nein. Kein lamentieren. Wenn die Antwort "Nein" ist, dann akzeptiere es oder wenn du das nicht kannst, dann ziehe Konsequenzen. Rumjammern bringt niemand weiter.

Kollegen: Ja, die lieben Kollegen. Es gibt immer und ĂŒberall Kollegen die man nicht leiden kann und Meinungsverschiedenheiten sind Alltag. Das ist die ganz normale Arbeitswelt. Ueberall. Und die Rollen / Situationen im Team (nach Belbin/Tuckman/OCEAN-Modell/etc.) kennt man ja auch und sind ganz normal. Die Frage ist wie dein Vorgesetzter damit umgeht, wie es deine persönliche Arbeit beeinflusst bzw. wie du dann damit umgehst. Das ist oftmals eine Einstellungssache.

Probezeit: Als Arbeitnehmer kommst ja immer leicht aus einen Vertrag raus. Von daher wÀre mir die Probezeit relativ egal.

Mein Plan wĂ€re: Ich wĂŒrde ansprechen was mich stört, klar formulieren was ich erwarte/möchte (inklusiver roter Linien) und bis wann. Wichtig ist hier auch klar zu sagen wie ich mich anpasse aka welche Kompromisse ich bereit bin einzugehen. Nur fordern geht nicht. Dann wĂŒrde ich mir persönlich eine Deadline setzen bis wann ich Verbesserungen/Ergebnisse sehen will. Falls dies bis dahin nicht meinen Vorstellungen entspricht wĂŒrde ich mich anfangen zu bewerben.

 

 

Bearbeitet von bigvic

  • Autor

 

Hallo Bigvic,
erstmal vielen Dank fĂŒr deine Antwort.

Wegen Homeoffice: Nein, die Corporate Rules (außer Homeoffice noch diverse andere Dinge wie Fahrzeugnutzung, Telefonnutzung usw.) habe ich vorher nicht bekommen.
Also lebensnotwendig ist Homeoffice nicht. Allerdings wĂ€re es schon ein nettes Nice to Have - da ich mir so etwas ĂŒber 1 Stunde Fahrzeit spare. Ich habe daheim eine pflegebedĂŒrftige Mutter und ich mache nebenbei noch meinen Betriebswirt.
Die Anfrage wegen Homeoffice habe ich bereits gestellt. Die Antwort war eben das mir diese 2 Gleittage Homeoffice pro Monat zustehen und ich diese nutzen kann.

Die Schwierigkeit mit dem Kollegen ist bekannt. Die haben eben auch unsere 3 Azubis und meine anderen 4 Kollegen. Jede Neuerung wird generell sehr kritisch beĂ€ugt und lieber 5x hinterfragt, bevor man diese annimmt. Mein Vorgesetzter sowie auch unsere GeschĂ€ftsfĂŒhrung sind da eben die HĂ€nde gebunden. SpĂ€testens wenn der Kollege mit KĂŒndigung droht, gibt man nach. Dies habe ich bereits 3x erlebt.

Danke. Ich werde im MitarbeitergesprĂ€ch die Themen nochmal ansprechen mit einer Deadline. Und dann werde ich sehen was passiert. Bis dahin werde ich schon mal den Jobmarkt sondieren und mal die offenen Stellen prĂŒfen.

 

vor 19 Minuten schrieb FritziP:

SpĂ€testens wenn der Kollege mit KĂŒndigung droht, gibt man nach. Dies habe ich bereits 3x erlebt.

Drei Mal in vier Monaten? Uiuiui, das ist ja ein "Kollege"...

Meine Meinung nach dem, was Du so geschrieben hast: weg da, der Markt fĂŒr uns IT-ler ist aktuell voll von Angeboten! Wenn Du jetzt schon mit dem "Kollegen" schon jetzt nicht richtig klar kommst, wird das in Zukunft nicht besser, und auch die festen Servicezeiten fĂŒr Kunden werden sich definitiv nicht Ă€ndern, somit ist das mit der pflegebedĂŒrftigen Mutter sehr ungĂŒnstig.

Ich wĂŒrde mich da eher nach einem Job in einer internen IT-Abteilung einer grĂ¶ĂŸeren Firma umschauen. Sofern Du nicht 1st-Level-Support machst, sollte da eine höhere FlexibiliĂ€t möglich sein, was Arbeitszeiten und Homeoffice angeht. Kollegen, mit denen Du nicht klar kommst, kann es natĂŒrlich immer geben, aber das ist oft eher zu verschmerzen als die FlexibilitĂ€t bei Arbeitszeiten und Homeoffice.

vor 2 Stunden schrieb FritziP:

Wie wĂŒrdet ihr in meiner Situation umgehen? 

Viele GrĂŒĂŸe
Fritzi

Ich wĂŒrde versuchen, mir ein möglichst realistisches Bild von dem Unternehmen zu machen (und ob das Bild noch in Einklang zu bringen ist mit den eigenen Vorstellungen). Scheinbar gab es dann ja doch einige Dinge, die sich nicht so verhalten haben, wie sie ursprĂŒnglich einmal besprochen oder verstanden oder gedacht wurden (Möglicherweise auch von beiden Seiten). WĂ€re fĂŒr mich schon ein starker Vertrauensbruch, da braucht man gar nicht auf irgend welche weitere oder internen Rules zu schauen. Vielleicht aber auch einfach ein Kommunikationsproblem.

Ein weiterer Punkt, der Mitarbeiter, der seit 25 Jahren seinen Stein im Brett hat, wird wohl nicht morgen gegangen werden (können), das wĂŒrde das Unternehmen zu viel Geld kosten und wenn sie es in den letzten 25 Jahren nicht getan haben, werden sie es auch nicht morgen oder ĂŒbermorgen einplanen.

Du musst Dich selbst fragen, ob Du Dich mit der Situation noch arrangieren kannst oder nicht. Auch musst Du Dir selbst die Frage stellen, ob Du kurzfristig eine Alternative finden kannst oder nicht. Eben von den beiden Punkten wĂŒrde ich persönlich die Entscheidung abhĂ€ngig machen. Letztendlich ist es aber eine Entscheidung, die auch nur Du treffen kannst.

Der nĂ€chste sinnvolle Schritt wĂ€re auf jeden Fall ein GesprĂ€ch ĂŒber die Punkte, die bisher nicht zufriedenstellend geklĂ€rt werden konnten. Auf dieses GesprĂ€ch solltest Du schon drĂ€ngen, bevor die Probezeit verstrichen ist.

Viel GlĂŒck !

Bearbeitet von tkreutz2

vor 5 Stunden schrieb FritziP:

Ich habe daheim eine pflegebedĂŒrftige Mutter und ich mache nebenbei noch meinen Betriebswirt.

Heißt das ĂŒbersetzt, dass man Homeoffice nutzt um seine Pausenzeit von 30 Minuten auf X Stunden zu erhöhen? Ich frage nur aus Interesse.

Wegen dem problematischen Kollegen: Die findest du in nahezu jedem Unternehmen (leider). Sofern die Leitung nichts dagegen unternehmen möchte, wirst du mit ihm klar kommen mĂŒssen. Solange er sich nichts zu schulden kommen lĂ€sst was eine KĂŒndigung rechtfertigt wird es fĂŒr das Unternehmen sehr teuer werden eine Person nach 25 Betriebsjahren Zugehörigkeit loszuwerden.  Je nach Unternehmen werden dann 1/2 bis X MonatsgehĂ€lter pro Betriebsjahr als Abfindung bezahlt, nur damit die Person geht. Ist schon ein nettes SĂŒmmchen, je nachdem was der Herr so im Monat brutto verdient.

 

 

 

vor einer Stunde schrieb skylake:

Heißt das ĂŒbersetzt, dass man Homeoffice nutzt um seine Pausenzeit von 30 Minuten auf X Stunden zu erhöhen? Ich frage nur aus Interesse.

Genau wegen solchen Vorurteilen bzw. unterschwelligen Unterstellungen haben viele pflegende Angehörige berufliche Probleme. Mein Mann hat Pflegegrad 1 mit einer Stundenzahl von ca. 10 Stunden fĂŒr die komplette Woche. Mein Mann braucht hauptsĂ€chlich morgens UnterstĂŒtzung, die leiste ich VOR Dienstantritt im Home-Office und Abends, wenn ich meinen Dienst beendet habe. Ich habe mich anfangs auch rechtfertigen mĂŒssen, warum ich 75% Home-Office mache.

vor 44 Minuten schrieb Alex_winf01:

 

Den letzten Teil von meinem Zitat nochmal lesen und nachdenken bevor man schreibt, danke. Wenn jemand eine Weiterbildung erledigen möchte und daher HO verlangt, dann wird diese Weiterbildungszeit in 99,99% der FÀlle innerhalb der Arbeitszeit "nebenbei" erledigt. Das kann die Arbeitseffizienz enorm reduzieren (hierzu bei Bedarf entsprechende Literatur sichten). Den Teil hast du scheinbar bewusst ignoriert oder die Lesekompetenz ist nicht sonderlich ausgeprÀgt.

Zudem zielte mein Zitat darauf ab, darĂŒber nachzudenken ob die GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklichsein legitim sind:
Kollegen passen nicht = legitim (aus Sicht von AN/AG)
Fahrzeit sparen = legitim (aus Sicht von AN, AG wird es je nach Konstellation nicht interessieren)
Spritkosten sparen = legitim (aus Sicht von AN, AG wird es nicht interessieren)
WÀhrend der Arbeitszeit studieren, wÀhrend die HaupttÀtigkeit leidet = nicht ok (aus Sicht vom AG)

Auf der anderen Seite ist es allerdings auch nicht ok, einen AN mit HO zu locken und es diesem dann nicht in dem Umfang zu gewĂ€hren, die mĂŒndlich besprochen wurde. 

Zudem hat nicht jede Person (die HO gerne hĂ€tte) einen schwerkranken zuhause in Pflege. Selbst hier darf sich der AG die Frage stellen, ob die HaupttĂ€tigkeit nicht leidet. Dasselbe gilt fĂŒr das Kind was keinen Kitaplatz bekommt usw. usf.
 

vor 6 Minuten schrieb skylake:

Auf der anderen Seite ist es allerdings auch nicht ok, einen AN mit HO zu locken und es diesem dann nicht in dem Umfang zu gewĂ€hren, die mĂŒndlich besprochen wurde. 

 

sowas schreibt man in den arbeitsvertrag, alles andere ist prosa die nicht zÀhlt

  • Autor
vor 7 Stunden schrieb Eye-Q:

Drei Mal in vier Monaten? Uiuiui, das ist ja ein "Kollege"...

Meine Meinung nach dem, was Du so geschrieben hast: weg da, der Markt fĂŒr uns IT-ler ist aktuell voll von Angeboten! Wenn Du jetzt schon mit dem "Kollegen" schon jetzt nicht richtig klar kommst, wird das in Zukunft nicht besser, und auch die festen Servicezeiten fĂŒr Kunden werden sich definitiv nicht Ă€ndern, somit ist das mit der pflegebedĂŒrftigen Mutter sehr ungĂŒnstig.

Ich wĂŒrde mich da eher nach einem Job in einer internen IT-Abteilung einer grĂ¶ĂŸeren Firma umschauen. Sofern Du nicht 1st-Level-Support machst, sollte da eine höhere FlexibiliĂ€t möglich sein, was Arbeitszeiten und Homeoffice angeht. Kollegen, mit denen Du nicht klar kommst, kann es natĂŒrlich immer geben, aber das ist oft eher zu verschmerzen als die FlexibilitĂ€t bei Arbeitszeiten und Homeoffice.

Der Kollege weiß eben das die Firma von seinem Wissen abhĂ€ngig ist. Wenn er geht, dann hat die Firma einige Probleme bei Kunden.

vor 7 Stunden schrieb tkreutz2:

Ich wĂŒrde versuchen, mir ein möglichst realistisches Bild von dem Unternehmen zu machen (und ob das Bild noch in Einklang zu bringen ist mit den eigenen Vorstellungen). Scheinbar gab es dann ja doch einige Dinge, die sich nicht so verhalten haben, wie sie ursprĂŒnglich einmal besprochen oder verstanden oder gedacht wurden (Möglicherweise auch von beiden Seiten). WĂ€re fĂŒr mich schon ein starker Vertrauensbruch, da braucht man gar nicht auf irgend welche weitere oder internen Rules zu schauen. Vielleicht aber auch einfach ein Kommunikationsproblem.

Ein weiterer Punkt, der Mitarbeiter, der seit 25 Jahren seinen Stein im Brett hat, wird wohl nicht morgen gegangen werden (können), das wĂŒrde das Unternehmen zu viel Geld kosten und wenn sie es in den letzten 25 Jahren nicht getan haben, werden sie es auch nicht morgen oder ĂŒbermorgen einplanen.

Du musst Dich selbst fragen, ob Du Dich mit der Situation noch arrangieren kannst oder nicht. Auch musst Du Dir selbst die Frage stellen, ob Du kurzfristig eine Alternative finden kannst oder nicht. Eben von den beiden Punkten wĂŒrde ich persönlich die Entscheidung abhĂ€ngig machen. Letztendlich ist es aber eine Entscheidung, die auch nur Du treffen kannst.

Der nĂ€chste sinnvolle Schritt wĂ€re auf jeden Fall ein GesprĂ€ch ĂŒber die Punkte, die bisher nicht zufriedenstellend geklĂ€rt werden konnten. Auf dieses GesprĂ€ch solltest Du schon drĂ€ngen, bevor die Probezeit verstrichen ist.

Viel GlĂŒck !

Ich werde das GesprÀch direkt in den nÀchsten Tagen suchen. Auch wenn ich schon eine Vorahnung habe, wie dieses GesprÀch verlaufen wird.

vor 2 Stunden schrieb skylake:

Heißt das ĂŒbersetzt, dass man Homeoffice nutzt um seine Pausenzeit von 30 Minuten auf X Stunden zu erhöhen? Ich frage nur aus Interesse.

Wegen dem problematischen Kollegen: Die findest du in nahezu jedem Unternehmen (leider). Sofern die Leitung nichts dagegen unternehmen möchte, wirst du mit ihm klar kommen mĂŒssen. Solange er sich nichts zu schulden kommen lĂ€sst was eine KĂŒndigung rechtfertigt wird es fĂŒr das Unternehmen sehr teuer werden eine Person nach 25 Betriebsjahren Zugehörigkeit loszuwerden.  Je nach Unternehmen werden dann 1/2 bis X MonatsgehĂ€lter pro Betriebsjahr als Abfindung bezahlt, nur damit die Person geht. Ist schon ein nettes SĂŒmmchen, je nachdem was der Herr so im Monat brutto verdient.

Wow. Die Homeoffice Leute verlĂ€ngern einfach ihre Pause? Man ist mit Homeoffice einfach etwas flexibler. Und falls du den Eingangspost richtig gelesen und verstanden hĂ€ttest, dann wĂ€re dir auch die Pausenzeit von 1 Stunde aufgefallen. Ansonsten hier eine kleine Nachhilfe in Sachen Arbeitszeit. 8:30 - 17:30 ergibt 9 Stunden. AbzĂŒglich einer tĂ€glichen Arbeitszeit von 8 Stunden komme ich somit auf eine Pausenzeit von 1 Stunde. Wie lange verlĂ€ngern denn deiner Meinung nach die Homeoffice Leute ihre Pause? 5 Stunden? Oder noch lĂ€nger? (Sorry - etwas Zynismus musste gerade eben sein)

vor einer Stunde schrieb Alex_winf01:

Genau wegen solchen Vorurteilen bzw. unterschwelligen Unterstellungen haben viele pflegende Angehörige berufliche Probleme. Mein Mann hat Pflegegrad 1 mit einer Stundenzahl von ca. 10 Stunden fĂŒr die komplette Woche. Mein Mann braucht hauptsĂ€chlich morgens UnterstĂŒtzung, die leiste ich VOR Dienstantritt im Home-Office und Abends, wenn ich meinen Dienst beendet habe. Ich habe mich anfangs auch rechtfertigen mĂŒssen, warum ich 75% Home-Office mache.

Da bin ich ganz bei dir. Scheinbar steht jede Homeoffice Person unter Generalverdacht.

vor 18 Minuten schrieb skylake:

Den letzten Teil von meinem Zitat nochmal lesen und nachdenken bevor man schreibt, danke. Wenn jemand eine Weiterbildung erledigen möchte und daher HO verlangt, dann wird diese Weiterbildungszeit in 99,99% der FÀlle innerhalb der Arbeitszeit "nebenbei" erledigt. Das kann die Arbeitseffizienz enorm reduzieren (hierzu bei Bedarf entsprechende Literatur sichten). Den Teil hast du scheinbar bewusst ignoriert oder die Lesekompetenz ist nicht sonderlich ausgeprÀgt.

Zudem zielte mein Zitat darauf ab, darĂŒber nachzudenken ob die GrĂŒnde fĂŒr das UnglĂŒcklichsein legitim sind:
Kollegen passen nicht = legitim (aus Sicht von AN/AG)
Fahrzeit sparen = legitim (aus Sicht von AN, AG wird es je nach Konstellation nicht interessieren)
Spritkosten sparen = legitim (aus Sicht von AN, AG wird es nicht interessieren)
WÀhrend der Arbeitszeit studieren, wÀhrend die HaupttÀtigkeit leidet = nicht ok (aus Sicht vom AG)

Auf der anderen Seite ist es allerdings auch nicht ok, einen AN mit HO zu locken und es diesem dann nicht in dem Umfang zu gewĂ€hren, die mĂŒndlich besprochen wurde. 

Zudem hat nicht jede Person (die HO gerne hĂ€tte) einen schwerkranken zuhause in Pflege. Selbst hier darf sich der AG die Frage stellen, ob die HaupttĂ€tigkeit nicht leidet. Dasselbe gilt fĂŒr das Kind was keinen Kitaplatz bekommt usw. usf.
 

Da muss ich dich leider enttĂ€uschen. Da ich den Betriebswirt als Fernschulung mache, erledige ich die Arbeit weit nach Feierabend. Ich habe ebenfalls auch noch Frau und 2 Kinder daheim. Somit gehe ich tagsĂŒber meiner Arbeit nach und kĂŒmmere mich nach Feierabend um meine Familie und um meinen Betriebswirt. Die Lernzeiten sind somit meistens am spĂ€ten Abend (wenn Frau und Kinder im Bett sind) und in der Nacht.

vor 10 Minuten schrieb morphing:

sowas schreibt man in den arbeitsvertrag, alles andere ist prosa die nicht zÀhlt

Das ist tatsĂ€chlich ein Fehler den ich mir ankreiden lassen muss. Ich bin eben ein gutglĂ€ubiger Mensch und fĂŒr mich zĂ€hlen noch mĂŒndliche Absprachen. DemnĂ€chst wird eben alles schriftlich festgehalten. Allerdings steht die aktuelle Homeoffice Regelung auch nicht in den ArbeitsvertrĂ€gen sondern in den allgemeingĂŒltigen Corporate Regeln.

vor 3 Stunden schrieb skylake:

Den letzten Teil von meinem Zitat nochmal lesen und nachdenken bevor man schreibt, danke. Wenn jemand eine Weiterbildung erledigen möchte und daher HO verlangt, dann wird diese Weiterbildungszeit in 99,99% der FÀlle innerhalb der Arbeitszeit "nebenbei" erledigt. Das kann die Arbeitseffizienz enorm reduzieren (hierzu bei Bedarf entsprechende Literatur sichten). Den Teil hast du scheinbar bewusst ignoriert oder die Lesekompetenz ist nicht sonderlich ausgeprÀgt.

Bitte nicht anderen SchwÀchen bei der Lesekompetenz unterstellen, wenn man selbst hÀtte unmissverstÀndlich zitieren können.

vor 11 Stunden schrieb FritziP:

... ich mache nebenbei noch meinen Betriebswirt.

Wer ĂŒber Lesekompetent verfĂŒgt, darf auch gerne ĂŒber den Tellerrand schauen und sich vorher ĂŒberlegen, ob das Selbstgeschriebene nicht mit dem Zitierten anders als intendiert verstanden werden könnte. Mal abgesehen von dem Schreibstil aka Ton, danke.

Zum Thema selbst: Der TE muss sich ĂŒberlegen, ob er belegen kann, dass die nachtrĂ€glich so plötzlich "aufgetrenen" Unternehmensreglen ĂŒberhaupt Gegenstand des Arbeitsvertrags geworden sind. Falls nicht ist er zumindest in einer guten Verhandlungsposition, was einen möglichen Weggang angeht.

Bearbeitet von FISI-I

vor 17 Stunden schrieb FritziP:

Wegen Homeoffice: Nein, die Corporate Rules (außer Homeoffice noch diverse andere Dinge wie Fahrzeugnutzung, Telefonnutzung usw.) habe ich vorher nicht bekommen.

Also hattest du die Corporate Rules zu HomeOffice bei Unterschrift?

vor 17 Stunden schrieb FritziP:

Ich habe daheim eine pflegebedĂŒrftige Mutter und ich mache nebenbei noch meinen Betriebswirt.

Entweder benötigst du Zeit fĂŒr Care-Arbeit oder Weiterbildung - hier musst du priorisieren.

vor 8 Stunden schrieb FritziP:

Ich habe ebenfalls auch noch Frau und 2 Kinder daheim.

Dann kann ja deine Frau sich um ihre Schwiegermutter kĂŒmmern, wĂ€hrend du wegen Arbeit und Weiterbildung verhindert bist.

.

Bleibt der schwierige, unkĂŒndbare Kollege.

@allesweg ne ihm fehlte auch die Homeoffice Regelung. Hat er vielleicht komisch geschrieben.

Neben der Homeoffice Regelung fehlten ihm noch diverse andere Dinge, die zur Vertragsunterschrift nicht vorlagen oder so nicht bekannt waren.

Ich wĂŒrde erstmal ein weiteres GesprĂ€ch suchen und schauen, ob sich kurzfristig etwas Ă€ndert, ansonsten Bewerbungen schreiben und weg da.

vor 18 Stunden schrieb skylake:

Heißt das ĂŒbersetzt, dass man Homeoffice nutzt um seine Pausenzeit von 30 Minuten auf X Stunden zu erhöhen? Ich frage nur aus Interesse.

HO nutzt man damit man nicht 2-3h am Tag pendelt und flexibel ist.

Ich arbeite im HO idR mehr aber halt nicht 9-5.
Im BĂŒro mach ich den Laptop zu und geh heim, Feierabend, daheim ist der Laptop von 6-23 Uhr an und es wird immer was getan. Dazwischen kann man gut kochen, WĂ€sche waschen, mit den Kids spielen, Post annehmen statt 30 Minuten umweg zur DHL Packstation am AdW fahren, zum Arzt fahren.
Oder halt wie der TE seine Mutter mal eben kurz pflegen oder was lernen.

Finde es lustig, wie so auf HO gegeiert wird, weil die alle faul sind aber 2-3h am Tag Raucherpause machen ist und war ja immer normal.

Wo muss man sich denn fĂŒr Raucherpausen ausstempeln? Vielleicht am Fließband in der Produktion.

Ins BĂŒro pendeln ist die grĂ¶ĂŸte Lebenszeitverschwendung. Man nutzt Zeit und Ressourcen um das zu machen, was man hĂ€ufig zuhause noch effizienter machen kann.

Dazu brauchen Erwachsene meist keine Überwachung ob sie tatsĂ€chlich arbeiten. Weder auf der Arbeit noch Zuhause. Es gibt Ziele und Aufgaben die erledigt werden sollen und der Mitarbeiter muss selbst zusehen wie das passiert, oder melden warum es nicht geht.

vor 19 Stunden schrieb skylake:

Heißt das ĂŒbersetzt, dass man Homeoffice nutzt um seine Pausenzeit von 30 Minuten auf X Stunden zu erhöhen? Ich frage nur aus Interesse.

Solange die Pause als Pause gebucht ist? Wen juckt es denn, Pause ist keine Arbeitszeit!

Ob ich im Betrieb bin und meine 30 Minuten Pflichtpause sekundengenau absitze oder mit den Kollegen von 12:05 bis 13:48 ĂŒber den Mittag Essen gehe juckt doch auch niemanden, solange ich Pause stemple.

Ich finde es immer faszinierend wie schlimm kleinere Abwechslungen im HO sein sollen, es aber irgendwie kein Problem ist, wenn im BĂŒro regelmĂ€ĂŸig 1-2h Arbeitszeit am Tag (pro MA!!!) draufgehen weil sich ĂŒber Zeug unterhalten wird.

Aber SpĂŒlmaschine ausrĂ€umen wĂ€hrend der Kaffee durchlĂ€uft ist böseböse.

 

vor 30 Minuten schrieb Amorphium:

FĂŒr Raucherpausen muss man sich meistens ausstempeln, seh da die Vergleichbarkeit davon abgesehen auch nicht?

(Hab selber nichts gegen Homeoffice)

Also in keinem meiner bisherigen Jobs musste man sich dafĂŒr ausstempeln. 
 

vergleichbakeit ist, dass einige/viele? Angst haben im Ho macht man nicht seine 8h Arbeit effizient voll wĂ€hrend man im BĂŒro eh nur 5-6h effizient arbeitet 

Gerade eben schrieb bigvic:

Ueberall, wie bei jeder anderen Pause auch.

Theorie und Praxis halt

Ich hab btw gerade Urlaub, ich hoffe alle anderen haben sich fĂŒr den forenpost und die damit verbundene kurze Pause auch brav ausgestempelt 😂😂

Am 6.8.2023 um 13:00 schrieb FritziP:

Mein Vorgesetzter sowie auch unsere GeschĂ€ftsfĂŒhrung sind da eben die HĂ€nde gebunden. SpĂ€testens wenn der Kollege mit KĂŒndigung droht, gibt man nach. Dies habe ich bereits 3x erlebt.

Diese FĂŒhrungsschwĂ€che könntest du auch selbst nutzen. Wobei ich es ehrlichgesagt nicht wirklich glaube, sondern eher vermute es gerne auch als "Ausrede" z.B. dir gegenĂŒber genutzt wird. Ich wĂŒrde bei sowas rasch in die Konfrontation und vor allem Transparenz gehen, indem ich das in einem Teammeeting auf die Agenda setzen wĂŒrde aka "Neuerung X vs. KĂŒndigung Herr Y - Risiken und Chancen". Aber da muss man auch Spass dran haben sowas auszufechten ;)

Bearbeitet von bigvic

  • Autor

So... hier ein kleines Update. Ich hatte ein GesprÀch mit meinem Teamleiter. Die Corporate Regeln sind tatsÀchlich verbindlich - auch wenn sie kein "Bestandteil" des Arbeitsvertrages sind und man diese unterschreibt. Da es somit kein Entgegenkommen in Sachen Homeoffice gibt - werde ich jetzt wieder Bewerbungen schreiben und etwas Neues suchen.

Mittlerweile habe ich mich mal etwas umgehört... wir haben Kollegen aus anderen BundeslĂ€ndern mit einer festen Homeoffice Regelung. Diese ist dann Bestandteil im Arbeitsvertrag und ist dann eine 3-2 Regelung. 3 Tage im Homeoffice und 2 Tage im BĂŒro. Also wenn man möchte - geht das wohl schon.

vor 7 Stunden schrieb FritziP:

Da es somit kein Entgegenkommen in Sachen Homeoffice gibt - werde ich jetzt wieder Bewerbungen schreiben und etwas Neues suchen.

Dann ist es ja doch mehr als ein "Nice to Have", sondern ein "MUST HAVE" :)

Ich hoffe du hast dich klar artikuliert, denn nur so kann man als Vorgesetzter helfen. Wenn jemand sagt "Also, ich fĂ€nde es schon toll, wenn das ginge" vs. "Das ist fĂŒr mich Grundlage unserer Zusammenarbeit und wir mĂŒssen da eine Lösung finden bis XX" ist das ein Unterschied. 

Bearbeitet von bigvic

Erstelle ein Konto oder melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Konto

Navigation

Suchen

Suchen

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.