Arbeitsverträge werden immer unverschämter

92 Beiträge in diesem Thema

vor 3 Minuten schrieb Rienne:

Es ist im Übrigen auch so, dass auch Arbeitgeber meist von einem Betriebsrat profitieren.

Ich finde es eher dumm, wenn man bei einer größeren Anzahl von Mitarbeitern nicht einmal versucht einen Betriebsrat zu gründen.

Manchmal macht es aber keinen großen Sinn, einen Betriebsrat zu wählen. Ich arbeite z.B. in so einer Firma. Kündigungen gibt es hier eigentlich kaum bis gar keine. In den fünf Jahren, wo ich hier arbeite, gab es nur eine einzige Kündigung. Inzwischen sind auch einige Mitarbeiter, die vor einigen Jahren gekündigt haben, wieder zurückgekehrt. Auch sonst findet jährlich ein Gespräch mit jedem Mitarbeiter statt, wo man auch seinen Frust loswerden kann, wenn es welchen gibt. Überstunden werden hier, so weit es geht, vermieden und müssen bis Ende des Jahres abgebummelt werden. Ich mache freiwillig jedes Jahr bis zu 40 Überstunden, damit ich am Jahresende eine zusätzliche Woche Urlaub habe. Urlaub habe ich offiziell 30 Tage. Ein mal im Jahr wird auch eine Weiterbildung bezahlt. Heute haben wir noch ein Meeting über die Gestaltung der Arbeitsplätze, weil einige finden, die Büros könnten Pflanzen vertragen. Es wurde auch eine Gruppe gegründet, die sich mit der Gestaltung des neuen Pausenraums beschäftigen, der jetzt endlich drinnen ist, da neue Büroräume angemietet werden mussten, da wir einen Standort verloren haben (der Vermieter hat das Gebäude verkauft und wird abgerissen).

Die Chefs wissen schon, dass gute und zufriedene Mitarbeiter sich nun mal auszahlen und dementsprechend wird auch in die Mitarbeiter investiert. Die Probleme, die hier existieren, sind dem Arbeitsprozess geschuldet aber da kann ein Betriebsrat auch nur wenig helfen. 

vor 3 Minuten schrieb Rienne:

Hier ein Beitrag dazu.

Zitat aus der Pressemitteilung:

Zitat

Zu diesem Schluss kommt PD Dr. Uwe Jirjahn vom Institut für empirische Wirtschaftsforschung der Universität Hannover, der im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung den aktuellen Stand der Mitbestimmungsforschung analysiert hat.

Damit ist doch das Ergebnis der Forschung klar, schließlich möchte man seine Kunden nicht verärgern.
Eine Umfrage, im Auftrag von einem Arbeitgeberverband, wäre zu einem anderen Ergebnis gekommen. ;)

Ich habe damals als Zeitarbeiter gearbeitet und habe dementsprechend viele Firmen gesehen und in einigen Firmen war der Betriebsrat eher schädlich, weil sie oft einen Konfrontationskurs fahren und Konflikte lieber eskalieren lassen. Auch habe ich Firmen gesehen, die auch ohne Betriebsrat sehr gut auskamen. 

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vor 6 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Manchmal macht es aber keinen großen Sinn, einen Betriebsrat zu wählen. Ich arbeite z.B. in so einer Firma. Kündigungen gibt es hier eigentlich kaum bis gar keine.

Ich habe auch nicht behauptet, dass man immer und überall wo es möglich ist einen Betriebsrat gründen soll. Nur sollte man, wenn unter dem Großteil der Kollegen Missmut über Arbeitsbedingungen oder Betriebsentscheidungen herrscht, vielleicht doch einmal darüber nachdenken und sich eben nicht durch (meist leere) Drohungen des Chefs verunsichern lassen. Wenn am Ende 40% der Mitarbeiter aufgrund der angesprochenen Schikanen kündigen oder, wie in @Matt84s Fall, wegen der eh herrschenden Unzufriedenheit, schadet sich der Arbeitgeber auch nur selber.

vor 9 Minuten schrieb Whiz-zarD:

und in einigen Firmen war der Betriebsrat eher schädlich, weil sie oft einen Konfrontationskurs fahren und Konflikte lieber eskalieren lassen.

Dass man auf einer konstruktiven Ebene zusammenarbeiten sollte um positive Ergebnisse für alle zu schaffen, sollte selbstverständlich sein. Ist ja nicht nur in der Arbeitswelt so. :)

 

Der Beitrag war der erstbeste, den ich gefunden habe, aber wenn man google bemüht, findet man mehr als genug Beiträge, die auch die Vorteile eines Betriebsrates für Arbeitgeber aufzählen.

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vor 2 Minuten schrieb Rienne:

Der Beitrag war der erstbeste, den ich gefunden habe, aber wenn man google bemüht, findet man mehr als genug Beiträge, die auch die Vorteile eines Betriebsrates für Arbeitgeber aufzählen.

Wie gesagt, ich habe schon viele Firmen gesehen und ich empfand den Betriebsrat meist als hinderlich und als ein Störenfried, da der mehr damit beschäftigt ist, sich selbst zu profilieren. Als Beispiel nenne ich mal eine Aktion, die man bei einem großen Konzern passiert ist: Dort haben Mitarbeiter von sich aus eine Kamera ein einem Hochregal befestigt, um die Lagerung im Regal besser überwachen zu können. Also Überwachung im Sinne von "schauen, ob das Lager noch voll ist und was nachbestellt werden muss". Der Betriebsrat hat den sofortigen Abbau gefordert und haben es so hingestellt, als hätte der Arbeitgeber die Kamera aufgebaut, um die Mitarbeiter zu überwachen, was aber gar nicht der Wahrheit entsprach.

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vor 49 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Ich habe damals als Zeitarbeiter gearbeitet und habe dementsprechend viele Firmen gesehen und in einigen Firmen war der Betriebsrat eher schädlich

vor 14 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Wie gesagt, ich habe schon viele Firmen gesehen und ich empfand den Betriebsrat meist als hinderlich und als ein Störenfried, da der mehr damit beschäftigt ist, sich selbst zu profilieren.

Du sprichst hier aber von Firmen, die du über Zeitarbeit erlebt hast. Das ist kein repräsentatives Bild von Firmen mit Betriebsrat, sondern deine Erfahrung als "Beobachter", der nur eine befristete Zeit in diesen Betrieben verbracht hat. Es gibt auch andere Firmen, wo ein gutes Klima zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat herrscht.

vor 14 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Dort haben Mitarbeiter von sich aus eine Kamera ein einem Hochregal befestigt, um die Lagerung im Regal besser überwachen zu können. Also Überwachung im Sinne von "schauen, ob das Lager noch voll ist und was nachbestellt werden muss". Der Betriebsrat hat den sofortigen Abbau gefordert und haben es so hingestellt, als hätte der Arbeitgeber die Kamera aufgebaut, um die Mitarbeiter zu überwachen, was aber gar nicht der Wahrheit entsprach.

Kennst du die genauen Gründe dafür? Es ist nun einmal so, dass bei solchen Veränderungen der Arbeitgeber und der Betriebsrat darüber informiert werden müssen. Wenn das ohne entsprechendes Wissen seitens des Betriebsrates passiert ist, kann ich gut nachvollziehen, dass dieser erst einmal den Abbau gefordert hat. Das hat auch nichts damit zu tun, ob es um Überwachung der Mitarbeiter geht oder nicht.

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vor einer Stunde schrieb Rienne:

Kennst du die genauen Gründe dafür? Es ist nun einmal so, dass bei solchen Veränderungen der Arbeitgeber und der Betriebsrat darüber informiert werden müssen. Wenn das ohne entsprechendes Wissen seitens des Betriebsrates passiert ist, kann ich gut nachvollziehen, dass dieser erst einmal den Abbau gefordert hat. Das hat auch nichts damit zu tun, ob es um Überwachung der Mitarbeiter geht oder nicht.

Und genau da haben wir es: Wenn die Mitarbeiter etwas entscheiden, wieso muss noch der Betriebsrat dazu noch ins Boot geholt werden? Der Abteilungsleiter war ja informiert und fand die Idee gut, da man so die Regalfächer in 10 Meter Höhe besser beobachten könnte. Das Problem war allerdings nur, dass die Kamera auch den dahinterliegenden Gang gefilmt hatte, weil man eben durch das Regal durchgucken konnte. Dies hat der Betriebsrat dann als Spionage der Mitarbeiter, seitens des Arbeitgebers, betrachtet und hat dann angefordert, die Arbeitserleichterung wieder zu entfernen. Das Ende vom Lied war, dass die beteiligten über den Betriebsrat verärgert waren und die unbeteiligten verärgert über den Arbeitgeber waren, weil sie die Spionage-Pille schluckten. Es wurde also gar nicht versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden.

 

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Dass die Kamera erst mal weg muss ist doch logisch. Danach kann man sich ja zusammen setzten und ne Lösung erarbeiten. Ich mein der Arbeitgeber hat ja auch nicht vorher über eine Lösung nachgedacht.

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Es gab aber hinterher keine Lösung. Alles blieb so wie beim alten. Der Betriebsrat hat jede Lösung abgeblockt.

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Am 2.5.2017 um 13:24 schrieb Whiz-zarD:

Es gab aber hinterher keine Lösung. Alles blieb so wie beim alten. Der Betriebsrat hat jede Lösung abgeblockt.

Also haben die betroffenen Mitarbeiter dann einen eigenen Kandidaten für den Betriebsrat aufgestellt?

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Am 2.5.2017 um 13:13 schrieb Whiz-zarD:

Wenn die Mitarbeiter etwas entscheiden, wieso muss noch der Betriebsrat dazu noch ins Boot geholt werden?

Ganz einfach: Weil der Betriebsrat die Vertretung der Arbeitnehmer darstellt und von ihnen gewählt wird. Aber, wie @afo es schon andeutet, man kann sich auch selber als regulärer Mitarbeiter zur Wahl stellen. Aber warum selber etwas ändern, wenn man ohne zusätzlichen Aufwand mit seinen Kollegen nörgeln kann und einen Buhmann hat?

Aber auf das eigentliche Thema bezogen: ES ging ja darum, dass Arbeitsbedingungen und Bezahlung in Betrieben mit Betriebsrat in der Regel einfach gerechter sind, und sich die Mitarbeiter durch Aussagen des Arbeitgebers, der vermutlich einfach nur leere Drohungen ausspricht, einschüchtern lassen und nicht den Schritt gehen einfach selber einen Betriebsrat zu gründen. Ich habe damit auch nie behauptet, dass jeder Betrieb, der mehr als 5 Mitarbeiter hat, einen Betriebsrat gründen sollte, aber wenn die allgemeine Grundstimmung unter den Mitarbeitern aufgrund der Arbeitsbedingungen schlecht ist, ist das eben eine Möglichkeit etwas aus eigener Kraft zu ändern.

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vor 49 Minuten schrieb Rienne:

Ganz einfach: Weil der Betriebsrat die Vertretung der Arbeitnehmer darstellt und von ihnen gewählt wird.

Ja, die Vertretung aber nicht der Vormund.

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vor 9 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Ja, die Vertretung aber nicht der Vormund.

Trotzdem haben Arbeitnehmer nicht einfach Kameras aufzustellen ohne sich die Zustimmung von Chef UND Betriebsrat einzuholen...egal aus welchem Grund.

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@Whiz-zarD
Der Betriebsrat hat aber sicherzustellen, dass die Rechte und Pflichten (Mitarbeiter und Arbeitgeber) eingehalten werden und dazu zählt nun einmal, dass nicht einfach eine Kamera aufgestellt werden darf ohne das Wissen der Personen, die dabei eventuell gefilmt werden könnten.
Es muss afaik durch ein Schild ausgewiesen werden, dass an der Stelle Kameras hängen.

Stell dir nur mal vor, da sucht sich ein Pärchen unter den Mitarbeitern in der Mittagspause einen Platz aus, um dort ein Techtelmechtel zu veranstalten, und die wissen nicht, dass dort gefilmt wird? Was meinst du, was das für einen Ärger geben kann. Es würde ja sogar schon ausreichen, wenn ein Mitarbeiter dort gefilmt wird und irgendeine negative Konsequenz daraus resultiert (z.B. er hat da heimlich geraucht oder ein Fläschchen Alkohol getrunken oder er hat da einfach nur nichts zu suchen) und wird daher abgemahnt oder gefeuert.

Jeder hat das Recht, selber zu bestimmen, ob er gefilmt werden darf oder nicht. Wer in einen kameraüberwachten Bereich geht, der ist sich dessen bewusst (und verhält sich dort eventuell auch anders als ohne Kameraüberwachung).

Man darf Mitarbeiter nun einmal nicht einfach filmen, ohne dass sie dies wissen - und an diversen Orten ist es generell verboten (z.B. auf dem WC und in den Wasch- sowie Umkleideräumen).

pr0gg3r und tTt gefällt das

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Geschrieben (bearbeitet)

vor 17 Minuten schrieb Crash2001:

@Whiz-zarD
Der Betriebsrat hat aber sicherzustellen, dass die Rechte und Pflichten (Mitarbeiter und Arbeitgeber) eingehalten werden und dazu zählt nun einmal, dass nicht einfach eine Kamera aufgestellt werden darf ohne das Wissen der Personen, die dabei eventuell gefilmt werden könnten.
Es muss afaik durch ein Schild ausgewiesen werden, dass an der Stelle Kameras hängen.

Es wusste aber jeder bescheid, da ja auch nur diejenigen gefilmt werden, die die Kamera auch aufgestellt haben ...
Es war nun mal kleines Lager und außer den Lagerarbeiter hatte dort keiner Zutritt. 

Ein Schild wäre ja noch akzeptabel gewesen aber der Betriebsrat wollte die Kamera nicht und drehte es so hin, als hätte der Vorstand diese Kamera dort aufgestellt, was aber gelogen war. Also nahm der Betriebsrat die Erschwerung der Arbeit in Kauf, nur um den Vorstand ein reinwürgen zu können. 

vor 17 Minuten schrieb Crash2001:

Stell dir nur mal vor, da sucht sich ein Pärchen unter den Mitarbeitern in der Mittagspause einen Platz aus, um dort ein Techtelmechtel zu veranstalten, und die wissen nicht, dass dort gefilmt wird? Was meinst du, was das für einen Ärger geben kann. Es würde ja sogar schon ausreichen, wenn ein Mitarbeiter dort gefilmt wird und irgendeine negative Konsequenz daraus resultiert (z.B. er hat da heimlich geraucht oder ein Fläschchen Alkohol getrunken oder er hat da einfach nur nichts zu suchen) und wird daher abgemahnt oder gefeuert.

Wer in einer Werkshalle bzw. in einem Lager ein Techtelmechtel veranstaltet, raucht oder Alkohol trinkt, handelt sowieso grob fahrlässig und wer erwischt wird, ob mit Kamera oder nicht, muss sowieso mit Konsequenzen rechnen.

Was ist letztendlich damit nur sagen will, ist dass ein Betriebsrat nun mal nicht unbedingt die Heilige Kuh sein muss. Er kann für ein Unternehmen nützlich sein aber wie gesagt, ich habe schon etliche Probleme mit einem Betriebsrat gesehen, sodass dieser auch schon für die Mitarbeiter mehr hinderlich als nützlich war.

bearbeitet von Whiz-zarD

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vor 5 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Ein Schild wäre ja noch akzeptabel gewesen aber der Betriebsrat wollte die Kamera nicht und drehte es so hin, als hätte der Vorstand diese Kamera dort aufgestellt, was aber gelogen war. Also nahm der Betriebsrat die Erschwerung der Arbeit in Kauf, nur um den Vorstand ein reinwürgen zu können. 

Du warst zu diesem Zeitpunkt weder Vorstands- noch Betriebsratsmitglied und auch nur als Zeitarbeiter in der Firma, oder?

Dazu fällt mir Folgendes ein, wie bei dem Kinderspiel stille Post: jemand hört etwas, denkt sich seinen Teil dazu und gibt diese Information dann, geschmückt durch seine Auffassung, weiter. Das passiert ein paar mal und am Ende hat man eine komplett andere Geschichte.

Der Betriebsrat ist u.a., wie auch schon mehrfach geschrieben, ein Vermittler zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und dient numal auch dazu, dass nicht jeder Hinz und Kunz direkt zur Geschäftsführung rennt, wenn er ein Problem hat, sondern der Betriebsrat damit beauftragt wird, der des weiteren abschätzt inwieweit dieses Problem relevant ist oder eben nicht. Das ist wie mit der Politik - auch dort wählt man seine Vertreter und hat nicht selber die Befugnis Gesetze zu erlassen oder zu ändern.

Und um noch einmal auf @afos Kommentar zurückzukommen: Wenn es den Lagermitarbeitern so gegen den Strich ging, könnte sich ja einer von ihnen bei der nächsten Betriebsratswahl aufstellen und wählen lassen. Die Stimmen seiner Lagerkollegen hätte er ja nach deiner Ausführung sicher.

Und ansonsten ist das ganze Thema über die Kameras mMn doch sehr offtopic.

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vor 52 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Es wusste aber jeder bescheid, da ja auch nur diejenigen gefilmt werden, die die Kamera auch aufgestellt haben ...
Es war nun mal kleines Lager und außer den Lagerarbeiter hatte dort keiner Zutritt. [...]

Wenn da aber noch ein Weg / eine Brücke lang ging dahinter, dann könnte es doch sein, dass da auch mal wer anders (mit) lang läuft, der davon nichts weiß.

vor 52 Minuten schrieb Whiz-zarD:

[...]Wer in einer Werkshalle bzw. in einem Lager ein Techtelmechtel veranstaltet, raucht oder Alkohol trinkt, handelt sowieso grob fahrlässig und wer erwischt wird, ob mit Kamera oder nicht, muss sowieso mit Konsequenzen rechnen.[...]

Mit Kamera ist die Wahrscheinlichkeit aber ungemein höher, erwischt zu werden. Und was alles in Firmen gemacht wird, obwohl es verboten / nicht erlaubt / nicht gewünscht oder was auch immer ist, ist immer noch etwas anderes.

vor 52 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Was ist letztendlich damit nur sagen will, ist dass ein Betriebsrat nun mal nicht unbedingt die Heilige Kuh sein muss. Er kann für ein Unternehmen nützlich sein aber wie gesagt, ich habe schon etliche Probleme mit einem Betriebsrat gesehen, sodass dieser auch schon für die Mitarbeiter mehr hinderlich als nützlich war.

Klar hat man auch Einschränkungen durch einen Betriebsrat. Umsetzungen können sich in die Länge ziehen, da der Betriebsrat bei diversen Entscheidungen ein Mitbestimmungsrecht und zudem oft auch ein Vetorecht hat. Hat man Bürokraten / Korinthenkacker im Betriebsrat sitzen, kann solch ein Betriebsrat dem Betrieb sogar schaden, denn er kann bestimmte Sachen komplett blockieren und ist rechtlich gesehen oftmals sogar berechtigt dazu.
Vom Sinn her sollte der Betriebsrat aber die Rechte der Arbeitnehmer stärken (z.B. bei ungerechtfertigten Kündigungen, zu vielen Überstunden, zu langen Arbeitszeiten, schlechten Arbeitsbedingungen) und nicht dem Betrieb schaden. Klar ist aber auch, dass manche Forderungen der Betriebsrats (z.B. die gesetzlichen Regeln zur Ergonomie am Arbeitsplatz z.B. bei Bildschirmarbeitsplätzen einzuhalten) die Firma durchaus auch einiges an Geld kosten kann. Was dann realisierbar ist, muss zwischen Betriebsrat und Vorstand oder Geschäftsführung abgestimmt werden.

Natürlich kommen durch den Schutz der Mitarbeiter teilweise auch Zustände vor, in denen man z.B. ein den Betrieb oder Abteilungen lahmlegendes Problem dringend beheben muss, jedoch über seine erlaubte Stundenzahl am Tag kommt und das erst durch den Betriebsrat genehmigen lassen muss, dass man weitermachen darf. Die Bürokratie nimmt definitiv dadurch etwas zu. Dafür ist der Arbeitnehmer aber auch vor Chefs geschützt, die erwarten / fordern, dass man mal eben 14-Stunden-Tage macht, um ein Projekt fertigzustellen, oder dass man dauernd Überstunden macht, dafür jedoch keinen Freizeitausgleich nehmen kann.

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Am 5/2/2017 um 10:18 schrieb Whiz-zarD:

Manchmal macht es aber keinen großen Sinn, einen Betriebsrat zu wählen. Ich arbeite z.B. in so einer Firma. Kündigungen gibt es hier eigentlich kaum bis gar keine. In den fünf Jahren, wo ich hier arbeite, gab es nur eine einzige Kündigung. Inzwischen sind auch einige Mitarbeiter, die vor einigen Jahren gekündigt haben, wieder zurückgekehrt.

Diese Aussage stimmt immer so lange wie alle zufrieden sind und das Geschäft gut läuft, sobald es aber mal Kündigungen wegen Auftragsrückgang gibt hätte man sich dann einen Betriebsrat gewünscht der einen Sozialplan mit dem AG verhandelt. Der kluge Arbeitnehmer sorgt vor...

Rienne, tTt, StickyBit und 1 anderem gefällt das

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