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immer weniger Bewerber


jingleshell

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Eine universell einsetzbare Lösung wird es für dieses Problem vermutlich nicht geben. Auch, weil die Lösung stark von der Region abhängig sein kann. Auszubildende primär mit finanziellen Möglichkeit zu gewinnen, halte ich persönlich für kritisch. Ich schätze, hier kann man schnell eine falsche Zielgruppe ansprechen.

Für mich waren die folgenden Betrachtungspunkte relevant:

  • Wirkt das Unternehmen in der Stellenausschreibung modern? Passt sich das Unternehmen an die Zeit an?
  • Wird auf den Auszubildenden eingegangen? Oder ist der Auszubildende einfach nur zum Kaffeekochen da?
  • Darf der Auszubildende frei arbeiten? Seine eigenen Ideen mit einbringen? Sich die Lösungswege selbst erschließen und Fehler machen? Oder wird dem Auszubildenden keine Freiheit gelassen?
  • Ist der Arbeitsbereich interessant gestaltet? Besteht die Möglichkeit nach abwechslungsreichen Tätigkeiten?
  • Gerade aktuell zu Corona: Wird Homeoffice ermöglicht? Somit auch entsprechendes Vertrauen geschenkt?
  • Werden während der Ausbildung Zertifikate/Weiterbildungen angeboten? Damit sind keine 0815-"Schulungen" gemeint, die häufig als etwas Besonderes angeboten werden
  • Erhalten Auszubildende regelmäßig Projekte, an denen sie eigenständig arbeiten können?
  • Wie sind die Übernahmechancen? Karrieremöglichkeiten innerhalb des Unternehmens?
  • Wird dem Auszubildenden Unterstützung angeboten? Da kann es bspw. schon reichen, sich die Zeit zu nehmen, die Schularbeiten des Auszubildenden anzuschauen und Hilfe anzubieten
  • Darf der Auszubildende während der Arbeitszeit an Schulaufgaben arbeiten?
  • Werden gemeinsame Aktivitäten mit dem Betrieb angeboten?
  • wenn finanziell: Wird ein Ticket für den ÖPNV bezahlt? Wenn auch nur teilweise

Ein Ausschlusskriterium war für mich tatsächlich, wenn ich zu einem Einstellungstest eingeladen wurde, welcher IT-Fachkenntnisse abfragen sollte. Unabhängig von der Fähigkeit, ob die Fragen beantwortet werden können, sind solche Unternehmen für mich direkt im Aus. Ich vertrete die Einstellung, dass man mich einstellen sollte, weil ich persönlich überzeugen konnte und meinem künftigen Arbeitgeber glaubhaft vermitteln konnte, dass ich diese Ausbildung machen will. Schließlich verfolge ich die Intention eine Ausbildung zu machen. Da sollte der Betrieb mir die Inhalte beibringen und nicht verlangen, dass ich in der Lage bin, komplexe Zusammenhänge in der IT erklären zu können.

Manchmal sind Freundlichkeit, Offenheit, Vertrauen und Interesse eines Arbeitgebers mehr Wert, als 1.200 € Vergütung im ersten Ausbildungsjahr. 

Bearbeitet von Mirel
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vor 13 Stunden schrieb Mirel:

Ein Ausschlusskriterium war für mich tatsächlich, wenn ich zu einem Einstellungstest eingeladen wurde, welcher IT-Fachkenntnisse abfragen sollte. Unabhängig von der Fähigkeit, ob die Fragen beantwortet werden können, sind solche Unternehmen für mich direkt im Aus

Eine luxuriöse Einstellung die man sich schon leisten können muss. Oder anders gesagt, wenn man am Ende keine Ausbildung findet nur weil man per se! alle Unternehmen in den Wind schießt, welche einen Einstellungstest mit IT Inhalten durchführt, möge bitte nicht meckern.

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vor 14 Stunden schrieb Mirel:

Auszubildende primär mit finanziellen Möglichkeit zu gewinnen, halte ich persönlich für kritisch.

Es gibt einen Unterschied zwischen "wer zahlt mir am Meisten?" und "Wer zahlt mir genug, dass ich gerade so überleben kann/mir meine Wohnung/Auto leisten kann?"

Ist schon nicht ganz unwichtig. Auch wenn man Bafög bekommt und noch schlimmer, wenn man keines bekommt.

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Dort steht ja auch, dass es kritisch ist die finanziellen Möglichkeiten als -> primären <- Faktor zu nehmen ... klar müssen die Azubis davon leben können und es sollte ausreichend sein. Die Vergütung sollte aber nie der primäre Faktor sein, weder für den Azubi der sich eine Stelle aussucht noch für den Betrieb der versucht damit zu werben. Es gibt weitaus wichtigere Punkte und im Zweifel auch Möglichkeiten das Einkommen aufzustocken.

Bearbeitet von OkiDoki
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vor 7 Minuten schrieb OkiDoki:

im Zweifel auch Möglichkeiten das Einkommen aufzustocken.

Wenn der AG zustimmt.
"Oh nein nein, Sie sind Azubi, Sie sollten sich voll auf Ihre Ausbildung konzentrieren"
Und schon garnichts fachlich ähnliches, da würde man ja dem AG Konkurrenz machen, sobald Strom durchfließt ;) dann lieber, wenn man die Möglichkeit hat, gleich Stellen aussortieren die "Azubi-Mindestlohn" zahlen.

Wobei die Meisten sich zumindest in meiner Gegend sehr bedeckt damit gehalten haben. Bis auf ein Modehaus (welches insolvent gegangen ist), die barbarisch wenig gezahlt haben und dann noch unstimmige Angaben gemacht haben auf Website und im PDF-Flyer :D

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Ich muss teilweise schon sehr schmunzeln wenn ich meine Bedingungen während der Ausbildung mit den hier gestellten Forderungen/Vorstellungen Vergleiche :D 

 

Aber grundsätzlich setze ich voraus:

- Es gibt einen fixen und ordentlich ausgestatteten Arbeitsplatz für den Azubi

- Die Ausbildung muss für den Azubi auch bezahlbar sein, insbesondere wenn dieser bereits voll auf eigenen Füßen steht

- Ein gescheiter Lebensstandard sollte für den Azubi möglich sein, sodass nicht jeder Euro umgedreht werden muss

- Die Ausbildung im Betrieb muss praktisch gesichert sein (wie oft sehe oder höre ich von Azubis, die einfach null betreut werden)

- Dem Azubi wird Hilfe gegeben, wenn er Schwierigkeiten in der Ausbildung hat

- Der Azubi bekommt genug Zeit zum Lernen und Verstehen zur Verfügung gestellt

- Ausbildungsfremde / sich ständig wiederholende Tätigkeiten sollten auf ein Minimum reduziert sein (es gibt immer welche..)

- Ein fairer und respektvoller Umgang miteinander sollte in der Unternehmenskultur festgeschrieben sein und gelebt werden

 

Alles Weitere ist für mich eher nice-to-have. Aber selbst an diesen paar Punkten scheitern heutzutage immernoch so verdammt viele Betriebe...ich verstehe es einfach nicht.

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vor 5 Minuten schrieb Bitschnipser:

Wenn der AG zustimmt.

Es gibt keinen Arbeitgeber. Es gibt einen Ausbildungsbetrieb. 

Und wie(so) soll dieser bei BAB, AzubiBAföG, Wohngeld, ... zustimmen müssen?

Bearbeitet von allesweg
Typo
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vor 2 Minuten schrieb allesweg:

Und wie(so) soll dieser bei BAB, AzubiBAföG, Wohngeld, ... zustimmen müssen?

Naja ich denke Bitschnipser hat sich explizit auf Nebenjobs bezogen was auch mehr als offensichtlich war mit seiner Formulierung und Erklärung, man muss nun wirklich nicht alles immer Hinterfragen und in Zweifel ziehen ;)

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vor 9 Minuten schrieb OkiDoki:

auch andere Möglichkeiten

wenn man dafür eligibel ist. Du wohnst zu nah an den Eltern und hast dich mit denen verkracht? Deine Eltern verdienen genug, zahlen dir aber nichts? Bab/Bafög/Wohngeld kannste vergessen, du kannst ja zuhause wohnen/die könnens dir ja bezahlen. Woher ich das weiß? Ich kenne zwei Leute in genau so einer Situation und die nag(t)en jahrelang am Hungertuch. Nebenjob? der eine ja, die andere nein, Arbeits- und Ruhezeiten im Einzelhandel, kannste vergessen. Vor allem wenn Chef dich auf dem Kieker hat.

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vor 11 Minuten schrieb OkiDoki:

Naja ... es gibt halt, wie @allesweg beschreibt, auch andere Möglichkeiten das Einkommen aufzustocken.

das mag sein, aber darum ging es Bitschnipser ja nicht und bei Allesweg klang es für mich wieder mit diesem Sarkastischen Unterton der halt nicht nötig war finde ich ;)

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@Bitschnipser das sind zum Großteil jedoch Ausnahmefälle, die nicht den Standardazubi wiederspiegel, der eben nicht primär auf die Vergütung achten sollte. Das mag bei den Gruppen, die du beschrieben hast, tatsächlich anders sein.

Wenn du dich eh schon mit deinen Eltern verkracht hast und auch nicht mehr vor hast dich zu versöhnen, dann kannst sie auch verklagen und kommst somit vermutlich auch zur Lösung. Das ist aber schon sehr speziell ... :D 

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Da die genaue geografische Lage noch nicht ganz klar ist mal 2 Szenarien:

Warum soll ich mich bei einem Betrieb bewerben der

a) irgendwo am AdW ist, den keine Sau kennt und bei dem ich genauso einen Aufriss habe hinzukommen wie bei $bekannterKonzern im Ballungsgebiet

b) im Ballungszentrum ist, den aber niemand kennt und ich mein Glück genauso gut bei $bekannterKonzern um die Ecke versuchen kann

Natürlich kann man irgendwann mit "überdurchschnittliche Ausbildung" Werben, dafür benötigt man aber erst mal Azubimaterial da das auch hergibt. Durch die "Abischwemme" in den letzten Jahren gehen immer mehr erst mal an die Uni, die, die mit Abi eine Ausbildung machen wollen konzentrieren sich auf die Konzerne und der Rest nimmt halt das was er kennt, oder denkt sich direkt "hab eh keine Chance ohne gutes Abi".

Da ist noch nicht mal betrachte das ich, wenn ich bei 3 kleineren Betrieben gehört habe dass da auch der Azubi Rufbereitschaft oder ähnlichen Mist mitmachen soll (egal ob der das darf, das weiß ich ja in dem Moment nicht) verleitet es dazu, nur die Großen anzuschreiben.

Klar ist es blöd wenn man die Azubis übers Geld ködern muss, aber welche handfesten Kriterein kann man denn sonst bewerben? "Gute Ausbildung"?

  • AzubiA wird zwar als billige Arbeitskraft behandelt ist aber aktiv in Kundenprojekten und findet das total toll
  • AzubiB durchläuft erst einmal die "anderen" Bereiche wie Einkauf etc, findet das aber total blöd weil "ich will doch IT lernen"

Wenn die beiden sich austauschen, welche Ausbildung wird wohl als "besser" bezeichnet?

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Ich weiß nicht, ob der TE überhaupt noch mitliest. Aber ich kann eine ähnliche Erfahrung teilen, als ich im Jahr 2011 für einen IT-Dienstleister gearbeitet hatte (MS Gold Partner mit Prüfungscenter Pearson Vue). (Ob sich die Situation regional mittlerweile verändert hat, dazu kann ich wenig sagen).

Auf jeden Fall hatte der Dienstleister ca. 1/2 Jahr lang Stellenanzeigen für einen .NET Developer geschaltet, jetzt kein Azubi Platz aber Studienabbrecher & Co. willkommen. Es kamen vielleicht eine Handvoll Bewerber, die gleich im Eingang kehrt gemacht hatten (der Dienstleister war ihnen zu klein "wie nur 8 festangestellte Mitarbeiter, der Rest Freiberufler"). Bis zu einer Gehaltsverhandlung ist es überhaupt nicht mehr gekommen.

Also die Situation, keine bis nur wenige Bewerber bekommen zu können, kann regional schon bestehen. Darüber hinaus kenne ich viele im IT-Bereich, die auf freiberuflicher Basis arbeiten und überhaupt kein anderes Arbeitsverhältnis mehr eingehen wollen. Ob das jetzt für die Rentenkasse oder die Region so gut ist, sei mal dahin gestellt. Aber die freiberufliche Tätigkeit kann eben auch mit Freiheiten verbunden sein, die viele nicht aufgeben wollen oder vielleicht auch nicht mehr können, sofern sie einige Jahre in dieser Form gearbeitet haben. Es würde ja jeder Arbeitgeber die Frage stellen: "Wie X Jahre als freiberuflicher MA mit entsprechendem Preis gearbeitet und jetzt auf einmal der Wunsch nach Festanstellung - erklären Sie das bitte mal".

Bearbeitet von tkreutz2
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Bei uns an der Uni gibt es immer ein paar Unternehmen, die so 1mal im Semester oder Jahr eine kleine Veranstaltung geben, wo sie sich vorstellen und sagen, dass sie Leute brauchen und auch flexibel Praktika oder Teilzeitjobs anbieten können. Die die das machen haben nie Probleme mit Nachwuchs. Gut ist auch ein Aushang am schwarzen Brett. In Schulen kann man das ähnlich machen.
Wenn dann jmd Interesse hat, ist es noch wichtig, einen netten und entscheidungsfähigen Ansprechpartner zu haben, der auch die Zeit frei hat, sich darum zu kümmern, dass die Interessenten schnelle und ordentliche Rückmeldung bekommen.

Was mir persönlich bei einem Job wichtig ist (bin aber wie gesagt kein Azubi)(in dieser Reihenfolge):
- Interessiert mich der Job inhaltlich?
- Hat die Arbeit/das Unternehmen irgendeinen Nutzen?
- Gibt es Ansprechpersonen für alle Fragen, die ich haben könnte?
- Falls es ein Team von >3 Leuten ist: Gibt es einen etablierten Arbeitsprozess mit ordentlicher Planung, realistischen Deadlines und Planungskorrektur?
- Kann ich mt etablierten Open-Source-Produkten, i.e. Linux, git etc. arbeiten?
- Kann ich mich während der Arbeitszeit fortbilden?
- Flexible Arbeitszeiten?
- Verhalten in ethischen Fragen und Umweltschutz? Würde z.B. nicht in der Waffenindustrie oder derzeit auch nicht in der Automobilindustrie arbeiten wollen

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Vielen Dank an alle für den Input. Unsere Ausschreibungen tauchen in google auf, sind aber inhaltlich sehr nüchtern. Ich habe hier ein paar sehr gute Punkte mitnehmen können. 

 

Am 8.9.2020 um 15:33 schrieb KeeperOfCoffee:

Habt ihr z.B. lokale kleinere Fußballclubs? Evtl. könnt ihr ja irgend welche Vereine unterstützen und so euren Namen weitertragen.

Unser Logo ist auf dem ein oder anderen Trikot, nicht nur beim Fußball  ... tatsächlich beziehen sich nur selten Bewerber darauf. Aber Begeisterung für Sport ist auch keine Einstellungsvoraussetzung. 

Am 8.9.2020 um 17:13 schrieb Schnuggenfuggler:

Ich bin gerade im Zug am Handy und formulier das mal so wie ich es meinen engsten Vertrauten gegenüber sagen würde. Deswegen ggf etwas flapsig. Sind halt auch nur so meine spontanen subjektiven ggf. peinlichen Gedanken:

Hätte ich was sauber ausformuliertes haben wollen, hätte ich nen Berater gefragt :) 

Am 9.9.2020 um 11:09 schrieb KeeperOfCoffee:

Und dann haben wir wieder Threads im Forum von wegen "40 Bewerbungen verschickt und keine Einladungen"...

Ich lese gerne, warum sich jemand für eine Ausbildung in der IT interessiert. 

Außerdem finde ich gut, wenn sich jemand die Mühe macht und ganz kurz erwähnt, warum er zu unserem Unternehmen will oder was er für einen Bezug zu uns hat. Es gibt Bewerber, in deren Anschreiben die Anschrift vom Betrieb fehlt und in der Anrede ein SgDuH eingesetzt wird, obwohl fast überall der Name von der HR in den Anzeigen drin steht = das Anschreiben kannst Du genau so an 100 Betriebe rausballern und es sagt nichts über dich aus (außer dass Du Weltmeister im Standardisieren bist). 

Das ist jetzt nur meine ganz persönliche Sicht, wenn ich eine Bewerbung lese. 40 Bewerbungen und 40 verschiedene Erwartungshaltungen beim Empfänger.

Bearbeitet von jingleshell
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vor 38 Minuten schrieb jingleshell:

(außer dass Du Weltmeister im Standardisieren bist). 

Ich würd es da etwas "chilliger" sehen. Besonders Frischlinge wissen nicht wie man sich bewirbt bzw. richtig ausformuliert etc. Das lernt man "nur" im Berufsleben. In der Schule werden hauptsächlich nur Standardtexte (meine Erfahrung) verwendet.

Man kann ja trotzdem die Schüler zum Gespräch einladen. Wenn die Lehrer in der Schule nicht helfen können und die Eltern das letzte mal vor 10 Jahren sich beworben hat, dann sind die Unterlagen wahrscheinlich XXXX.

Am Ende suche ich ja einen Azubi der:

1. Persönlich zu uns passt

2. Bereit ist zu lernen

Wenn sein Deutsch/Mathe/BWL, BWR etc. bescheiden ist, dann kann man ja nachhelfen.... und ich bin mir sicher, dass auch unter den "Müllbewerbungen" sich ungeschliffene Diamanten verstecken... nur muss man halt etwas mehr Aufwand betreiben.

 

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vor einer Stunde schrieb jingleshell:

Unsere Ausschreibungen tauchen in google auf, sind aber inhaltlich sehr nüchtern.

Bis letztes Jahr hat das ja noch gereicht. Was hat sich geändert? Das ist doch deine eigentliche Frage.

 

Bewusst provokant: auf eine inhaltlich nüchterne Ausschreibung erwartet ihr inhaltlich hochwertige Bewerbungen?

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vor 18 Minuten schrieb Zaroc:

Ich würd es da etwas "chilliger" sehen. Besonders Frischlinge wissen nicht wie man sich bewirbt bzw. richtig ausformuliert etc.

+1.

Angehende Azubis haben einen gewissen Zeitdruck was zu finden, keine Erfahrung damit und eure Firma ist zu 95% nichts besonderes (no offense).

Ja, Anschreiben sind Massenbetankungen. Was sagt es dir jetzt aus, dass ein Azubi (oder Mitarbeiter) dir was vom blauen Wal erzählt und warum er schon immer bei der Firma arbeiten wollte? Daraus wird auch nicht ersichtlich, dass er geeignet ist.

Beispiel 08/15 Systemhaus in der Provinz. Warum will ich da arbeiten? weil ich Arbeit brauche/nicht obdachlos sein will/einen Beruf erlernen möchte. Warum genau die Firma? Ich will nicht quer durch DE ziehen, ihr seid in der Nähe und habt euch finden lassen.

Mal ehrlich, ausser ihr seid eine renommierte Firma mit supergeilen Technologien/einem hippen Vibe die eh von Bewerbern überannt wird (Google, Amazon, Facebook und Konsorten), welchen Anspruch kann man da ans Anschreiben stellen?
Ich mache eine Ausbildung bei einer Firma im Nachbarort, von der ich noch nie was gehört hab. Leute die hier nicht wohnen und/oder nicht in der Industrie arbeiten oder die Produkte nutzen, kennen die auch nicht. Was soll ich über eine Firma schreiben die ich nicht kenne, v.a. wenn die Onlinepräsenz minimal ist ^^

Schnitzer wie den Ansprechpartner: Ok, da rückt man bei Bewerbermangel nach hinten in die Mappe, bei genügend fällt man halt auch raus. Aber ein Anschreiben. Ernsthaft?

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vor 18 Minuten schrieb jingleshell:

Außerdem finde ich gut, wenn sich jemand die Mühe macht und ganz kurz erwähnt, warum er zu unserem Unternehmen will oder was er für einen Bezug zu uns hat.

Wozu? Ich kann es nicht verstehen, wieso Firmen gerne lesen, wenn jemand denen Honig ums Maul schmiert. Das ist doch sowieso alles gelogen. Natürlich findet ein Bewerber euer Unternehmen total spannend und würde sich freuen, dort zu arbeiten, weil er euer Logo auf einem Trikot gesehen hat. Es gibt aber nur ein Grund, wieso er bei euch arbeiten möchte: Er möchte eine Ausbildung machen!

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@Bitschnipser und @Whiz-zarD dem ist meiner Ansicht nach nichts mehr / nicht viel mehr hinzuzufügen.

Aber genau dieser Quark ist leider immer noch in den Köpfen vieler - wenn nicht sogar der meisten - Entscheidungsträger im Auswahlprozess rund um Bewerbungsunterlagen.

Selbst bei den aller größten Ranzbuden ist das so gewünscht.

Auf der anderen Seite kommen dann aber wieder die Schreie wegen "Fachkräftemangel". Sehr paradox das Ganze.

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vor 2 Stunden schrieb jingleshell:

Außerdem finde ich gut, wenn sich jemand die Mühe macht und ganz kurz erwähnt, warum er zu unserem Unternehmen will oder was er für einen Bezug zu uns hat.

Die Leute haben gar keinen Bezug auf euch. Sie haben vlt. mal ne Werbung von euch gesehen und ein Trikot angehabt. Das ist keine hilfreiche Information für euch. Das eure Methoden effektiv sind, sollte durch die Anzahl der Bewerbungen ersichtlich sein.

Eine erfundene Geschichte, von wegen die Branche ist ja sooo spannend (woher will ein Azubi den das wissen...), sind auch total nutzlos.

Wenn ihr die Leute einladet, dann lesen die schon ausführlich eure Webseite... schon alleine um nicht nur mit 4 Fragen aufzutauchen.

Die Leute müssen Begeisterung für die Ausbildung zeigen ... nicht zur Branche ... und auch nicht zur Firma. Wie auch, sie kennen die Firma doch gar nicht. Am Ende schreibt man Zeug in die Bewerbung, die gar nicht der Realität entspricht.

Für die Leute ist in erster Linie wichtig: macht ihr ne gute Ausbildung, seit ihr gut aufgestellt, wie weit seit ihr von meinem Wohnort entfernt.

Bearbeitet von KeeperOfCoffee
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vor 2 Stunden schrieb jingleshell:

Außerdem finde ich gut, wenn sich jemand die Mühe macht und ganz kurz erwähnt, warum er zu unserem Unternehmen will oder was er für einen Bezug zu uns hat.

U has jobz, me needs moneys. As simple as that.

Oh und ich habe noch nicht so viel Schreckliches von euch gehört dass ich gar nicht erst zu euch will.

Habt ihr denn eine Idee, wie oft die Ausschreibung angeschaut wurde im Verhältnis zu den eingegangenen Bewerbungen? Sprecht auch mal mit euren aktuellen Azubis ob die sich vorstellen könnten als Ansprechpartner dort genannt zu werden und Interessierten Infos zu geben zu den Punkten "wie läuft die Ausbildung ab, was ist mit der BS, was wird erwartet..."

Viele sind zu schüchtern einen Erwachsenen so was zu fragen, bzw denken auch, dass der ggf. eh nur alles schön redet. Oder dass es "dumme Fragen" seien. Ich glaube bei (fast) Gleichaltrigen gibt es da weniger Berührungsängste.

Unter die Ausschreibung drunter setzen "Bei Fragen zur Ausbildung stehen euch unsere Azubis $Name, $LJ $Telefonnummer gerne mit Rat und Tat zur Seite"

 

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