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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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vor 9 Stunden schrieb Fitschi:

Das erfordert ein sehr flexible Art zu arbeiten (ich höre öfter Dinge wie: "So wie du könnte ich nicht arbeiten), finde es für mich persönlich aber perfekt.

Die Arbeitgeber unterschätzen die Wirkung flexibler Arbeitszeiten auf den Arbeitnehmer.

Studien (wenn ich sie wieder finde, reiche ich sie nach) gehen davon aus, dass Vertrauensarbeitszeit und flexible Arbeitszeiten in Kombination, ohne Kontrolle im Nachgang, die Arbeitsmotivation und Mitarbeiterbindung mehr erhöhen, als alles andere. Im Schnitt arbeiten die Arbeitnehmer produktiver und teilweise sogar länger, ohne dass das Auswirkungen auf das Wohlbefinden des AN hätte. Im Gegenteil, er ist sogar zufriedener.

Einige AGs scheinen jedoch noch nicht im Dienstleistungszeitalter angekommen, sondern im Industriebetrieb des 19. Jh. gefangen zu sein. 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 22 Stunden schrieb PVoss:

Beim Kicker frage ich mich immer, wann man daran denn spielen soll. Wenn die anderen Kollegen arbeiten würde ich das Ding nicht anfassen, ist doch viel zu laut.

Ich würde unseren Kicker nicht missen wollen 😁 Jeden Tag in der Mittagspause nach'm Essen für eine halbe Stunde mit Kollegen zocken ist an manchen Tagen das Highlight des Tages.

Aber ich sehe es genau wie ihr: Wenn ein Unternehmen sich mit solchen Sachen brüstet, ist's um die wirklich relevanten Dinge wahrscheinlich schlecht bestellt.

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vor 2 Stunden schrieb Kwaiken:

Die Arbeitgeber unterschätzen die Wirkung flexibler Arbeitszeiten auf den Arbeitnehmer.

Studien (wenn ich sie wieder finde, reiche ich sie nach) gehen davon aus, dass Vertrauensarbeitszeit und flexible Arbeitszeiten in Kombination, ohne Kontrolle im Nachgang, die Arbeitsmotivation und Mitarbeiterbindung mehr erhöhen, als alles andere. Im Schnitt arbeiten die Arbeitnehmer produktiver und teilweise sogar länger, ohne dass das Auswirkungen auf das Wohlbefinden des AN hätte. Im Gegenteil, er ist sogar zufriedener.

Einige AGs scheinen jedoch noch nicht im Dienstleistungszeitalter angekommen, sondern im Industriebetrieb des 19. Jh. gefangen zu sein. 

Das kommt immer drauf an, wie das gelebt wird. Wir haben auch Vertrauensarbeitszeit, in manchen Abteilungen kann das kaum gelebt werden, da die 8 Stunden quasi schon durch Meetings vorgegeben werden. Vorgesetzte fangen bei uns relativ spät an, was oft dazu führt, das Meetings bis nach 18 Uhr gehen. Ich fange aber teilweise morgens um 6 an, um irgendwelche Rollouts zu machen, so kommt häufig ein 12 Stunden Tag zusammen.

Wir haben laufende Systeme, Schnittstellen etc. für die haben wir von von 8-18 Uhr Support zu leisten bzw. den Betrieb zu gewährleisten und geplante Downzeiten sind außerhalb der Zeit zu erledigen. Nichts davon wird extra vergütet, Überstunden sind generell mit dem Gehalt abgegolten, eine Erfassung gibt es nicht. Wer länger bleibt, kann auch mal früher gehen, so die Regelung. Je nach Projektphase ist das aber nicht so leicht und mal früher gehen. Denn nur einen halben Tag zu arbeiten oder einen ganzen Tag frei zu machen geht auch wieder nicht. Irgendwann sammeln sich da so viele Stunden an, das ist durch früher gehen nicht mehr abzubauen.

Andere, nicht IT Abteilungen, arbeiten Ergebnisorientiert, da ist dann öfter mal der Freitag im Home Office quasi frei. Sowas ist in der Entwicklung nicht möglich, da sind so viele Baustellen offen, selbst ohne neue Featurerequest wären wir noch auf Monate beschäftigt. Und bei uns gibt es auch noch eine Projektzeiterfassung, für dich ich verantwortlich bin, wer weniger bucht muss das entsprechend begründen können. Da ist es mit dem Vertrauen nicht weit hin, aber ich muss die Projekte auf die Kostenstellen buchen.

Es gibt sicher Firmen in denen das Konzept funktioniert, bei uns und in der Abteilung eher nicht und für mich wäre es auch abschreckend bei einer neuen potenziellen Stelle, für mich nur noch mit Zeiterfassung und Stundenkonto.

 

Am 19.11.2018 um 10:33 schrieb PVoss:

Beim Kicker frage ich mich immer, wann man daran denn spielen soll. Wenn die anderen Kollegen arbeiten würde ich das Ding nicht anfassen, ist doch viel zu laut.

Ja der gute Kicker, bei meinem letzten Arbeitgeber wurde eine angeschafft. Die ersten 3 Monate wurde er gut genutzt und es Turniere usw. Dann hat das Interesse nachgelassen, man durfte das Ding nur noch in der Mittagspause benutzen, irgendwann brauchte man den Platz dafür und er war nicht mehr gesehen.

Bei meinem aktuellen Arbeitgeber gibt es Dart und einen Kicker, beides an einer ungünstigen Position direkt vor einem Büro der Buchhaltung, da kann eigentlich nie gespielt werden, da es bei uns keine fixen Pausen gibt. In den acht Jahren hier, habe ich auch noch nie jemanden gesehen der diese Dinge benutzt hätte.

Wir hatten vor Jahren noch ein "Fitnessstudio" ,  also ein Raum mit ein paar Geräten, nicht ganz so luxuriös wie ein kommerzielles, aber brauchbar. Leider wurde das dann abgeschafft, da wir aus Platzmangel aus dem Raum Büros machen mussten, ein halbes Jahr später, hat man es dann auch geschafft es aus den Stellenanzeigen zu streichen.

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Am ‎16‎.‎11‎.‎2018 um 09:53 schrieb Gurki:

OK interessant! Dann muss ich mal für mich überlegen, was mir wichtig ist. Dachte eigentlich auch immer so Teamevents und so sind ganz nett. Mittlerweile mache ich da aber auch ungern mit, weil ich viel lieber Freizeit habe, als noch weitere Stunden mit den Kollegen "abzuhängen". [...]

So sehe ich das auch. Vor allem, wenn man eh schon lange zur Firma pendeln muss und sich somit die Arbeitszeiten so legt, dass man verkehrstechnisch wenigstens morgens nicht im Stau steht, ist das dann einfach nervig.
Dazu werden diese Events ja meist außerhalb der Arbeitszeit gelegt, so dass ich es nicht unbedingt einsehe, meine Freizeit auch noch mit der Firma zu verbringen. Dazu halt meist Partner nicht willkommen und man muss auch noch das meiste selber zahlen.
Wenn schon Events, dann doch bitte innerhalb der Arbeitszeit, kostenlos für die Mitarbeiter und nicht verpflichtend.
Ich kenne z.B. eine Firma, die das jahrelang gemacht hat (keine Ahnung, ob noch immer, da ich keinen Kontakt mehr zur Firma habe), dass sie alle Mitarbeiter inklusive Familie (Partner & Kinder) zu einem Wochenendevent (z.B. an der Zugspitze) eingeladen hat und die Mitarbeiter mussten nichts zahlen - selbst die Anreise wurde durch den AG getragen / durchgeführt. So etwas ist dann auch ein Event, wo man mal gerne teilnimmt.
An diesen tollen "Pseudo-Events", wo sich dann 5-10 Leute aus der Firma irgendwo treffen (meist vom PV initiiert) und alles selber zahlen müssen, nehme ich nur teil, wenn es nicht anders geht.
Das ist noch einmal etwas anderes, wie ich damals während meiner Selbständigkeit hatte, dass man zusammen arbeitet und vielleicht auch im selben Hotel wohnt und dann abends halt einfach mal was zusammen unternimmt, da man nicht zu Hause ist. Das könnte ich mir heutzutage aber auch nicht mehr vorstellen und meine Frau würde das wohl auch kaum mitmachen, dass ich wochenlang unterwegs wäre...

 

Zur Prioritätenliste:

  1. Gehalt - stimmt der Gehaltsrahmen schon nicht, fliegt es sofort raus
  2. Einsatzort - wie lange brauche ich bis dorthin und reicht 1 Fahrzeug weiterhin aus, oder müsste ein weiteres angeschafft werden? Ist das Gehalt so hoch, dass ein zweites Fahrzeug dadurch gedeckt wäre?
  3. Urlaubstage - wer unter 30 bietet, fliegt raus. 30 Tage sollten heutzutage einfach Standard sein.
    Die Firmen, die nur drunter anbieten, bei denen kann man sich imho sicher sein, dass sie ihre Mitarbeiter nicht richtig wertschätzen und das nicht der einzige Punkt ist, der einem dann sauer aufstoßen wird.
  4. Reisetätigkeit - wenig Reisetätigkeit generell, Tagesreisen OK, aber nicht über mehrere Tage.
    Vor allem Argument "Hund" hilft hier oftmals. Argument "Frau" eher nicht so.
    Internationale Reisetätigkeit eher ungern - vor allem, wenn diese regelmäßig erwartet wird.
    => wer zu hohe Reisebereitschaften erwartet, fliegt raus.
    Für Singles mag das noch interessant sein, um kostenlos in ausländische Städte zu gelangen, aber wenn man eine Familie / einen Partner hat, dann muss auch der damit "einverstanden" sein. Teils gibt es auch die Möglichkeit, dass der Partner mitreist.
  5. Flexibilität Arbeitszeiten / Home Office Möglichkeiten - Je flexibler ich als AN das gestalten kann, um so besser. Schichtdienste fliegen bei mir direkt raus.
  6. Zusatzleistungen - VWL / Altersvorsorge / Rente / Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld / sonstige Prämien oder Zuzahlungen / Gewinnbeteiligungen o.ä.
    Natürlich bevorzugt mit zusätzlichen Vergütungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld) - je nach Vergütung ist das aber auch nicht zwingend erforderlich. Klar ist eine Zusatzrente nie verkehrt und auch vermögenswirksame Leistungen sind nicht schlecht, aber alles kein MUSS.

 

Am ‎19‎.‎11‎.‎2018 um 09:40 schrieb Errraddicator:

[...] Ich habe in meinen ~15 Jahren nun einiges in der IT gesehen, aus zahllosen Bereichen, Branchen, Karrierestufen und Unternehmenstypen und bin der festen Überzeugung, dass 80-90% der Jobs in 6 Stunden exakt das gleiche leisten würden wie in 8. Eigentlich alle, inklusive mir, verplempern täglich Zeit ohne Ende, in dem sie in anderen Büros quatschen, im Netz surfen, bei YouTube Videos oder aus dem Fenster schauen. Das bringt keinem etwas und kostet nur Lebenszeit.[...]

Solange es keine festen Betriebszeiten gibt, die durch ein Team abgedeckt werden müssen, ist das eigentlich problemlos möglich - stimme ich mit dir überein.

Kicker finde ich uninteressant.
Überall wo ich bisher Kicker stehen gesehen habe, spielen immer nur die selben paar Leute daran und verbringen einiges an Zeit daran, statt zu arbeiten, schreiben es jedoch zu 90% dann als Arbeitszeit auf.

bearbeitet von Crash2001

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vor 16 Minuten schrieb Ulfhednar:

... in manchen Abteilungen kann das kaum gelebt werden, da die 8 Stunden quasi schon durch Meetings vorgegeben werden.

Sich von Meetings die Arbeitszeiten diktieren lassen, soweit kommt's noch.

vor 16 Minuten schrieb Ulfhednar:

Vorgesetzte fangen bei uns relativ spät an, was oft dazu führt, das Meetings bis nach 18 Uhr gehen. Ich fange aber teilweise morgens um 6 an, um irgendwelche Rollouts zu machen, so kommt häufig ein 12 Stunden Tag zusammen.

Dann kommst Du und machst die Rollouts, sobald die Vorgesetzten da sind, oder sie machen die Meetings vor 14 Uhr.

Wenn ich um 5 Uhr "on the Road" bin, weil ich um 8 Uhr beim Kunden sein muss, lehne ich Meeting rigoros ab, die erst spät am Abend starten (Ausnahme sind Zeitzonen-Geschichten, damit die Kollegen nicht um 4 Uhr morgens oder 22 Uhr Abends in die Telko müssen). Wenn meine Anwesenheit gebraucht wird, wird sich schon eine Zeit finden, die in das Zeitfenster von 40h/Woche passt.

Sonst machen die 10-Uhr-Vorgesetzten natürlich so die Meetings, wie es ihnen halt am besten passt. Wer kann es ihnen auch verübeln, wenn alle anstandslos mitmachen?

vor 18 Minuten schrieb Ulfhednar:

Nichts davon wird extra vergütet, Überstunden sind generell mit dem Gehalt abgegolten, eine Erfassung gibt es nicht. Wer länger bleibt, kann auch mal früher gehen, so die Regelung. Je nach Projektphase ist das aber nicht so leicht und mal früher gehen. Denn nur einen halben Tag zu arbeiten oder einen ganzen Tag frei zu machen geht auch wieder nicht.

Dazu gehören immer zwei. Einer der's macht und einer der's mit sich machen lässt. Wenn die Stunden nicht innerhalb eines Monats abgefeiert werden können, gehören sie ausbezahlt. Oder man macht einfach keine mehr. 

Ich verstehe einfach nicht, warum sich alle Stockholm-Syndrom-artig immer ausbeuten lassen. Gehst Du mit 150k+ EUR p. a. nach Hause? Dann ist das vielleicht noch vertretbar. Aber in der Regel haben die Leute, die so "an die Kandare genommen werden" meist deutlich weniger, als ein sechsstelliges Gehalt auf dem jährlichen Lohnzettel.

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vor 19 Minuten schrieb Kwaiken:

Ich verstehe einfach nicht, warum sich alle Stockholm-Syndrom-artig immer ausbeuten lassen. Gehst Du mit 150k+ EUR p. a. nach Hause? Dann ist das vielleicht noch vertretbar. Aber in der Regel haben die Leute, die so "an die Kandare genommen werden" meist deutlich weniger, als ein sechsstelliges Gehalt auf dem jährlichen Lohnzettel.

Nein, gehe ich nicht. In direkten Zahlen, mit Überstunden dieses Jahr rund 74k, theoretisch bis 82k möglich, hätte aber noch mehr Stunden erfordert. Das Gehalt wird aber nur gezahlt, weil die Stunden schon mit drin sind.

Aktuell auf dem Markt rund 60-65k möglich, mit vielleicht keinen Überstunden, aber ziemlich sicher mit mehr Aufwand da mehr Fahrzeit dazu kommt. Vor zwei Monaten hätte ich aber noch genau das gleiche gesagt, dann habe ich gesehen was der Markt so her gibt.

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vor 1 Minute schrieb Ulfhednar:

... hätte aber noch mehr Stunden erfordert.

Der Tag hat leider nur 24h und Du scheinst min 12h davon auf der Arbeit zu sein. Schon einmal das Gehalt auf den Stundenlohn umgerechnet? Sicher, dass Du so nicht unter dem Mindestlohn landest?

vor 1 Minute schrieb Ulfhednar:

Vor zwei Monaten hätte ich aber noch genau das gleiche gesagt, dann habe ich gesehen was der Markt so her gibt.

Sei mir nicht böse, aber mir kommst Du vom Typ her eher schüchtern und zurückhaltend vor. So ein Mensch, der fast alles mit sich machen lässt, ohne zu murren (siehe die Sache mit den Meetings und den Überstunden). Und wenn er nach Gehalt gefragt wird, eher mit "Was wären Sie denn bereit für meine Wenigkeit zu bezahlen?" antwortet, denn als mit einer entsprechenden Summe.

Den Schüchternen und Zurückhaltenden gibt der Markt leider aber nicht besonders viel her, das stimmt. Ohne deinen CV zu kennen, wüsste ich jetzt auch nicht, was ich Dir raten könnte. Ich kann Dir nur sagen, dass mir im Raum NRW/RLP Senior-Entwickler-Stellen mit 80k+ und HO angeboten werden, obwohl ich seit 15 Jahren nicht mehr wirklich prof. entwickle. Und auch bei einer schnellen Suche, stoße ich auf sowas hier, wo ohne Führung ~90k geboten werden. Oder das hier in FFM mit ~70k mit guten Benefits, wie ich finde. Dass 65k Ende sein sollen, würde ich doch sehr wundern und entspricht keinesfalls meinem (subjektiven, da nicht-Entwickler) Gefühl.

 

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Ich habe mich vorher mal gefragt, was das ganze mit dem Thema Fachkräftemangel zu tun hat.

Aber ich kann den Kreis jetzt gedanklich schließen.

Ich stelle mir vor, ich hätte den Auftrag neue Mitarbeiter für die Firma zu suchen. Wenn ich mir die letzten Antworten hier anschaue, dann würde ich @Ulfhednar rein vom ersten Gefühl her auch keine >70k bezahlen. Um 70k zu bekommen, erwarte ich von einem Bewerber, dass er mich davon überzeugen kann, dass er das wert ist. Das klingt im Moment aber nicht so.

Auch das ganze Gerede von Überstunden finde ich ein bisschen fragwürdig. Ja, du bekommst mehr Geld, weil du Überstunden machst. Aber überleg dir mal, wie viel du dann wirklich pro Stunde bekommst. So hoch ist der Verdienst dann nämlich schon gar nicht mehr.

 

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Gast default1990
Am 19.11.2018 um 10:10 schrieb Systemlord:

Zumal das oftmals auch nur Buzzword-Bingo ist, damit sich die Leute bewerben. Es ist immer noch ein Unterschied, ob so etwas nur auf dem Papier existiert, oder ob es auch aktiv gelebt wird.

Welche Art von Mensch fühlt sich davon denn angesprochen?

Vielleicht ein Sechzehnjähriger, der sich auf Azubi-Stellen bewirbt, aber darüber hinaus?

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vor 14 Minuten schrieb jkcoding:

Welche Art von Mensch fühlt sich davon denn angesprochen?

Vielleicht ein Sechzehnjähriger, der sich auf Azubi-Stellen bewirbt, aber darüber hinaus?

schau mal hier im forum gibt es genug jammerthreads nach dem Motto: AG beutet mich aus... und die sind ausgelernt etc. die werden auf solche floskeln reingefallen sein.

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Also ich habe die Tage mal mein Profil auf Suchend gestellt. Ich werde zugeworfen mit Stellen, teilweise im Stundentakt.

Mittlerweile sieht es so aus, als könnte ich sogar direkt in den IoT Bereich einsteigen und das noch ohne Gehaltsverlust, vielleicht sogar mit einem Plus. Dabei beschäftige ich mich damit bisher nur Hobbymäßig und habe beruflich damit keinerlei Erfahrung. Wäre daher sogar bereit für weniger Gehalt zu arbeiten.

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Am ‎19‎.‎11‎.‎2018 um 10:34 schrieb Kwaiken:

... aber nein, Marketing-Buzzwords. Würde ja sonst Geld kosten. Dass die sich damit die Leute vergraulen, verstehen die nicht. Und dass sie das nicht verstehen, verstehe ich wiederum nicht.

Na, weil sie es eben nicht nötig haben. Es gibt genügend Bewerber, die das auch so machen. Klar gibt es im Moment mehr Stellen als sonst, aber seien wir doch mal ehrlich- bei denen, die wirklich Probleme haben, die Stellen zu besetzen, stimmen einfach die Konditionen überhaupt nicht. Da fängt es meist schon mit dem unterirdischen Gehalt an, von Sachen wie Urlaubstagen brauchen wir gar nicht erst anzufangen.

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Entweder das Gehalt passt nicht zur Stelle, oder aber es wird so viel gefordert, oder alternativ Spezialwissen, das nur sehr wenige Leute haben (z.B. von irgendeiner Software, die nicht verbreitet ist).

Oftmals liegt das Problem aber auch darin, dass nicht die eigentliche Abteilung, die weiß, was benötigt wird, die Stellenausschreibungen machen, sondern die Personalabteilung / HR, die keine Ahnung von der Materie haben.
Genauso landen die Bewerbungen dann eher dort und ich denke so einige potentielle Kandidaten werden da vorher dann schon ausgesiebt, weil sie irgendwelche Anforderungen nicht erfüllen, die sich aber eventuell sogar schnell lernen ließen.

Sehr viele Firmen wollen halt Mitarbeiter die möglichst alle Anforderungen erfüllen und sind nicht bereit, da erst einmal noch in neue Mitarbeiter Zeit / Geld zu investieren, um einen Mitarbeiter zu schulen. Oft ist es ja so, dass Kollegen das problemlos innerhalb kurzer Zeit beibringen könnten, was der neue Mitarbeiter zunächst wirklich wissen muss und der Rest kommt dann automatisch mit und mit beim Doing.

 

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vor 1 Stunde schrieb Crash2001:

Oftmals liegt das Problem aber auch darin, dass nicht die eigentliche Abteilung, die weiß, was benötigt wird, die Stellenausschreibungen machen, sondern die Personalabteilung / HR, die keine Ahnung von der Materie haben.

Ja, zum großen Teil läuft das so, das die jeweilige Abteilung dem HR/der Personalabteilung meldet, das sie Verstärkung brauchen und die dann den Rest erledigen.

vor 1 Stunde schrieb Crash2001:

Genauso landen die Bewerbungen dann eher dort und ich denke so einige potentielle Kandidaten werden da vorher dann schon ausgesiebt, weil sie irgendwelche Anforderungen nicht erfüllen, die sich aber eventuell sogar schnell lernen ließen.

Ich kenne das eher so, das die Personalabteilung/HR vorselektiert und die Fachabteilung aus dem Rest ihre Auswahl an Kandidaten trifft, um am Ende die Personalabteilung/HR informiert, welchen Kandidaten sie gerne hätten.

vor 1 Stunde schrieb Crash2001:

Sehr viele Firmen wollen halt Mitarbeiter die möglichst alle Anforderungen erfüllen und sind nicht bereit, da erst einmal noch in neue Mitarbeiter Zeit / Geld zu investieren, um einen Mitarbeiter zu schulen.

Man möchte halt gerne eine nagelneue S-Klasse mit allen Extras zum Preis eines gebrauchten Polo in der Basisausstattung. Das klappt nur leider sehr selten - und wenn doch, dann ist die Firma für den AN meist nur ein Sprungbrett.

bearbeitet von Systemlord

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vor 20 Minuten schrieb Systemlord:

Ich kenne das eher so, das die Personalabteilung/HR vorselektiert und die Fachabteilung aus dem Rest ihre Auswahl an Kandidaten trifft, um am Ende die Personalabteilung/HR informiert, welchen Kandidaten sie gerne hätten.

Was idiotisch ist, weil die fachfremde HR-Dame nicht sinnvoll entscheiden kann, wer zu gebrauchen ist und wer nicht. Dieser bleibt nur das Filtern nach Buzzwords, Finanzen (Race to the bottom!) und anderen Bullsh*-Faktoren, welche in der HR-Lehre Sinn machen, in der IT-Praxis jedoch nicht.

Ich habe meine Meinungen zu vielem in der Berufswelt (Bewerbung, Veträge, usw.) über die letzten Jahre geändert. Eines ist gleich geblieben: Eine fachfremde HR, welche die Bewerbungen macht, auch nur anschaut, nützt keinem etwas. Keine Ahnung, warum viele Betriebe das immer noch so machen.

bearbeitet von Errraddicator

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vor 7 Minuten schrieb Errraddicator:

Was idiotisch ist, weil die fachfremde HR-Dame nicht sinnvoll entscheiden kann, wer zu gebrauchen ist und wer nicht. Dieser bleibt nur das Filtern nach Buzzwords, Finanzen (Race to the bottom!) und anderen Bullsh*-Faktoren, welche in der HR-Lehre Sinn machen, in der IT-Praxis jedoch nicht.

Oder sie filtert plump danach, ob das, was im Stellenangebote gefordert wurde, in Deinem Lebenslauf/Deinen Zeugnissen zu finden ist m(

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vor einer Stunde schrieb Systemlord:

[...]Ich kenne das eher so, das die Personalabteilung/HR vorselektiert und die Fachabteilung aus dem Rest ihre Auswahl an Kandidaten trifft, um am Ende die Personalabteilung/HR informiert, welchen Kandidaten sie gerne hätten.[...]

 

vor einer Stunde schrieb Errraddicator:

Was idiotisch ist, weil die fachfremde HR-Dame nicht sinnvoll entscheiden kann, wer zu gebrauchen ist und wer nicht. Dieser bleibt nur das Filtern nach Buzzwords, Finanzen (Race to the bottom!) und anderen Bullsh*-Faktoren, welche in der HR-Lehre Sinn machen, in der IT-Praxis jedoch nicht.[...]

Genau das. Vor allem stehen in den offiziellen Ausschreibungen ja eventuell auch gar nicht alle Kenntnisse (z.B. Techniken) im Einzelnen drin, die gefordert sind. Zudem gibt es teils halt einfach unterschiedliche Namen für dieselben Dinge (z.B. anderer Name für dieselbe Technik bei einem anderen Hersteller). Wenn man da nicht fit in dem Thema ist, weiß man das eventuell gar nicht.

vor einer Stunde schrieb Errraddicator:

Ich habe meine Meinungen zu vielem in der Berufswelt (Bewerbung, Veträge, usw.) über die letzten Jahre geändert. Eines ist gleich geblieben: Eine fachfremde HR, welche die Bewerbungen macht, auch nur anschaut, nützt keinem etwas. Keine Ahnung, warum viele Betriebe das immer noch so machen.

Vielleicht auch dadurch bedingt, dass dies früher einfach Standard war und die HR-Abteilungen sich diese Entscheidung nicht aus der Hand nehmen lassen wollen - egal, ob sie es nun beurteilen können, oder ob nicht.

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vor einer Stunde schrieb Crash2001:

Vielleicht auch dadurch bedingt, dass dies früher einfach Standard war und die HR-Abteilungen sich diese Entscheidung nicht aus der Hand nehmen lassen wollen - egal, ob sie es nun beurteilen können, oder ob nicht.

Ich kann mir vorstellen, dass das u. a. ein Grund ist, denke aber dass der Hauptgrund darin besteht, die Fachabteilungen nicht mit "Müll" zu überfrachten, denn am Ende ist die Kernaufgabe der Fachabteilung eben die Facharbeit.

So hat man ggf. weniger false positives (ungeeignete Kandidaten), die man an Fachabteilung leitet. Aber von den false negatives (eig. geeignete Kandidaten, die vom HR aber gefiltert wurden) bekommt die Fachabteilung ja nichts mit. Auf dem Papier sieht es dann so aus, als hätte die HR ihren Job gut gemacht: Es kommen weniger ungeeignete Bewerber bis zur FA durch. Da aber auch geeignete Bewerber rausgefiltert wurden, gleicht sich das mindestens wieder aus. 

Weil man aber "nicht weiß, was man nicht weiß", sind alle zufrieden. Die HR ist glücklich jemanden vermeintlich ungeeigneten gefiltert zu haben und die FA hat erst gar nichts von ihrem "Glück" mitbekommen. Nur der Bewerber wundert sich, warum er trotz 25 Jahren Erfahrung in C# abgelehnt wurde, obwohl in der Stellenbeschreibung "C++ oder ähnliches" drin stand. 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 11 Minuten schrieb Kwaiken:

Die HR ist glücklich jemanden vermeintlich ungeeigneten gefiltert zu haben und die FA hat erst gar nichts von ihrem "Glück" mitbekommen. Nur der Bewerber wundert sich, warum er trotz 25 Jahren Erfahrung in C# abgelehnt wurde, obwohl in der Stellenbeschreibung "C++ oder ähnliches" drin stand. 

OffTopic und ich weiß wie es gemeint ist, aber wer behauptet 25 Jahre Erfahrung zu haben, in einer Sprache die es erst seit 17-18 Jahren gibt, wird nicht wegen den fehlenden C++ Kentnissen abgelehnt :P

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vor 41 Minuten schrieb Tiangou:

OffTopic und ich weiß wie es gemeint ist, aber wer behauptet 25 Jahre Erfahrung zu haben, in einer Sprache die es erst seit 17-18 Jahren gibt, wird nicht wegen den fehlenden C++ Kentnissen abgelehnt :P

Noch mehr OffTopic: Es sei denn, er ist einer der Entwickler der Sprache 😛

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Bin mal wieder auf die tollen Ausschreibungen der bay. Polizei gestoßen.

https://www.bevi.polizei.bayern.de/?ac=search_result

Für die niedrigen Aufgaben mit Ausbildung gibt es e7 oder 8.

Für alles wo man Administration macht muss es absolut ein Studium sein (was ist dann aber auch wieder fast egal).

dafür gibt es dann tolle E10.

Also keine 40.000 zum Start. Die meisten Stellen in und um München.

Also ich weiß nicht warum die keine Leute finden.

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vor 8 Stunden schrieb Graustein:

Bin mal wieder auf die tollen Ausschreibungen der bay. Polizei gestoßen.

https://www.bevi.polizei.bayern.de/?ac=search_result

Für die niedrigen Aufgaben mit Ausbildung gibt es e7 oder 8.

 

Wirklich? Ich habe eine FISI-Stelle davon geöffnet und da heißt es E9.   Mit der zusätzlichen Reklame oben drüber "Honeypot auslegen. Elternzeit nehmen." sind diese Stellen auch wohl nicht an die karriere-interessierten ITler adressiert. :D

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