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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege


geloescht_nibor

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vor 29 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Also wenn du das so polemisch formulierst, werfe ich dem jetzt einfach genau so polemisch entgegen, dass die Stellen deshalb unbesetzt bleiben, weil man zu wenig bietet (Gehalt, sonstige Benefits, Home Office) und zu hohe Ansprüche stellt.

Das ist die typische Antwort die wir immer benutzen. Wie aber kannst du wissen, dass tausende Unternehmen auf LinkedIn/Xing  die ihre Stellen nicht loswerden schlechtes Gehalt zahlen? An der Stellenanzeigen? Kennst du jedes Unternehmen? Und nein das sind nicht alles kleine Softwarebuden...

vor 29 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

. Also sucht man sich vermeintlich günstigere Arbeitskräfte aus dem Ausland, die den hiesigen Markt und dessen Gehaltsgefüge nicht so gut kennen.

Das sind dann allerdings nicht die Kollegen aus dem Silicon Valley, sondern eher Kollegen aus dem Osten Europas oder aus Indien

Wieso kommst du darauf, dass man billige Arbeitskräfte sucht? Es gibt genügend Seiten, die sich darauf spezialisiert haben, Talent aus den USA nach Europa zu bringen. Honeypot.io z.B. (gehört Xing) ist darauf spezialisiert europäisches Talent europaweit anzubieten. Auch https://www.eurotechjobs.com/ ist ne Seite um Talent nach Europa zu holen.

Auch Schweizer Unternehmen suchen international (https://swissdevjobs.ch/).

Du gehst gleich wieder darauf ein, dass es Arbeitskräfte aus  Osteuropa und Indien sind (*hust* übrigens verdienen indische Entwickler immer besser und bekommen international Stellen).

Was hast du übrigens an Entwicklern aus Osteuropa auszusetzen? 

https://www.google.com/search?q=best programmers by country

Eigentlich haben Entwickler aus Osteuropa ein recht gutes Ansehen...

Aber klar, du bist gar nicht voreingenommen :D 

Ist doch egal woher die Leute kommen, solange sie was können.

 

Bearbeitet von KeeperOfCoffee
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Oh boy. Ich gehe trotzdem mal kurz drauf ein.

vor 12 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Wie aber kannst du wissen, dass tausende Unternehmen auf LinkedIn/Xing  die ihre Stellen nicht loswerden schlechtes Gehalt zahlen? An der Stellenanzeigen? Kennst du jedes Unternehmen? 

Weiß ich nicht. Und du weißt es auch nicht. Das ist ja mein Punkt. Du hast mit einer polemischen Aussage eröffnet und ich habe mich bildlich gesprochen zu dir an den Stammtisch gesetzt und mich polemisch an der Diskussion beteiligt. Damit wollte ich dir eigentlich nur aufzeigen, dass es müssig ist darüber anekdotisch zu diskutieren.

vor 15 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Was hast du übrigens an Entwicklern aus Osteuropa auszusetzen? 

Nichts. Wie kommst du darauf? Das Gehaltsniveau in osteuropäischen Ländern ist niedriger als in Deutschland. Das ist keine Aussage über die Qualität der Arbeit osteuropäischer Entwickler, wie du es mir hier offenbar unterstellen willst.

vor 16 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Aber klar, du bist gar nicht voreingenommen :D 

Polemik - "Scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente [im Rahmen einer Auseinandersetzung] im Bereich der Literatur, Kunst, Religion, Philosophie, Politik o. Ä."

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Was ist an meiner Aussage den so polemisch? Wir können den derzeitigen Bedarf nicht decken ... das ist Fakt. Derzeit gibt es mehr als 100.000 unbesetzte IT Stellen..

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Erstmals-mehr-als-100000-unbesetzte-Stellen-fuer-IT-Experten#:~:text=In Deutschland gibt es aktuell,verdoppelt (2017%3A 55.000).

191126_offene-stellen-fur-it-experten_pg

... Anzahl steigend. Um dies zu bekämpfen, holt man sich zum Teil Talent und Arbeitskräfte aus dem Ausland ... bei vielen Unternehmen in Europa längst gang und gäbe.

Bitte doch mal um Aufklärung inwiefern da Polemik drin wäre.

Bearbeitet von KeeperOfCoffee
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vor 7 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Bitte doch mal um Aufklärung inwiefern da Polemik drin wäre.

Das fängt schon bei deiner Quelle an. Bitkom? Ernsthaft? Ein Bundesverband der Arbeitgeberinteressen vertritt und uns seit Jahren das Märchen vom Fachkräftemangel verkaufen will. Und du stößt genau in das gleiche Horn. Das nenne ich Polemik.

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vor 6 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Ein Bundesverband der Arbeitgeberinteressen vertritt und uns seit Jahren das Märchen vom Fachkräftemangel verkaufen will.

Und du redest über Polemik. Wo sind denn jetzt da deine Quellen? Und bitte aktuelle, denn vor 5 Jahren hätte ich dir auch noch recht gegeben. Aber man darf halt nicht nur in die Vergangenheit blicken.

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vor 44 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Was ist an meiner Aussage den so polemisch? Wir können den derzeitigen Bedarf nicht decken ... das ist Fakt. Derzeit gibt es mehr als 100.000 unbesetzte IT Stellen..

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Unternehmen Cherry Picking betreiben und Mikroanforderungen stellen. Da soll der Bewerber einen 100% Match auf den Techstack und die Toolchain drum herum mitbringen und natürlich auch noch Branchenerfahrung. Aber ein Senior soll es dann nicht sein, der verlangt zu viel. Er könnte X oder Y in 3 Monaten on-the-Job lernen, nein dann lieber nicht und wir suchen noch 12 Monate. Inzwischen benötigt so gut wie jede mittelständische Firma auch Entwickler, früher hatte man ein bis zwei Gespräche, davon eins mit ein paar fachlichen Fragen und dann hat man eingestellt oder nicht. Heute wird ein Interviewprozess auf FAANG Niveau gestartet, Coding Aufgabe für zu Hause, eine on-Site und dann noch eine Probearbeitstag. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber kamen sie auch irgendwann auf die Idee und ich musste mir dann Aufgaben für die Bewerber ausdenken. Nachdem ich selbst auf Stellensuche bin, stelle ich fest, dass das inzwischen deutlich verbreiteter ist.

Ist ja schön, wenn die Hinterhofklitsche den Anspruch hat, nur die besten einzustellen und dann mit behavioral Questions alles aussiebt und wenn es dann doch mal einer schafft, bietet man ihm 60k€ für 15 Jahre Berufserfahrung und geltet damit gleich noch die Überstunden ab... dann sollen sie bitte am Fachkräftemangel zugrunde gehen.

Das kann regional durchaus unterschiedlich sein, aber bei dem, was ich die letzten Monate als Bewerber so erlebt habe, kann ich nicht vorbehaltlos von einem Fachkräftemangel reden.

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vor 27 Minuten schrieb Ulfhednar:

... Heute wird ein Interviewprozess auf FAANG Niveau gestartet, Coding Aufgabe für zu Hause, eine on-Site und dann noch eine Probearbeitstag...

Probearbeitstage sind nach meinem Empfinden Steuerhinterziehung und Sozialbetrug seitens des AG. Wenn man schon arbeitet dann muss das auch regulär vergütet werden. Mir wurde so was auch schon mal "unentgeltlich" angeboten. Hab dann dankend abgelehnt mit Verweis auf obige Sachverhalte. Schön mit anzusehen war, wie dem Personal in diesem Moment einiges klar wurde... Entweder die Arbeitszeugnisse/Zertifikate und der Lebenslauf sprechen so schon für einen oder eben nicht.

 

Ja die Vorstellung über Bezahlung seitens der AG sind teilweise unter aller Kanone. Möglichst gute Leute für möglichst wenig Geld zu bekommen funktioniert halt nicht bei jedem. Man sollte sich im Klaren sein, daß man in einem Bewerbungsgespräch für sich selbst wirbt. Da geht man hin um möglichst das Maximum an Gehalt und Konditionen für sich rauszuholen. Nicht weil die Firma so "geil" ist oder weil einem die Mitarbeiter im Gespräch die Story von der toten Sau erzählen... 

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vor 7 Minuten schrieb G910:

Probearbeitstage sind nach meinem Empfinden Steuerhinterziehung und Sozialbetrug seitens des AG. Wenn man schon arbeitet dann muss das auch regulär vergütet werden. 

Also, ich solche bei meinem Ex-AG veranstaltet habe und inzwischen selbst welche als Bewerber hatte. Gearbeitet wurde da nirgends, das waren einfach immer nur Coding Tests vor Ort mit anschließender Präsentation vor dem Team. Dabei geht es dann auch darum, dass der Rest des Teams den Bewerber einschätzen kann.
Je nach Firma ist das aber auch recht unorganisiert, so saß ich mal praktisch alleine im Open Space und bekam ein Notebook ohne Tools und sollte alles selbst installieren, das Internet war aber auf Modem Niveau und der halbe Tag ging für das installieren drauf. Die die Aufgabe war aber zeitlich begrenzt, implementieren sie Algorithmus X und Y, bauen sie einen Taschenrechner, der mit Bitverschiebung funktioniert, dann präsentieren zu Uhrzeit Z. Ich war dann ziemlich im Stress und dachte, das Installieren gehört vielleicht mit zur Aufgabe (welches Toolset wird gewählt, VS, VS Code, Resharper, Note etc.). Als ich gegangen bin, konnte ich noch das Gespräch mithören, dass der Laptop installiert bleiben soll, der Bewerber am darauffolgenden Tag bräuchte die Umgebung ja auch...

 

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vor 4 Minuten schrieb Ulfhednar:

Dabei geht es dann auch darum, dass der Rest des Teams den Bewerber einschätzen kann.

Bei uns ist das kein Probearbeitstag, wir nennen das Schnuppertag, ist halt ein halber Tag an dem der Bewerber reinkommt, dann alle Team Mitglieder Büroweise für so 30 Minuten mal kennenlernt, fragen stellen darf, wir fragen stellen und man sich einfach "beschnuppert" und dann wird noch zusammen Mittagessen gegangen und danach setzen wir uns halt alle im Team zusammen mit unserem Chef und geben ihm unsere Eindrücke weiter.

Das finde ich sogar sehr sinnvoll, da man so halt auch etwas sehen kann ob die Chemie passt. Sicher ist das kein 100% valider Test, aber ein erster Eindruck kann ja auch schon viel sagen, ich mein wenn das komplette Team (das hatten wir auch schon) bei einem Bewerber ein schlechtes Gefühl hat aufgrund der Art wie er sich gibt, ist das halt für unseren Chef auch ein guter Anhaltspunkt.

Ich hab meinen eigenen Schnuppertag damals sehr gut gefunden und war für mich mit ein Grund dann letztendlich auch zu unterschreiben weil ich das Team einfach unglaublich sympathisch gefunden habe und es einfach "gefunkt" hat vor allem mit den 3 Kollegen mit denen ich im Büro sitze und die mir sogar danach erzählt haben das sie zu unserem Chef meinten "Den nehmen wir und der gehört uns" xD

Bei meinem vorherigen AG hätte ich mir sowas wirklich gewünscht, dann hätte ich vielleicht vorher schon gemerkt das dieses Team ne absolute Katastrophe war was das menschliche anging.

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vor 1 Minute schrieb Albi:

Bei uns ist das kein Probearbeitstag, wir nennen das Schnuppertag, ist halt ein halber Tag an dem der Bewerber reinkommt, dann alle Team Mitglieder Büroweise für so 30 Minuten mal kennenlernt, fragen stellen darf, wir fragen stellen und man sich einfach "beschnuppert" und dann wird noch zusammen Mittagessen gegangen und danach setzen wir uns halt alle im Team zusammen mit unserem Chef und geben ihm unsere Eindrücke weiter.

Das finde ich sogar sehr sinnvoll, da man so halt auch etwas sehen kann ob die Chemie passt.

Es ist nicht so, dass ich dem nichts abgewinnen kann. Gerade das mit dem Kennenlernen, aber wenn man da allein sitzt oder das erste Stufe des Einstellungstests ist, halte ich absolut nichts davon. Denn meistens ist das nicht der erste vor Ort Gespräch und nach dem fünften Einstellungstesttag als Bewerber, wird das echt nervig und btw. auch kostspielig, sei es in Urlaubstagen oder weil man sich eben in das Parkhaus nebenan für 17€ für den Tag stellt.

Sowas kann man dann machen, wenn der Kandidat passt, man ihn eigentlich einstellen würde und ihn nicht noch weiter fachlich testen will.

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vor 37 Minuten schrieb Albi:

Schnuppertag

Leute und Büro mal sehen und Wohlfühl-Level unverbindlich klären: okay.

vor 12 Minuten schrieb Ulfhednar:

fünften Einstellungstesttag

Aufgeblähte Prozesse, schon bevor ich da bin? Nur, wenn ich zwingend suche...

vor 11 Minuten schrieb Ulfhednar:

weil man sich eben in das Parkhaus nebenan für 17€ für den Tag stellt

Diese Kosten muss ein potentieller AG übernehmen oder die Übernahme vorher schriftlich ausschließen (und mich somit als Kandidaten, solange ich nicht zwingend suche und dann übernimmt die BfA solche Auslagen)

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vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Leute und Büro mal sehen und Wohlfühl-Level unverbindlich klären: okay.

Aufgeblähte Prozesse, schon bevor ich da bin? Nur, wenn ich zwingend suche...

Die fünf Tage waren aus Bewerbersicht, bei fünf verschiedenen Firmen, ansonsten kannst du aus einem Einstellungstesttag noch keine aufgeblähten Prozesse vermuten.

vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Diese Kosten muss ein potentieller AG übernehmen oder die Übernahme vorher schriftlich ausschließen (und mich somit als Kandidaten, solange ich nicht zwingend suche und dann übernimmt die BfA solche Auslagen)

Ist schon klar, du kannst dir deinen Job aussuchen, vermutlich bist du also auch eine von diesen Fachkräften, an denen ein Mangel herrscht. Ich bin es wohl nicht, von daher kann ich auch nicht alles Firmen ablehnen, welche die Kosten nicht erstatten, komplizierte Recruiting Prozesse haben oder weniger als 30 Tage Urlaub und nur abgegoltene Überstunden anbieten. Und da ich keinen Anspruch auf Leistungen habe, erstattet mir auch keine BA irgendwelche kosten.

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Da bin ich ausnahmsweise bei @Ulfhednar. Wenn ein Arbeitgeber ein gutes Gesamtpaket bietet, dann scheitert es für mich nicht an 100 Euro monatlichen Parkhausgebühren oder nur 28 Tagen Urlaub im Jahr. Wer sich die Arbeitgeber anhand solcher Kriterien aussuchen kann, erlebt eine privilegierte Position, von der viele nur träumen können. 

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Ich stelle fest, dass die Auswahlverfahren bei den Entwicklern eindeutig anders laufen als bei den Systemintegratoren. 
Ich kann keines der genannten Szenarien bestätigen. 

Meine Abläufe:

Headhunter/Recruitment schreibt mich an(XING/LinkedIn), „Profil interessant“ -> telefonisches Vorgespräch (inkl. Abklärung Unternehmen + Gehaltsrange) -> Abgabe Lebenslauf -> kurze Zeit später ging’s zum Vorstellungsgespräch mit Unternehmen -> Zu oder Absage

Fachlich wird dann schon einmal abgefragt wie System X,Y,Z zu konfigurieren wäre, was die nächsten Handlungsschritte im Projekt wären etc. oder in welchem technischen Bereich Vorerfahrungen vorhanden sind.

meistens habe ich im Prozess abgesagt, Entweder hat das Gehalt nicht gepasst oder der Ersteindruck passte mir nicht.
 

Probearbeiten lehne ich stets mit dem Verweis auf Probezeit ab. Und die gilt halt auch für beide Seiten. Oftmals wurde ich dann noch dem Team vorgestellt oder mir wurde die Möglichkeit eingeräumt.

Es ist manchmal lustig wie sehr das erste Angebot nach Absage noch aufgebohrt wird um mich zu ködern.
Aus kein Homeoffice wurden z.B. erst 2, später drei Tage und das dann auch schon während Einarbeitung (war noch deutlich vor Corona) uvm.

In meinem Umfeld kann ich einen gewissen Fachkräftemangel eher bestätigen, liegt aber oftmals eher an den Budgetgrenzen der AG.

Bearbeitet von tTt
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Einige Hundert Stellen in meinem Umkreis wurden ersatzlos gestrichen.

 

Anwerbung von IT-Experten auf Eis

Laut einer Studie der Rekrutierungsplattform talent.io legen 38 Prozent der Technologieunternehmen in Europa bei der Anwerbung von IT-Spezialisten wegen der Corona-Pandemie eine Pause ein.

https://www.com-magazin.de/news/business-it/anwerbung-it-experten-eis-2546644.html?fbclid=IwAR38xlpO_x2RAmnxB6Gn9IIbUtCbkQ79cuAx-EE-2EVpdSvW39WxiUVBCLI

 

 

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vor 19 Stunden schrieb spix:

Laut einer Studie der Rekrutierungsplattform talent.io legen 38 Prozent der Technologieunternehmen in Europa bei der Anwerbung von IT-Spezialisten wegen der Corona-Pandemie eine Pause ein.

Derzeit werden oftmals Leute auf die Straße gesetzt, die sich gerade in der Probezeit befinden. Egal, ob sie gut sind oder nicht. Daher nutzen viele Firmen auch die Chance sich jetzt relativ günstig mit Fachkräften auszustatten.

Zudem halte ich diese Zeit gerade für die perfekte Möglichkeit, sich auf lange Zeit die Loyalität der Mitarbeiter zu sichern. Wer trotz finanzieller Schwierigkeiten während der Pandemie zu seiner Belegschaft hält, dem wird (der Großteil der) Belegschaft dies nicht vergessen und sich beim nächsten Abwerbungsversuch gewiss daran erinnern.

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https://www.heise.de/news/Microsoft-und-Google-wollen-Qualifizierungsprogramme-fuer-Arbeitssuchende-starten-4800304.html


A never ending story

Zitat

Die Technik-Konzerne Google und Microsoft wollen mit zwei großangelegten Qualifikationsprogrammen Menschen unter die Arme greifen, deren Jobs durch die Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestrichen wurden oder akut bedroht sind. Microsoft startete am Dienstag eine Qualifizierungsinitiative für 25 Millionen Arbeitssuchende weltweit. Google legte am Mittwoch ein Programm auf, das sich an rund zehn Millionen Menschen und Unternehmen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika richtet. Sie sollen bis Ende 2021 darin unterstützt werden, mit digitalen Tools und Arbeitsabläufen die Folgen der Pandemie schneller zu überwinden. Als Nebeneffekt könnte durch die Initiativen auch der Fachkräftemangel gelindert werden.

Rein zufällig natürlich.

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  • 9 Monate später...

Hi,

der gute alte Fachkräftemangel Thread. :)

https://www.heise.de/news/Studie-Fachkraeftemangel-koennte-schaerfer-werden-6007487.html

Daraufhin habe ich mal gesucht und als Beispiel folgende Stellenanzeigen gefunden:

https://karriere.nrw/stellenausschreibung/83370f35-8646-4a6c-8e03-7d8d7a298f9e

Tätigkeiten: 

Zitat

 

...
Einrichtung, Konfiguration und Administration der Datenbank Server/Custer
(z. B. Oracle, MS-SQL, Maria DB, PostgreSQL)
· Systemadministration in den Bereichen Web- und Applikationsserver
· Konfiguration und Administration von Windows und Linux Server
· Betreuung von Fachverfahren (Beratung, Einführung, Planung, Aufbau und Betrieb der technischen Umgebung, sowie Aktualisierung, Migration und Wartung der Systemumgebung)
· Second-Level-Support in den Bereichen Datenbanken, Server, Fachverfahren bzw. allgemeiner IT-Betrieb
· Betreuung von IT-Projekten über den gesamten Projektlebenszyklus

 

 

 

Alles Standard. Und jetzt die Anforderungen:

Zitat

 

Ihr Profil:

· erfolgreich abgeschlossenes, einschlägiges Studium (Bachelor/Diplom FH) vorzugsweise im Bereich Informatik oder in einem vergleichbaren MINT Studiengang oder alternativ nachgewiesene gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen im Berufsbild von mindestens neun Jahren

 

Es wird also eine Standard Admintätigkeit gesucht, für die man entweder ein Studium oder 9! Jahre Berufserfahrung benötigt. Genau das, was in der Stellenanzeige erwartet wird, sind die Tätigkeiten, die man im Studium eben nicht lernt. Das war nur ein Beispiel, ich habe mehrere solcher Anzeigen gefunden. 

Traurig daran ist, dass diese Anzeige genauso vor 10 Jahren hätte erscheinen können und vermutlich auch noch in 10 Jahren erscheinen wird.  

 

Bearbeitet von carstenj
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Fachkräftemangel, die - rhetorisches Werkzeug, um mehr Lemminge in die IT zu treiben und so mittelfristig die Gehälter drücken zu können. Entsaftung der Gehälter durch dieselbigen :D

Deutschland ist und bleibt eben ein Land der Zettel. Aber einen Bachelor in MINT-Fächern (was zum Geier will ich mit einem Mathebachelor oder einem Maschinenbauer in der Administration???) mit *9JAHREN* BE zu vergleichen ist nicht nur frech, sondern dumm. Selbst wenn der ein IT-Studium hat, kann der doch nix als Admin. Wenn er das richtige Bindestrichstudium (W-Info) hat, kann er wa zu IT-Projekten beisteuern, aber das wars dann auch.
Denn wie du schon so trefflich sagtest...

vor 15 Minuten schrieb carstenj:

Genau das, was in der Stellenanzeige erwartet wird, sind die Tätigkeiten, die man im Studium eben nicht lernt.

 

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Das ist halt öD, manche hängen da noch fest. Da gilt gD (bzw als Angestellter halt vergleichbarer gD) = Studium.
Facharbeiter haben da idR nix zu suchen. Und da IT Administration halt nicht Kabel ziehen oder Mäuse austauschen ist muss das ja gD sein, vor allem findet man fürn mD Gehalt ja kein der es macht.
Also muss man gD ausschreiben und dann ist halt Studium.
Und wenn sich dann ein Chemiker bewirbt, egal, formell passt es ja :)
In manchen Gemeinden bewerben sich dann die Verwaltungsleute mit Verwaltungsstudium auf die IT Beamten Stellen, weil da geht es ja schnell weiter, haben aber keine Ahnung von IT; aber Hauptsache Studium. Da wundert es dann nicht wie es um die deutsche Behörden bestellt ist.
Dann gibt es ja noch den sonstigen. Da sagt der hier scheinbar, ja 9 Jahre BE. Vermutlich gibt es dann auch noch Abzug bei der Eingruppierung weil ja kein Studium :D

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