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IHK Abschlussprüfungsnote - wie wichtig bei der Jobsuche?

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vor 20 Minuten schrieb neinal:

Ich verstehe deine Meinung. Aber ich halte sie für komplett überholt.

Ich verstehe deine Meinung.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Davon abgesehen, dass es bei uns sowas wie ein IHK Zwischenzeugnis gar nicht gab/gibt, halte ich Noten für NULL aussagekräftig.

Du hast in BW gelernt? Ich in Bayern. Meines Wissens wirst du für eine IHK Abschlussprüfung nur zugelassen, wenn du die Zwischenprüfung ablegst und für diese Zwischenprüfung bekommst du ein Zeugnis. Das wirklich coole an diesem Zeugnis ist, dass hier der IHK Notenschnitt drauf steht, so etwas sollte es für sämtliche Zeugnisse geben. Ist eine 1,8 eine gute Note? Wenn der Schnitt bei 1,5 ist sicherlich nicht, liegt der Schnitt bei 3,0 dann definitiv.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Vor allem die Noten, die an einem Tag festgelegt werden.

Zwei Tagen hier in Bayern und ja es ist nicht perfekt, aber im wirklichen Leben kann auch ein schlechter Termin bei einem potenziellen Kunden alles ruinieren. So ist das Leben halt, bei persönlichen Kontakten kann auch ein schlechter erster Eindruck (der sehr schnell gebildet wird) viel entscheiden.

Für deine langfristigen Leistungen hast du die Berufsschulzeugnisse (ich habe für jedes Berufsschuljahr ein Zeugnis bekommen). Hast du hier dauerhaft gute Noten kann man daraus schließen, dass du auch dauerhaft gute Leistungen erbringen wirst, schwanken deine Noten, dann eher nicht.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Wie gesagt, du musst nur nen scheiß Tag gehabt haben, und versaust dir die Note. Davon abgesehen, ist die IHK Prüfung nicht überall gleich. Ein IHK Zeugnis aus BaWü kann was ganz anderes aussagen, als im Rest von Deutschland.

Stimmt, aber in 15 der 16 Bundesländer ist es einheitlich und damit vergleichbar. Und auch Arbeitgeber in BW können mit den Noten was anfangen.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Jeder hat seine Meinung, aber dort würde ich dann schon nicht arbeiten wollen. Weil auch ein Chef mal nen scheiß Tag hat und vielleicht keine 200% geben kann, wie an anderen Tagen. Und ich erwarte von meinen Vorgesetzten/Kollegen, dass sie Verständnis dafür haben. Niemand ist im Stande immer 200% zu liefern.

Ja das ist auch richtig, allerdings würde ich meinen Ausbildungsbetrieb (oder -konzern ganz wie du möchtest) jederzeit jedem weiterempfehlen. Es wird zwar 110% von dir gefordert, aber du bekommst auch 120% geboten. Z. B. Betrieblichen Unterricht, in dem ich mehr gelernt habe als in der Berufsschule (keine Kunst). Oder verpflichtenden Englischunterricht (der Arbeitgeber ist extrem international ausgelegt): 1. Lehrjahr 2h/Woche  für alle Azubis und für die IT-Azubis nochmal über alle 3 Jahre zusätzlich 2h/Woche mit jeweils richtigen Englischlehrern (native Speaker) und auf IT bezogen. Internes Ziel: Sicherstellen, dass alle Azubis nach ihrer Ausbildung auf dem B2-Sprachniveau sind. Ich habe die Gelegenheit genutzt und nach meiner Ausbildung mich über Cambridge auf C1-Niveau zertifizieren lassen. Wenn man dann als Azubi im Berufsschul-Englischunterricht, der bei uns ungefähr auf B1-Niveau lag, schlechte Noten geschrieben hat, kann ich verstehen, dass die Firma hier angefressen war. Ohne B2-Niveau würdet man eh nicht übernommen werden.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Klar können Noten Türen öffnen, aber ich habe schon so viele Menschen in meinem Leben kennengelernt, die immer die aller besten Noten hatten, aber einfach totale Vollpfosten sind die einfach nur viel gelernt haben. Aber sowohl menschlich als auch fachlich eigentlich gar nix können.

Ja solche Leute kenne ich auch. Mathe- & Physiklehrer an einem örtlichen Gymnasium, jeweils ein Diplom in dem Gebiet, aber wenn er in Urlaub fährt scheitert er daran sich selbst einen Koffer zu packen. :D Solche Geschichten schreibt nur das Leben.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Mir sind meine Noten total egal. Klar habe ich während der Ausbildung auch geschaut, dass die Noten gut sind. Ich habe auch in nem Konzern gelernt. Und es gab auch Leistungsprämien für gute Noten.

Klingt für mich nach einem Widerspruch. Das mit den Leistungsprämien kenne ich allerdings auch von anderen Betrieben, kann man machen.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Und schlechte mussten gerechtfertigt werden. Ich will aber für meine Arbeit und meine Leistung annerkannt werden. Und nicht für Noten die auf einem Stück Papier stehen.

Die Anerkennung über deine Leistungen während der Ausbildung sollten eigentlich die IHK-/Schulzeugnisse sowie dein Ausbildungszeugnis sein. Oder Zertifikate, welche du aufgrund deiner Leistung erfolgreich erhalten hast.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Ich bin zum Beispiel in der Schule schon immer aufgelaufen, weil ich es nicht einsehe irgendwelchen Mist auswendig zu lernen. Wir mussten zum Beispiel in der Schule in Deutsch und Religion Gedichte auswendig lernen. Habe ich nie gemacht. Weil es für mich auch total sinnlos ist. Das sagt aber nix darüber aus, ob ich dumm bin oder nicht.

Ich habe auch von faul geschrieben, aber letztendlich sagt es nur eins aus: Du hast eine Arbeitsanweisung/Aufgabe und führst sie nicht aus. Es liegt jetzt bei dir einzuschätzen, wie ein potenzieller Arbeitgeber das bewertet.

vor 20 Minuten schrieb neinal:

Für mein Empfinden sind die Methoden und die Lehrpläne der Schulen total überholt. Und nicht mehr zeitgemäß.

Ja da hast du definitiv recht, zum Glück waren Lehrpläne bei uns in der Berufsschule nur "Richtlinien". Unit-Testing, VCS, NoSQL, Softwarearchitektur und hacken steht da sicherlich nicht drin.

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vor einer Stunde schrieb Unstoppable:

Meinst du das Zeugnis mit dem Ergebnis der Zwischenprüfung?

Ja genau, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich meine den Zettel von der IHK, auf dem steht, dass du an der Zwischenprüfung teilgenommen hast, wie viele Punkte du in den jeweiligen 4 Bereichen erreicht hast, deine Gesamtpunktzahl und (als Vergleich) der IHK-Durchschnitt.

vor einer Stunde schrieb Unstoppable:

Ich stimme deiner Meinung zu. Es wird immer einige Firmen geben, denen Zeugnisse egal sind, aber man macht sich das Leben deutlich leichter, wenn man gute Noten hat. Warum die Wahl für sich enger machen?

Genau, wenn du gute Noten hast spricht nichts dagegen sie anzugeben, nur bei schlechten Noten würde ich abwägen: Wie hoch ist bei dem Arbeitgeber die Gefahr aufgrund der fehlenden Unterlagen abgewiesen zu werden vs. werde ich aufgrund meiner angegebenen schlechten Noten abgewiesen. Und dafür brauchst du eigentlich Insider-Wissen über die jeweilige Firma, also jemand der in der Firma arbeitet bzw. schon einmal dort gearbeitet hat.

vor einer Stunde schrieb Unstoppable:

Kann man sagen, dass Noten öfter kleineren als größeren Firmen egal sind? Da kleinere Firmen können sich selber nicht leisten sehr wählerisch zu sein.

Ja das sehe ich auch so. Eine kleine Firma dürfte sich schwer tun die richtig guten Mitarbeiter zu akquirieren (gerade auch weil die finanziellen Mittel begrenzt sind). Dann lieber jemanden mit schlechten Noten einstellen und es versuchen bzw. den Mitarbeiter aufbauen als die Stelle noch länger unbesetzt zu lassen.

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Nein ich habe nicht in BW gelernt.

Und an der Zwischenprüfung muss man nur teilnehmen. Man kann nicht mal durchfallen. Das sagt schon viel über den Stellenwert der Zwischenprüfung aus. Die kann man sich eigentlich komplett sparen.

Natürlich kann an einem schlechten Tag im Büro auch einiges schief gehen. Wenn ich aber einen wichtigen Termin habe, und zum Beispiel Fieber, dann verschiebe ich den Termin. Die Abschlussprüfung hätte ich wegen Fieber nicht verschoben.

Ich weiß nicht, warum du dich so an den Noten festhälst. Wenn du selbst weißt, wie wenig das manchmal aussagt (Beispiel mit dem Koffer packen). Ich kenne Menschen, die sehr intelligent sind. Und in ihrem Job 300% geben. Und immer super Arbeit abliefern, in der Schule aber schlecht waren. Und ich kenne Leute die in der Schule immer super waren, aber keinen ordentlichen Job finden, weil sie einfach zu doof sind um sich die Schuhe zu binden. Das eine hat mit dem anderen einfach nix zu tun. Und ich bin der Meinung dass man in der Probezeit viel eher beurteilen kann ob jemand gut für den Job ist, anstatt ihn direkt wegen einer schlechten Note auszusortieren.

Versteh mich nicht falsch. Meine Noten sind gut. Das war nie ein Problem. Ich habe tatsächlich nur damals die erste Bewerbung quasi aus ner Laune heraus am Wochenende geschrieben. Bevor ich Zeugnisse von der IHK hatte. Und das kam gut an. Deshalb habe ich damit weiter gemacht.

Und ich finde es traurig wie sehr man auf eine Note reduziert wird. Als ich mein Abitur gemacht habe, hatte ich in einem Jahr eine 5 in Mathe. Die Jahre vorher hatte ich immer eine 2. Kann also eigentlich nicht sein, dass ich einfach zu dumm bin. Ich hatte aber ein scheiß Jahr. Mein Vater lag im Lungenkrebs im Krankenhaus und niemand wusste, wie es weiter geht, etc. Dementsprechend waren meine Noten nicht so toll. Und in Gesprächen wurde sich dann immer nur auf das eine Zeugnis fixiert. Die anderen wurden komplett ignoriert. Und mir wurde vorgeworfen, dass ich nur Ausreden suchen würde.

Und das finde ich schlimm. Jeder ist mal in einer scheiß Situtaion. Warum kann man dann nicht einfach ein bisschen Rücksicht und Verständnis zeigen? Warum muss man alles von einem Blatt Papier abhängig machen? Anstatt die Geschichte dahinter zu sehen.....

Ich finde man müsste da einfach mal umdenken. Und auch den Menschen hinter der Note sehen. Natürlich sollen Noten nicht einfach komplett ignoriert werden. Das wäre auch falsch. Aber für viele zählt einzig und allein das letzte Zeugnis. Und das ist der falsche Weg.

 

So. Ich bin jetzt aber erstmal raus. Zeit für Urlaub :)

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Am 21.9.2017 um 09:03 schrieb Zaroc:

 

Die einen Personaler 

Die anderen Personaler

 

Du hast das Problem erkannt. Die Personaler sind das Problem.  Nicht der Bewerber. Deshalb sollten bei einem Vorstellungsgespräch auch mindestens der Personalverantwortliche der Fachabteilung anwesend sein.

Personaler fungieren mittlerweile als eine Art oder besser in einer Unart als Firewall.  Wenn dem Perso-Fritzen deine Nase in deinen Unterlagen nicht passt, bist du raus.  Egal welche Note oder wie gut du deine Bewerbung schreibst.

 

Du musst bei einem Vorstellungsgespräch aber auch nicht den Personaler überzeugen, sondern den Verantwortlichen aus der Fachabteilung

 

.

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vor einer Stunde schrieb Knot3n:

Ich habe auch so oft gehört von meinen Arbeitskollegen das Noten / Zeugnisse gar nicht mehr Interessieren nach der Abschlussprüfung (1-2 Jahre) wenn man dann eh übernommen wurde oder die Firma direkt gewechselt hat .. liegt das ja im Zeitrahmen.

Naja nach 2 Jahren wurde ich immer noch auf dein Zeugnis schauen. Es gibt ja Firmen die ihre Azubis übernehmen weil sie billig sind und wissen dass sie woanders nichts kriegen wegen ihre Noten. Ab 5 Jahre Berufserfahrung und 2 Firmen wurde mich dein Zeugnis nicht sooooo interessieren.

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Die Geschichte von einem sehr guten Bewerber, der einen legitimen Grund für schlechte Leistung in der Schule hat, kaufe ich nicht. Ja, alles ist möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht ein fauler execuse-maker ist, liegt bei 1%. Die Personaler sind berechtigt zu denken, dass wenn sie eine Ausrede für eine schlechte Abschlussnote bekommen, werden sie Ausreden weiter so jeden Tag für alles bekommen.   

vor 10 Minuten schrieb Zaroc:

Naja nach 2 Jahren wurde ich immer noch auf dein Zeugnis schauen. Es gibt ja Firmen die ihre Azubis übernehmen weil sie billig sind und wissen dass sie woanders nichts kriegen wegen ihre Noten. Ab 5 Jahre Berufserfahrung und 2 Firmen wurde mich dein Zeugnis nicht sooooo interessieren.

Richtig. Manche Firmen sogar wünschen, dass ihre Azubis schlechtere Noten von der Abschlussprüfung bekommen, damit die Azubis keine Alternativen haben und schwach in Verhandlungen stehen. 

bearbeitet von Unstoppable

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Aus meiner Sicht und Erfahrung gebe ich alle Unterlagen an. Auch wenn ich nen scheiß ihk Zeugnis habe, wenn die Firmen mich einladen kann ich damit rechnen dass sie mich fragen warum ich so bescheiden war und so lernen sie mich persönlicher kennen.

Ich habe noch nie eine anonyme Bewerbung probiert und kann dazu nichts sagen aber laut div. Seiten sind die sogar erfolgreich damit.

Seien wir mal ehrlich, wer von uns würde die ihk Prüfung wieder mit gleicher Leistung nach 3 Jahren bestehen? Das ist wie auto Führerschein machen. Erst Erfahrung sammeln und dann interessiert es keine sau mehr (ausser bei Unfall und Kontrolle).

Man darf aber nicht vergessen, wenn man ein schlechtes ihk Zeugnis hat und 5 oder 10 Jahre lang bei seinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet hat dass man sogar erst recht auf die Noten schaut. Man weiss ja net ob der die Jahre abgesessen hat um Berufserfahung zu sammeln da er solche schlechte Noten hatte.

Verglichen mit jemand der nen schlechten ihk Zeugnis hat aber 10 Jahre Berufserfahrung plus 3 Firmen wo er mind 3 Jahre angestellt war. Bei so einem Kandidaten achte ich nicht mehr auf die IHK Zeugnis. Höchstens arbeitszeugnis (selbst dass ist für mich nicht ausschlaggebend). Da müssen nur die Fertigkeiten und Chemie passen.

 

 

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Am 22.9.2017 um 08:53 schrieb neinal:

@Sheldor

... halte ich Noten für NULL aussagekräftig.

Vor allem die Noten, die an einem Tag festgelegt werden. Wie gesagt, du musst nur nen scheiß Tag gehabt haben, und versaust dir die Note. Davon abgesehen, ist die IHK Prüfung nicht überall gleich.

Aus Erfahrung muss ich feststellen, dass sich die Noten oft in ein Gesamtbild einfügen. Durch die in drei Teile gliederbare IHK Abschlussprüfung und dem Berufsschulzeugnis lässt sich doch schon das eine oder Andere ablesen. Selbst wenn der "Überflieger" einen schlechten Tag in der Theorie Prüfung hatte und meinetwegen dort mit 80% herausgeht, so ist es dennoch wahrscheinlich, dass er das Projekt und/oder die mündliche Prüfung mit 90-100% besteht. Das ganze wird dann sicherlich auch noch mal durch seine Noten in der Berufsschule untermalt.

Natürlich sind die IHK Prüfungen nicht überall gleich und die Noten verblassen mit zunehmender Berufserfahrung. Aber es geht auch gar nicht um die Vergleichbarkeit der IHK Abschlüsse sondern einfach um die Tatsache, dass die Noten guter Leute in der Regel nicht über lange Zeiträume oder gar Jahre durch Extreme gezeichnet sind. Dabei ist es ganz egal, ob Abitur, Fachinformatiker Ausbildung, Studium, Zertifikate o.ä. Daher fügen sich, trotz eines vermeidlichen Ausrutschers, die Noten in der Regel zu einem recht homogenen Gesamtbild zusammen. Der Situation das gute Leute permanent schlechte Noten haben, bin ich bislang nicht begegnet. Gute Leute können unabhängig der Anforderungen in der Regel gute Leistungen abrufen. "Kein Bock", "Interessiert mich nicht" spielt da gar keine Rolle, denn das lässt auf einen schlechten Charakter im Sinne der Leistungsgesellschaft schließen und ist keine Entschuldigung die ich als Personaler berücksichtigen muss. Da frag ich mich nämlich: Auf der Arbeit glänzt auch nicht alles und jeder hat im Leben mal private Probleme, verweigert derjenige dann seine Arbeit? Das kann es geben wie in deinem Beispiel, dann muss man aber auch mit den Konsequenzen klar kommen. Das Noten prinzipiell "NULL" Aussagekraft haben, dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen.

bearbeitet von Arkten

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Am 22.9.2017 um 09:41 schrieb Sheldor:

Stimmt, aber in 15 der 16 Bundesländer ist es einheitlich und damit vergleichbar.

Das mag für den schriftlichen Teil stimmen, aber bei Weitem noch nicht für die Projektarbeit. Da kocht jede IHK ihr eigenes Süppchen: Es gibt PA, die beispielsweise wirklich nur Projektbezogene Fragen stellen, andere Fragen bunt durch das Wissen der Ausbildung. Bei manchen IHKs gehört das Erstellen des Projektberichtes zur Bearbeitungszeit von 35/70h, bei anderen nicht. Manche IHKs haben fixe Vorgaben, wie ein Bericht/eine Präsentation aufgebaut sein muss, andere halten das alles sehr offen. Einige wissen bereits Monate vor ihrer Präsentation, wann ihr Termin ist, andere bekommen erst 5 Tage vorher den Termin mitgeteilt. Und und und und und...

Enheitlich und vergleichbar ist das sicherlich nicht!

All das schlägt sich letzten Endes im Abschlusszeugnis nieder, ohne dass es u.U. im späteren Berufsleben auch nur ein Mal eine Rolle spielen könnte.

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Die Abschlussnote ist meiner Erfahrung nach nur für den ersten Job relevant. Danach zählt die Erfahrung und der weitere Werdegang.

Das hat wohl mit der Vergleichbarkeit zu tun. Bewerben sich 10 Berufseinsteiger zählt die Note ganz sicher. Nach den ersten Jobs, Verantwortungen und Erfahrungen ist man weniger vergleichbar. Da geht es eher um Schnittmengen zur ausgeschriebenen Stelle. Hat man Erfahrungen in den geforderten Technologien schlägt man auch einen Einser Abschlussnoten Fachinformatiker der die Erfahrung nicht hat. Es geht oft darum wie schnell jemand produktiv einsetzbar ist.

P.S. Bin selber Umschüler mit einem 0/815 Notenschnitt und trotzdem in einer guten Adminposition ü60k+Auto und Perspektiven. Es gibt eben mehr Skills die entscheidend sind als eine Abschlussnote. Kann es nur immer wieder wiederholen. Die Ausbildung ist ein Werkzeugkit. Was man daraus bauen kann ist individuell.

 

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Ich habe mich noch bei keiner anderen Firma nach dem Ende meiner Ausbildung beworben, habe also diesbezüglich keine Erfahrungswerte, allerdings plagen mich die gleichen Sorgen des Threaderstellers.

Ich habe in meiner Zwischenprüfung 95% geschafft und mein Berufsschulschnitt beträgt 1,6.

Am Tage der Abschlussprüfung war ich sehr aufgeregt und zudem erkältet. Ich habe insgesamt 76 Punkte geschafft. Der praktische Teil hat es "rausgerissen". GA 1 total vergeigt, GA 2 & WLSK war in Ordnung. Mein Ziel war natürlich mindestens eine zwei, also 81+ Punkte.

Mich hat schon am Tag nach der Prüfung das ganze System aufgeregt. Man schreibt eine Zwischenprüfung, die nicht in das Endergebnis zählt, wieso? Wieso gibt es nicht nur ein Abschlusszeugnis, wie z.B. beim Abitur mit der jeweiligen Gewichtung der Noten der 3. Jahre und Prüfungsnoten? Wenn ich mich jetzt irgendwo bewerbe, bringt mir evtl. mein gute Berufsschulzeugnis und die sehr gute Zwischenprüfung garnichts, da nur Tag zählt -> also das IHK Zeugnis.

Man muss meiner Meinung nach über Kurz oder Lang eh das System reformieren, ansonsten werden immer mehr eher studieren, obwohl es ihnen garnicht liegt.

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