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Hallöle,

 

ich möchte mal gerne wissen, wie ihr zum Thema Frauen in der IT steht. Ich weiß, das Geschlecht sollte keine Rolle spielen. Aber meiner Erfahrung nach, tut es das doch sehr häufig.

Deshalb einfach mal das Thema hier. Seid ihr selbst Frau in der IT? Habt ihr Kolleginnen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ich muss leider gestehen, dass ich schon einige sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Und man zum Teil von Männern doch deutlich weniger Ernst genommen wird, als der männliche Kollege.

Genauso gab es bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz mehrere Gespräche in denen mir gesagt wurde "Für die Stelle stellen wir keine Frauen ein."

Ich persönlich finde das sehr schade. Weil es egal sein sollte, ob Person XY männlich oder weiblich ist. Hauptsache er/sie erledigt dir Arbeit ordnungsgemäß.

Während der Berufsschule waren wir übrigens 3 Frauen in der Klasse. Das waren viele. Für IT-Verhältnisse. Bei 30 Schülern. In der Parallelklasse gab es gar keine. Bzw. in einer anderen Klasse saß ein Mädel allein.

Seit ich in der Beratung arbeite, ist das Verhältnis relativ ausgeglichen. Aber auch hier habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass der ein oder andere Mann lieber mit einem Mann zusammen arbeitet. Zum Teil wurde sowas auch schon deutlich angesprochen.

Vielleicht gibt es hier ja auch Menschen die der Meinung sind, dass Frauen für Tätigkeit XY wirklich weniger geeignet sind. Dann würde mich interessieren, warum?

 

LG

neinal

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Es gibt keine Frauen in der IT oder im Internet!

 

Aber mal im Ernst, meine Frau ist ebenfalls in der IT tätig und berichtet auch immer wieder von "Du bist ja nur ne Frau!-Momenten". Solchen Leuten solle man gleich ungebremst ins ....

bearbeitet von Sullidor

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Ich bin eine alleinerziehende FiSi ....

 

In so gut wie jedem Vorstellungsgespräch, wurde ich gefragt:

 

Sie als Frau in der IT?

 

Da ich aber als Inhouse Admin arbeite, hat sich die Akzeptanz schnell eingestellt.

Richtig geärgert hat mich ein Vorkommnis: Beim Landes IT Dienstleister beworben - als Admin. Einladung zum Vorstellungsgespräch für die Sachbearbeitung: Begründung - ich versteh ja was die Admins wollen und kann es so besser verkaufen :angry: , habe sie dann abschlägig beschieden.

 

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Kann ich von meiner Frau bestätigen. Da gibt es immer mal wieder Momente, wo Frau merkt, dass Mann sie nicht ernst nimmt.

Allerdings meint sie, dass dies vorrangig von Männern kommt, welche selbst nicht zu den Eliten im Laden gehören. Würde passen. Es sind häufig diejenigen, welche wenig können und gleichzeitig am Lautesten sind. Vor allem gegenüber denjenigen, wo das Klischee sie im Vorteil wähnt (in dem Falle Mann > Frau) fühlen sie sich besonders berufen, aufzufahren.

Waschechter Sexismus oder handfeste Diskriminierung hingegen ist mir bis dato nicht unter gekommen. Davon wird medial gerne berichtet, das habe ich aber weder in Ausbildung, Studium oder beruflichem Alltag mitbekommen. Noch kenne ich Geschichten aus 2. oder 3. Hand dazu. Auch die medial gepriesenen Fälle sind häufig zwielichtig und teilweise aufgebauscht.

Gleichberechtigung hat meiner Erfahrung nach also in den überwiegenden Teilen der Realität Einzug gehalten und das ist gut so. Auch wenn es immer mal wieder Männer gibt, welche das nicht so sehen und noch in 1960 leben. 

So weit, so gut.

...

Aber #1:  Sexismus nur Mann -> Frau?

Wir reden immer, ständig und zu Recht über die Diskriminierung von Frauen durch Männer. Gibt es nicht auch Sexismus von Frau zu Frau? Oder Frau zu Mann?

Jeder kennt sie, die Geschichten vom endlosen Zickenkrieg in Frauenberufen. Ob im Kindergarten, der Pflege oder im Büro. Da wird geschimpft, gelästert und intrigiert was das Zeug hält. Hat jeder schon erlebt und ist meiner Erfahrung nach in weiblich geprägten Umfeldern spürbar schlimmer, als in männlichen Umfeldern.

Wenn dann noch Faktoren wie Alter, Attraktivität, Partner usw. hinzu kommen, wird unter vielen Frauen ein Konkurrenzkampf ausgelebt, welchen ich bei Männern so deutlich seltener erlebt habe. Es gibt nicht umsonst Frauen, die betonen, dass sie lieber mit Männern als Frauen arbeiten.

Auch gibt es Studien, welche nahe legen, dass Frauen in Führungspositionen zu anderen Frauen deutlich unfairer sind als männliche Führungskräfte. Das deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen aus zahlreichen Händen.

...

Aber #2: Generelles Aussenseiter-Dasein vs. Sexismus

Jeder hat Probleme, wenn man zu den 10% Exoten gehört. Das betrifft Männer in Pflegeberufen und Kindergarten genau wie weibliche IT´ler und Maurerinnen. Das ist kein rein Sexistisches Problem, sondern vor allem eines mit Aussenseitern.

Thematisiert wird häufig nur die eine Seite der Medaille:  Vorstände, IT und Co. Das geht bis hin zu kontraproduktiven Quoten, welche wenigen nützen und vielen schaden. Aber wer fordert eine Frauenquote für Maurer? Eine Männerquote für Kindergärtner? Da wird es still. Gibt es wohl nicht genug zu holen.

Ist Förderung nur für Frauen als Exoten sinnvoll, nicht für Männer? In einigen Behörden z.B. müssen Gleichstellungsbeauftragte explizit weiblich sein. Egal, wie gut der Mann passen würde. Er darf diesen Posten nicht bekleiden. Weil er ein Mann ist. Gesetzlich zementiert und gerichtlich bestätigt. Von der allgegenwärtigen Bevorzugung "bei gleicher Qualifikation" zu schweigen. Ich wäre auf die Reaktionen der Befürworter gespannt, wäre das Gesetz umgekehrt.

Das macht die ganze Debatte leider  scheinheilig, wenn immer nur die eine Seite der Medaille beleuchtet wird und nicht Diskriminierung im Generellen. Nicht umsonst hießen solche Gesetze und Regeln eine Zeit lang "Frauenförderung". Da war man wenigstens ehrlich. Mit "Gleichstellung" hat das wenig zu tun, was heute passiert. Von "Gleichberechtigung" redet eh kaum noch einer. Denn die haben wir längst.

...

Aber #3: Jedes Klischee hat einen wahren Kern.

Ich habe über die Jahre eine Menge Frauen in der IT kennen gelernt und leider haben viele Klischees einen wahren Kern. 

Das beginnt beim bloßen Interesse und Werdegang der Betroffenen. Frauen in der IT haben häufig spürbar weniger Interesse an der Materie als Männer. Das fängt bei Themen wie Zocken, Hacken oder Basteln in der Freizeit an (vor Ausbildung oder Studium, einfach weil es Spaß macht) und macht sich im beruflichen Alltag bemerkbar.

Dies ändert sich auch nicht, wenn sie bereits im Beruf sind. Spätestens dort kann sich keine Frau mehr mit "Das akzeptiert die Gesellschaft nicht" freikaufen. Bei einer Informatikerin akzeptiert die Gesellschaft, dass sie nach Feierabend Informatik studieren geht, zu einer User Group rennt, in der Familie die Rechner repariert oder Open Source Software entwickelt. Passiert alles aber noch seltener, als es weibliche Entwicklerinnen gibt.

Es geht weiter damit, dass Frauen sich - wenn schon IT - gerne für medizinische Informatik z.B. als Studienfach entscheiden. Warum? "Weil man da nicht so viel programmieren muss". Oder für die Rolle als SCRUM-Masterin oder eine ähnlich vermittelnde Rolle zwischen den Fachabteilungen. Wirklich IT ist das nicht. Eher "Irgendwas mit IT". Von dedizierten Frauen-Studiengängen mit vereinfachtem Mathe-Anteil nicht zu sprechen. Programmieren? Netzwerken? Das war, ist und bleibt für die meisten Frauen ein Graus. Die Möglichkeiten sind da, die Freiheiten auch, genutzt werden sie selten.

Und es endet bei kaum vorhandener Durchschnitts-Expertise von IT-Frauen. Die Expertise von Frauen in der IT sind spürbar extremer was die Ausprägung angeht. Wahlweise sehr schwach oder direkt sehr stark. Die normale Durchschnittsentwicklerin z.B. ist mir jedenfalls noch nicht über den Weg gelaufen. Von einer durchschnitts-netzwerkerin ganz zu schweigen. Die scheint es generell nicht zu geben.

Da es generell deutlich weniger sehr starke als schwache Fachkräfte gibt, bestätigt also diese Konstellation auch noch die falschen Vorurteile von den ganz oben genannten Deppen. Das ist aber nicht die Schuld der Männer, sondern die Schuld von Frauen, welche sich selten für einen richtigen IT-Job entscheiden.

...

Was bleibt?
Es ist klar, dass Frauen in der IT Probleme haben, welche Männer nicht haben. Wer das abstreitet, lügt. Aber das ist nicht zwingend Sexismus, noch ist es alleine Schuld der Männer, noch betreffen solche Probleme nur Frauen. Auch Männer müssen mit Vorurteilen leben. So, wie Alte, Junge, Große, Kleine, Arme, Reiche, usw.

Eine Frau, welche bock auf IT hat, sich Mühe gibt, einliest und Gas gibt wird ohne Probleme Karriere machen können, wie ein Mann. Je nach Betrieb sogar einfacher, weil sie auf Grund ihres Exoten-Status auffällt und damit automatisch mehr Beachtung findet, als der 315. männliche Bewerber.

Und komme mir bitte keiner mit Führungspositionen als Maßstab. Die werden heute im wesentlichen nach Stallgeruch, Vitamin B und Glück vergeben. Ausserdem gibt es 1 solche Stelle je 100 Bewerber. Die bekommt auch der hart arbeitende, gut gebildete und fleißige Mann nicht. Der Maßstab muss die normale Fachkarriere sein. Da hindert keiner eine Frau etwas zu werden.

bearbeitet von Errraddicator

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Ich bin M und hatte bisher noch nicht so viele verschiedene Arbeitsplätze, deshalb kann ich nicht viel aus Erfahrung oder Erlebnissen berichten.

In meiner aktuellen Firma sind wir so 8 Menschis, 3 davon sind Frauen. Eine Geschäftsführerin, eine Mitarbeiterin die den Support und Kundenkontakt übernimmt und eine Junior-Entwicklerin.

Das Klima ist ganz gut, die Kommunikation klappt und wenn die Entwicklerin Fragen hat werden die auch schnell von meinem Kollegen beantwortet und die beiden tauschen sich auch jeden Morgen über ihre Tätigkeiten und dazugehörige Probleme aus.

Passt eigentlich. Aber! Dieser Blog-Post hat mir erst vor ein paar Tagen so ein bisschen die Augen zu dem Thema geöffnet: http://blog.cleancoder.com/uncle-bob/2014/10/26/LaughterInTheMaleDominatedRoom.html Und dadurch ist mir erst aufgefallen wie oft ein anderer Kollege Sprüche á la "Frauen und Technik", "Frauen können doch gar keine Logik" und ähnliches bringt.

Keine Ahnung ob die Beobachtung für den Thread relevant ist, im nachhinein finde ich es interessant und ich werde mal mehr darauf achten wer dabei lacht. Wollte auf jeden Fall mal den Link dazu hier lassen.

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Meine Erfahrung (M) ist da glücklicherweise eine andere. In meinem Ausbildungsbetrieb war ohne Quote ein recht ausgeglichenes Verhältnis. Ich kanns grad nicht exakt beziffern aber ich würde tippen, dass es schon fast 50/50 war. Daher habe ich da keine Diskriminierung mitbekommen.
In der Berufsschule war es dann doch eher klassisch. Wir hatten ein Mädchen in der Klasse aber ich behaupte mal, dass wir Sie weder diskriminiert noch anders behandelt haben.

Ansonsten kann ich mangels Erfahrung da nichts zu sagen. 

Meine Meinung ist, dass es egal ist ob Mann oder Frau. Wenn die Person ihre Arbeit macht, gibts nichts zu meckern.

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Ich tanz mal komplett aus der Reihe:

Ich bin in der Ausbildung (zum 2. mal) und habe dementsprechend nur wenig von dem ich berichten kann - aber ich musste mich nie verteidigen. Genau genommen wurde mir unter der Hand sogar gesagt das ich (im 2. Betrieb jetzt) eingestellt wurde WEIL ich weiblich bin - und unsere IT/PM-Abteilung besteht ohne mich nunmal nur aus Männern - schätze irgendwas vonwegen Frauenquote.

Andererseits kann ich ein paar Vorurteile verstehen - ich schleppe keine Server rum und habe mich auch schon mega blamiert als ich im 1. Betrieb bei einem Kunden die Batterie (mein Gott sind die aber schwer!) einer USV alleine tauschen sollte. Die alte Batterie in der USV war aufgequollen und ich habe sie ums  verrecken nicht raus bekommen - musste mir einen starken Mann (den Kunden selbst, deswegen war das so peinlich) ran holen, der sie dann auch mit ach und krach raus bekommen hat.

Im 2. Betrieb genau andersrum, wenn ich durch die Gegend laufe mit meinem Ausbilder neben mir und einen PC unterm Arm wird mein Ausbilder angemeckert warum er mich tragen lässt. Das Gefühl dazu ist sehr... seltsam - Gott sei Dank nimmt er es mit Humor^^

Kurzum:Meiner meinung nach macht das Wissen und die Kompetenz zwischen Frau und Mann keinen Unterschied, aber ich würde tatsächlich behaupten das es zumindest was die körperliche Kraft angeht unterschiede gibt - Ausnahmen bestätigen die Regel^^

 

Berufsschule: von 26 Schülern sind 5 Frauen. Ist aber auch ne recht hohe Quote, musste mir aber auch nie was anhören.

bearbeitet von Tician

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Ich musste mich in der Ausbildung bei meinen Kollegen sehr viel verteidigen!

Dort war besonders die Vertrieblerin der Meinung, dass Frauen im Sysadmin-Job nichts zu suchen haben. Mein Ausbilder hat nach einem halben Jahr Ausbildung von mir darauf gehört und sich anschließend geweigert weiter auszubilden.

In Open-Source-Projekten wurde ich nie angegriffen und eher unterstützt. Das Linux-Projekt, wo ich jetzt im Vorstand bin, hat mich sozusagen ausgebildet und viele wollen mich länger in dieser Position sehen.

Dort wurde ich auf einer Konferenz auch auf Vorstellungsgespräche nach der Ausbildung vorbereitet. Ich habe gelernt, wie ich die Teamleiter & Firmen aussortieren kann, indem ich entsprechende Fragen stelle. Das hat super funktioniert.

Parallel zu meinen Linux-Aktivitäten habe ich Berufserfahrung bei einem ISP gesammelt. Anfangs gab es nie Probleme bis es zum Thema "beruflichen Aufstieg" kam. Zuerst war ich überall gleichberechtigt und durfte mich frei im Team entfalten. Dann kamen irgendwann Argumente beim Thema "Entwicklungsmöglichkeiten", wie "Du kriegst Kinder.", "Dir fehlt der Hochschul-Abschluss." und "Du bist eine Frau.". Nachdem ich das Unternehmen verlassen hatte, erzählte ich das Führungskräften, die dort noch arbeiteten (auch Frauen!). Sie waren geschockt und das wurde nach oben weitergeleitet. Kurz darauf war mein Teamleiter verschwunden, weil das gegen die Regeln verstoßen hat...

Man muss sagen, dass es auch keinen Betriebsrat gab. Ansonsten hätte ich das noch anders in die Wege geleitet. ^^

Weil ich mit Communities im Vergleich zu kommerziellen Softwareanbietern so gute Erfahrungen und wenig Diskriminierung erfahren habe, werde ich in dieser Open-Source-Branche bleiben. Ich will zeigen, dass Frauen fachlich das Gleiche können wie Männer. Das präsentiere ich auch auf Messen & Konferenzen.

An der Hochschule bin ich für Mädchen inzwischen auch ein Vorbild. Weil ich schon erfolgreich war/ bin, wollen viele die gleiche Laufbahn einschlagen und von mir lernen. Dabei ist es egal, ob es Informatikerinnen oder Wirtschaftsinformatikerinnen sind. Ich gebe Linux-Workshops und stehe mit Ratschlägen in der Fachschaft zur Verfügung.

Ich stelle mit der AG Open Source die Arbeit in Open-Source-Projekten vor. In der Einführungsveranstaltung zeige ich die beruflichen Perspektiven als Consultant und Linux-/Open-Source-Entwickler und Linux-Sysadmin auf.

 

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Bei uns in der Abteilung liegt der Frauenanteil bei ca. 40-50%. Ich schätze viele meiner Kolleginnen sehr und habe grundsätzlich kein Problem fachlich auf Augenhöhe mit Frauen zu arbeiten. Dennoch gibt es Dinge, die mich stören und die ich bei ca. 80% aller Kolleginnen jeglichen Alters feststellen musste. Ich pauschalisiere hier bewusst und wahrscheinlich wird das auf keine Frau in diesem Forum zu treffen:

Ich stelle fest, dass viele Frauen nach der Ausbildung oder Studium fachlich stehen bleiben gemäß dem Motto "bin fertig". Sie setzen zwar um was man Ihnen zeigt, aber selber Innovationen anstoßen machen nur die wenigsten. Gerade dieses "in dem Beruf aufgehen" bzw. eine "Berufung finden" scheint bei vielen Frauen generell nicht so stark ausgeprägt zu sein wie bei Männern. Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass dies der Grund sei warum viele Frauen z. B. auch nicht als Köchinnen in der Gastronomie arbeiten, weil man dort zum erfolgreich sein eben wie in der IT auch dieses "energische am Ball bleiben" und "tüfteln" braucht. Das muss nicht stimmen aber klang plausibel.

Es gibt ja diverse Studien die zeigen, dass Frauen in fortschrittlichen Ländern, wo Frauen gleichgestellt sind (Deutschland, Schweden, etc.) tendenziell eher zu sozialen Berufen neigen und dort wo die Frauen eher in ihren Rechten beschnitten werden (z. B. arabischer Raum) die Frauen eher technische Berufe anstreben. Ich bin der Überzeugung, dass viele Frauen sich in technische Berufe durch die vielen gezielten Kampagnen oft auch verirren und dort einfach gar nicht hineinpassen und am Ende auch nicht glücklich werden.

Wenn ich es in Zahlen beziffern müsste, dann sind ca. 60-70% meiner männlichen Kollegen fachlich top-fit und am Zahn der Zeit. Bei meinen weiblichen Kollegen sind es im Schnitt nur 20-30%. Die 20-30% müssen dann natürlich die Vorurteile ausgleichen, welche ihre Kolleginnen verursachen ...

Was allerdings auf die meisten Kolleginnen von mir zutrifft: Gackern über Schuhe, Nähmuster und/oder ihre (Ehe-)Männer. Gerne auch über die Köpfe aller Kollegen quer durch den Raum. Ich nehme es mit Humor und behelfe mir mit Schalldichten Kopfhörern - aber da kann ich mir schon vorstellen, warum viele Männer lieber mit Männern zusammenarbeiten. Scifi, Whisky, Sport, Autos, Politik und IT-Themen sind einfach für Männer interessanter und wir haben halt auch nicht immer Lust, über unsere Kinder etc. zu reden, das haben wir ja schon Zuhause ;) ! ... 

 

bearbeitet von Arkten

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vor 18 Stunden schrieb neinal:

Hallöle,

 

ich möchte mal gerne wissen, wie ihr zum Thema Frauen in der IT steht. Ich weiß, das Geschlecht sollte keine Rolle spielen. Aber meiner Erfahrung nach, tut es das doch sehr häufig.

Deshalb einfach mal das Thema hier. Seid ihr selbst Frau in der IT? Habt ihr Kolleginnen? Wie sind eure Erfahrungen?

[...]

Vielleicht gibt es hier ja auch Menschen die der Meinung sind, dass Frauen für Tätigkeit XY wirklich weniger geeignet sind. Dann würde mich interessieren, warum?

Schwieriges Thema, da es ja eigentlich nur eine (politisch korrekte) Meinung geben kann. Selbst bei Google (die ja für freie Meinung einstehen) führt eine andere Meinung zur sofortigen Entlassung. Insofern habe wir die Problematik der "Schere im Kopf" bei diesem Thema.

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Hier sehe ich das nicht.

Hier gibt es - bei den bisher eher wenigen Beiträgen - diverse Meinungen mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Ansichten. Das ist nicht wie bei Google und weit entfernt von den stereotypischen und häufig einseitig-populistischen Mainstream-Meinungen aus Medien, Blogs und sozialen Medien. Von daher verstehe ich nicht, warum Du Dich selbst zensierst, obwohl kein Grund dazu besteht.

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Erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Genau so einen Austausch wollte ich mit dem Thema erreichen. Jeder kann hier seine Meinung, Eindrücke, Erfahrungen, etc. schildern.

Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Erfahrungen ausfallen. Und auch, wie unterschiedlich eine Sitatuation wahrgenommen wird.

Mir geht es auch nicht darum zu jammern, oder sowas. Ich bin weder das kleine, graue Mäuschen, noch die Frau die sich nicht ernst genommen fühlt. Aber ich möchte, dass man sich vielleicht einfach mehr Gedanken darüber macht.

Aber auch ich nehme mich nicht aus. Was Vorurteile angeht. In meiner BS-Klasse, am ersten Tag, kam ein Mädel rein. Blond, mit Minirock, mega aufgetakelt und in HighHeels. Und mein erster Gedanke war "Mädchen. Du bist hier falsch". Eigentlich total doof. Weil auch eine Frau die sich "auftakelt" gut sein kann, was IT angeht. Aber man hat halt schnell mal seinen ersten Eindruck weg.

Und wie PVoss schon beschreibt, fällt manchmal gar nicht auf, wenn ein Spruch vielleicht doch etwas sexistischer gemeint ist. Weil man sich gar nicht vorstellen kann, dass Kollege XY ein Sexist ist? Dazu kommt, dass jeder Mensch anders reagiert und etwas anders empfindet. Beispiel aus meiner Freizeit: Ein Freund arbeitet im Einzelhandel. Hat im Gespräch einer Frau an den Arm gefasst. Das war Freundschaftlich gemeint. Und komplett ohne Hintergedanken. Die Dame hat sich aber angebaggert gefühlt. Was nie seine Absicht war. Und er macht das sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Aber die Wahrnehmung jeder Person ist eben unterschiedlich. Deshalb vielleicht mal hinterfragen, warum jemand reagiert, wie er es tut.

Ich für meinen Teil finde zum Beispiel die Aussage "Wir haben dich eingestellt, WEIL du eine Frau bist" doof. Ich will eingestellt werden, weil ich meinen Job gut machen. Und nicht, weil ich Brüste habe ^^ Aber es ist für mich auch völlig in Ordnung, wenn eine andere Frau das gut findet.

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie er damit lebt. Und was er macht. Ich bin mir auch sicher, dass ein Mann der Friseur lernt eher mal nen dummen Spruch kassiert, als eine Frau. Das hat nichts mit Frauen per se zu tun. Sondern einfach, dass unsere Gesellschaft zum Teil mit "Minderheiten" seltsam umgeht. Und das sind Frauen in der IT nun mal häufig noch.

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Mahlzeit.

Ich hab in den bald 12 Jahren viele kommen und gehen sehen, gute und schlechte, Geschlecht spielte bei der Kompetenz dabei keine Rolle. 

Dazu möchte ich gerne zwei Beispiele nennen.

Beweisstück A:
Unsicheres Auftreten, konnte Rückfragen nicht ohne zu stammeln beantworten, allgemein eher der Typ Mensch der die Flinte übereilt ins Korn wirft. Nervös, nicht gerade gut in Selbstorganisation, erledigte die Aufgaben aber gewissenhaft und zufriedenstellend mit hoher Fachkompetenz - trotzdem wollte nach einiger Zeit kein Projektleiter mehr diese Person im Team haben was letztendlich auch dazu führte dass das Arbeitsverhältnis nach einem guten Jahr endete.

Beweisstück B:
Seriös. Schlagkräftig. Mit Mitte 20 das erste eigene Team geleitet, danach Vorsitz im BR und eigene Assistenz bekommen. Niemand bezweifelt dass weitere Sprossen auf der Karriereleiter erklommen werden. 

Person A ist um die 40 und männlich, Person 20 Ende 20 und weiblich.
Wer im ersten Moment andersherum zugeordnet hat sollte kritisch selbstreflektieren ob seine Vorstellungen von Charaktereigenschaften des jeweiligen Geschlechts noch in das Jahr 2017 passen.

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vor einer Stunde schrieb a3quit4s:

Person A ist um die 40 und männlich, Person 20 Ende 20 und weiblich.
Wer im ersten Moment andersherum zugeordnet hat sollte kritisch selbstreflektieren ob seine Vorstellungen von Charaktereigenschaften des jeweiligen Geschlechts noch in das Jahr 2017 passen.

Warum? Ist 2017 das neue 1950, jedoch mit getauschten Geschlechtern? :blink:
Korrekt wäre ein geschlechtsneutrales, altersneutrales, herkunftsneutrales, relegionsneutrales, usw. usf. Wesen "zuzuordnen" ... (was man ja garnicht tun sollte, denn jede Zuordnung ist ein Vorurteil) *Ethik modus off"

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Ich arbeite ebenfalls als Frau im Projektmanagementbereich der IT. Habe meinen Abschluss zur FiSi gemacht und jetzt ca. 2,5 Jahre Berufserfahrung. Trotzdem werden mir, gerade bei Diskussionen, öfter Fragen an den Kopf geworfen wie "Weißt du überhaupt wie ein Switch funktioniert?". Anfangs habe ich da immer noch lustig drauf reagiert. Mittlerweile reagiere ich einfach nur noch genervt. 

Finde es generell einfach nur bemitleidenswert, wenn man als inkompetent wahrgenommen wird weil man eine Frau ist. Ich mache  fast jeden Spaß mit und bin auch eher eine untypische Frau. Habe einen Entwickler in meinem Team, der aber offen vor allen anderen immer wieder Respektlosigkeiten mir gegenüber zeigt. Anfangs hat mich das stark verunsichert und meine Position natürlich weiter geschwächt. Mittlerweile habe ich viel gelernt und mich privat weiter gebildet, um meine "Führungsposition" zu stärken.

Der Kollege hat in diversen Gesprächen auch offen zugegeben, dass er Frauen nicht in der IT sieht. Das stört mich natürlich schon irgendwie. Da aber auch keines der anderen Teammitglieder den Mut hat sich gegen diese Meinung zu stellen, zeigt das wie wenig Rückgrad manche IT'ler haben. Man muss aber dazu sagen, dass das Team nahezu komplett aus den klassischen IT Nerds besteht.

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vor 22 Minuten schrieb Vivanger:

Da aber auch keines der anderen Teammitglieder den Mut hat sich gegen diese Meinung zu stellen

Ich erwarte von meinen Kollegen, dass sie persönliche oder ideologische Differenzen selbst klären. Ob im Gespräch unter 4 Augen oder mit dem nächsten Vorgesetzten (oder wen auch immer) als Moderator ist mir da ziemlich egal, aber eine Eskalation während eines Meetings kann ich nicht gebrauchen.

Bin aber auch einer der klassischen IT Nerds. :P

bearbeitet von PVoss

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@Vivanger

Hast Du ihn in diesen Situationen argumentativ gestellt? Das angesprochen? oder selbst geschwiegen?
Für mich klingt es nach Letzterem. Ansonsten hätte sich das Problem gelöst und Du müsstest es nicht mehr als aktuelle Anekdote anbringen, auf welche Du "mittlerweile genervt" reagierst.

Die entscheidende Frage ist nicht, was Dritte gemacht haben, um Dir beizustehen, sondern was Du selbst gemacht hast. Auch, wenn Du versuchst Dich mit diesem Spin aus der Verantwortung zu stehlen. Wir sind eine freie Gesellschaft. Das bringt Freiheiten und Chancen, aber auch Pflichten mit sich. Der Klassenkampf ist vorbei und keiner wird Deine Kämpfe für Dich ausfechten.

Wenn ein Kollege abfällig über Dich redet oder fragwürdige Pauschalurteile fällt, sollte man das hinterfragen. Und zwar dort, wo die Aussage fällt. Gerade Du, als Betroffene, solltest mit gutem Beispiele voran gehen. Keiner kann erwarten, dass Dritte solche Belange für Dich/Mich oder sonst wen Klären. So etwas muss man schon selber machen. Ein anderer wird es (meist zu Recht) nicht tun.

Wenn man den unbeteiligten Dritten dann auch noch - wie Du - fehlenden Mut und mangelndes Rückgrat unterstellt, bekommt die eigene Tatenlosigkeit mehr als nur einen faden Beigeschmack. In einem IT-Forum oder nach Feierabend in der Familie lästern, das kann jeder. Aber die Kollegen stellen und ansprechen, das können wenige. Gerade im Projektmanagement eigentlich eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft.

...

Dass Dein Kommentar über klassischen IT-Nerds und deren Rückgrat ein nicht minder übles Pauschalurteil wie das Deines Kollegen ist, hatte ich schon erwähnt? Eigene Nase und so.

bearbeitet von Errraddicator

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Ich sehe das ein bisschen schwieriger.

Ja, natürlich muss man in so einer Situation auch selbst aktiv werden. Aber ich finde, dass auch Kollegen einem dabei helfen können. Da sie vermutlich auch ab und an mal einen unangebrachten Kommentar, etc. mitbekommen.

Ich finde es sehr schade, dass es dir mit dem Kollegen so geht. Und ich finde es wichtig, dass offen anzusprechen! Sowas darf nicht tot geschwiegen und akzeptiert werden.

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Der Kollege vertritt die Meinung, dass er Frauen nicht in der IT sieht. Das muss einem persönlich nicht gefallen, ist aber eben auch nur eine Meinung. Dass dafür die Kollegen auf die Barrikaden gehen sollen halte ich doch etwas für oversized. Da sehe ich es eher wie Errradicator, dass sie ihre Kämpfe selber austragen sollte. Man begegnet im Berufsleben immer mal wieder diese nicht teamfähigen Ellbogen Mitarbeiter, die dich auflaufen lassen wollen. Wenn man hier kein Rückgrat hat, zieht man immer den Kürzeren.

vor 5 Stunden schrieb Vivanger:

Der Kollege hat in diversen Gesprächen auch offen zugegeben, dass er Frauen nicht in der IT sieht. Das stört mich natürlich schon irgendwie. Da aber auch keines der anderen Teammitglieder den Mut hat sich gegen diese Meinung zu stellen, zeigt das wie wenig Rückgrad manche IT'ler haben. Man muss aber dazu sagen, dass das Team nahezu komplett aus den klassischen IT Nerds besteht.

... so nach dem Motto "die sind eh sozial Inkompetent". Selber sich an Vorurteilen gegen Gruppen echauffieren  - weil man selber Betroffen ist - aber auf der Anderen Seite mit der gleichen Kragenweite Vorurteile gegen Gruppen streuen, in denen man sich nicht zugehörig fühlt. Top!


 

 

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Hey,

Als auszubildene FiSi, weiblich, kann ich nur sagen, dass ich in meinem Ausbildungsbetrieb nur gute Erfahrungen gesammelt habe. 

Ich bin in unserem Betrieb die erste weibliche ITlerin und konnte feststellen, dass das Kollegen eher verunsichert. Sie wissen oft nicht genau, wie sie mit mir umgehen ollen. Zumindest am Anfang der Ausbildung. Da wurden dann die Kalender mit hübschen Mädchen abgehangen, perverse Witze mittendrin unterbrochen, und und und. Aber das ist ja auch nichts schlimmes, lieber zu vorsichtig als dann viel zu sexistisch zu sein. Mittlerweile hat sich das alles eingespielt und ich werde hier nicht anders behandelt. Im Gegenteil, mein Ausbilder ist tierisch stolz drauf, dass die erste Auszubildene das alles so gut hinkriegt.

In der Berufsschule, hatten wir einen Lehrer der hat mich immer mies behandelt obwohl ich bei ihm immer 1 stand. Da kamen dann so Sprüche, wie: "Was macht ihr denn, wenn der Laptop nicht angeht?" *Ich zeig auf* "Ja, ich weiß du würdest den Support anrufen." Aber damit kann ich umgehen. Am ersten Schultag wurde ich von besagtem Lehrer auch gefragt, ob ich nicht falsch sei und eigentlich zu den Frisösen gehören würde...

Ich habe vorher im Handwerk gearbeitet und da wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht!

 

Grüße

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Mir geht es ein bisschen wie @Tician

Hier gibt es als weibliche Entwicklerinnen mich und noch eine zweite... in der gesamten Firma, welche mehr als 30 Mann hat. Ich bin auch die erste weibliche Auszubildende.

Allerdings habe ich noch nie bisher deswegen Probleme gehabt, es wurde einfach nicht angesprochen und in der Tat habe ich das Gefühl, dass mein Geschlecht keine Rolle spielt. Mir wurde gesagt, ich wurde eingestellt, weil ich die Beste beim Test war und hab auch später von mehreren Leuten Unterstützung erfahren.

In der Berufsschule waren wir bei einer 20 Personenklasse, 5 Mädels. Also immer eine Quote von 25%. Jetzt in der neuen Klasse, ist sie sogar nochmals auf 33% (6 von 18) gestiegen.

Allerdings waren einige der Lehrer am Anfang etwas verwirrt, dass es so viele Mädels waren und haben am Anfang noch ein paar Witze gerissen... allerdings die auch schnell sein lassen, als sie merkten das die Klasse diesen mit wenig Humor begegnet. Auch von den anderen Mädels hab ich bisher nichts von sexistischen Sprüchen gehört, hab allerdings auch nicht wirklich nachgefragt...

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In unserer BS Klasse waren wir 4 Mädels (wobei eine immer "krank" war, aslo eigentlich 3). Bis auf einen Lehrer der dann meinte die Mädchen sollen sich in die erste Reihe setzen damit er schneller Fragen beantworten kann war das eigtl auch kein Problem. 

In der Ausbildung selber war auch eigentlich alles ok..und dann kam meine erste richtige Stelle als Junior Linuxadmin, ausgeliehen an ein Amt in Deutschland. An meinem ersten Tag wurde ich direkt in eine Ecke gesetzt und meine Kollegen meinten ich soll einfach still Dokus lesen, und sie können mir jetzt nichts erklären. Das ging eine Woche so bis es mir zu doof wurde und ich aktiv nachgefragt hab was das soll. Antwort: Frauen können das sowieso nicht, ich soll still sein, wann ich endlich kündigen würde. (Funfact: der Junior vor mir hat 2 Monate durchgehalten)  

 Eine Beschwerde brachte...nichts, das wurde als typisch sozial inkompetente nerd abgetan (auch das fand ich relativ dämlich) und ich soll einfach immer vorsichtig nachfragen.  

Am Ende saß ich 6 Monate bis zu meinem Studium rum und hab Däumchen gedreht, bzw mir eine Schulung besorgt. (fairerweise muss man sagen, dass die Kollegen auch nur ca 2h arbeit hatten und dann rumsaßen weil einfach nichts zu tun war). 

Es gibt sowas also wirklich. Zum Glück ist das nicht überall so,  in meinem Studiengang sind mehr Frauen als Männer (ok es ist Wirtschaftsinformatik, aber interessanterweise sind auch alle Mathe Module voller Frauen ;) ) und in meiner jetzigen Firma habe ich noch keine Art von Sexismus erlebt. 

 

 

 

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Mich kotzt es als weiblicher sysadmin an, dass ich am Telefon bei Störung in der Leitung etc. Von Telecom und Co für eine Nichtwissende und nichtsverstehende Sekretärin gehalten werden. Oh da könnte ich echt im dicken Strahl kotzen wenn Einem nicht zugehört wird und man abgestempelt wird ala: haben Sie den Router denn auch vom Strom getrennt????? Oder bei Außenterminen mein gegenüber erstmal 15-20 Minuten zum verdauen braucht. Und am liebsten sind mir dann die klugscheißer die meinen mir jetzt erzählen zu müssen was mein Job ist, da sie Zuhause auch alles selbst machen...und und und. ..während meine männlichen Kollegen wie halbgötter empfangen werden sobald sie zwei Patchkabel umswitchen. Manchmal wirklich witzig

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vor 9 Stunden schrieb helby:

Mich kotzt es als weiblicher sysadmin an, dass ich am Telefon bei Störung in der Leitung etc. Von Telecom und Co für eine Nichtwissende und nichtsverstehende Sekretärin gehalten werden.

OT: Das ist aber kein weibliches Problem, sondern eher das Los von InHouse IT, die irgendwelche Supporthotlines anruft. Bis man sich dann tatsächlich "auf Augenhöhe unterhalten kann" vergeht immer eine Weile ;)

@Topic:
Kann als Mann hier nichts zu berichten. Habe weder aktive "Diskriminierung" von Frauen in der IT erlebt, noch irgendwelche anderen negativen Aspekte. Wer was kann, kann was, wer nicht, der nicht...

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